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Beiträge zu Politik, Wirtschaft, Medien & Musik
Kunst, Literatur & Alltagskultur
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Medien & Musik
Kunst, Literatur & Alltagskultur
Reinhold Knoll: Venezuela. Oder: Donald Trump als König Ubu. Analyse
Die jüngsten poltischen Entwicklungen legen den Verdacht nahe, dass die Herrscher der Welt immer öfter jenem König Ubu gleichen, der im surrealistischen Theater für Skandal und Empörung sorgte.
Helmuth Schönauer bespricht: Manfred Moser. Sprachmann. Roman
Gegen Jahresende greift man die Bücher mit besonderer Ehrfurcht an, allzu oft überfällt einen dabei das letzte Aufzucken einer Epoche, von der man noch einen Zipfel Aktualität ergattert.
Alois Schöpf: Als wir mit B.B. den Sex entdeckten. Apropos
Wir leben in einem sehr prüden Zeitalter. In der Öffentlichkeit wird bestenfalls in der Sprache der Wissenschaft über Sexualität gesprochen. Persönlich schweigt man sich lieber aus.
Helmuth Schönauer: Ihr Airport Innsbruck warnt: Bleiben Sie in den nächsten Stunden im Hausinneren! Stichpunkt
Warum werden aus dem ORF Studio Tirol neben den Verkehrsstaumeldungen nicht auch Lärmwarnungen vor potentiellem Gehörsturz gesendet?
Hannes Hofinger: Der Schmäh mit der geschenkten Mehrwertsteuer. Realsatire
Ein Möbelgigant verspricht uns tagtäglich in Presse, Fernsehen und Postwürfen, dass er uns die Mehrwertsteuer schenkt. Nett. Aber ein saublöder Schmäh.
Thomas Nußbaumer bespricht: Das Neujahrskonzert des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck unter seinem neuen Chefdirigenten Ainārs Rubiķis
Das beliebte Neujahrskonzert lockte auch am 1. Jänner 2026 wieder ein zahlreiches Publikum, darunter viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft, in den Saal Tirol des Congress Innsbruck.
Alois Schöpf: August Wöginger will bleiben. Ein Entschluss und seine dramatischen Folgen. Notizen
Ganz in diesem Sinne, dass das Gesetz nie als rote Linie für das korrekte Verhalten von Politikern ausreiche, äußerte sich denn auch der ORF-Hof-Politologe Peter Filzmaier.
Literarische Korrespondenz: Andreas Braun an Helmuth Schönauer. Betrifft: Die happy happy Beschallung durch den ORF Tirol
Der „Sendebunker“ am Rennweg, wie H. Schönauer ihn treffend umschreibt, bleibt hermetisch verschlossen. Opportunismus, Einfallslosigkeit und Trägheit feiern weiterhin fröhlichen Urstand.
Diethard Sanders: Nur die Anpassungsfähigsten überleben. Oder: Wie sehr man sich doch irren kann. Gedanken zum neuen Jahr.
Eine Neujahrsansprache: Sie wissen schon, das sind diese Reden, in denen die Worte „Aufgaben“, Menschlichkeit“, „Gletscherschmelze“ und natürlich „Herausforderungen“ eingestreut sind.
Literarische Korrespondenz: Doris Linser an schoepfblog. Betrifft: Gedanken Weihnachten 2025
Mit salbungsvoller Stimme sprach seine Exzellenz Bischof G. von Tirol im ORF Tirol
über den Frieden, das Miteinander, die Nächstenliebe. Für mich nur schwer auszuhalten.
Janus Zeitstein: Erlösung durch Auslöschung. Die Epoche der kalkulierten Endlichkeit. Science Fiction/Essay
Das Alter schleicht nicht mehr als natürliche Reife durch die Gesellschaft, sondern als absteigende Kurve der Produktivität, als ökonomisches Problem, das nach Lösung verlangt.
Ronald Weinberger: Reise durch China. 1. Brief: Wirtschaft
Der Autor dieser Zeile bereiste mit seiner Gattin bislang etwa drei Dutzend Mal China und Taiwan. Beide Länder sieht er mit sozusagen touristischen als auch der Lebenswirklichkeit zugewandten Augen.
Helmuth Schönauer bespricht: Christian Kössler: 50 – Zwischen Bällen und Bergen, Büchern und Bibliotheken. Mit Abbildungen
Mit 50 hält ein sensibler Künstler meist öffentlich inne, um sein Werkeln zu reflektieren und seinem Publikum fallweise darzulegen, welche Entwicklungskurven seine Kunst genommen hat.
Alois Schöpf: Die Kunst, mit sich allein zu sein. Apropos
Der Höhepunkt dieses inszenierten Wir-Gefühls ist gekommen, wenn die Staatsspitze mit ihren Staatskünstlern zusammensitzt, um für „Licht ins Dunkel“ als edle Spender das Fest der Liebe zu feiern.
Helmuth Schönauer: Landesrealistischer Empfang. Stichpunkt
Das Welt-Alleinstellungsmerkmal Tirols ergibt sich bislang aus dem „Landesüblichen Empfang“. Dieser soll im neuen Jahr behutsam der Realität angepasst werden.
Elias Schneitter: Viele Jahre später während der Weihnachtszeit. Erinnerung
Hilde war im ersten Moment etwas erstaunt, als ein VW Rabbit mit deutschem Kennzeichen in die Einfahrt zu ihrem Haus einbog. Es war die Vorweihnachtszeit und sie erwartete keinen Besuch.
Alois Schöpf: Der Gesang der Bergleutlein. Märchen
Die Bergleutlein verstehen sich auch auf das Absingen schöner Lieder, haben feine, wohlklingende Stimmen und einen untrüglichen Sinn für die Harmonie.
Helmut Schiestl. Weihnachten. Erzählung
Walter spazierte durch die Straßen seiner Heimatstadt, die er wieder einmal besucht hatte. Er sah kurz zu den Fenstern des Hauses hinauf, in dem Christiane, seine heimliche Liebe, wohnte.
Susanne Weinhöppel: Das Kind. In Gedenken an Itzik Manger
Ich habe mit meinem Freund Simon gekartelt und war am Gewinnen. Da kam der Wächter und sagte, ich müsse hinunter, meine Seele sei jetzt soweit und ich hätte eine ganz besondere Aufgabe.
Gerda Walton: Die Sache mit dem tiefgekühlten Baum. Eine Geschichte, als zu Weihnachten noch viel Schnee lag.
Alle Jahre kommt sie wieder, die besinnliche Weihnachtszeit, und vielleicht weil sie so schön ist, dass manche sie offensichtlich kaum erwarten können, tut sie das von Jahr zu Jahr noch früher.
Helmuth Schönauer bespricht: Stefan Soder. Schorsch. Roman.
„Schorsch“ gehört wohl in die Kategorie „Tiroler Western“. Im Ambiente zwischen Bergdoktor und Tatort greift der verschuldete Bergbauer Schorsch zur Selbsthilfe und wird zu einem Robin Hood.
Thomas Nußbaumer bespricht: Das besondere Weihnachtskonzert mit Werken von in Tirol wirkenden Komponisten. Die Akademie St. Blasius musizierte unter der Leitung von Karlheinz Siessl.
Um die Messe des Innsbruckers Joseph Friedrich Hummel rankten sich Werke von František Zdenĕk Skuherský, Franz Schöpf, Ernst Tschiderer, P. Odorich Krautschneider, Josef Pembaur und Franz von Suppè.
Alois Schöpf: Großer Jubel. Und das nach dreißig Jahren! Apropos
Das heute vielgepriesene Projekt, und hier vor allem der Bau des Tunnels, benötigte sieben Jahre Bauzeit, wozu sich 23 Jahre Bürokratie gesellen. Gratulation Österreich
Helmuth Schönauer: ORF. Wir sind die Verstimmung Tirols. Stichpunkt
Der Zwangs-Sender ORF-Tirol schaltet Werbung für seine Mitarbeiter als „Stimme Tirols“.
Elias Schneitter: Das kaputte Europa gegen die starken Männer. Notizen
Donald Trump hat ja den Slogan Make America Great Again an die erste Stelle seiner politischen Bewegung gestellt und das ist falsch. Denn gehen tut es um Make Donald Trump Great Again.
Alois Schöpf bespricht: Staatsklamotte zum Jahresende. “Die Fledermaus” von Johann Strauss am Tiroler Landestheater
Wer das Libretto aushält, sollte die geniale Musik genießen, mit der Johann Strauss es übergossen hat. Wahrscheinlich hätte er bei entsprechendem Auftrag auch das Telefonbuch vertont.
Bernhard Knoll-Tudor: Untergang der Generation Atlantik aus der Sicht Deutschlands. Analyse
Die Vereinigten Staaten operieren außenpolitisch nach der Logik eines offensiven Realismus: Macht wird genommen, nicht verhandelt. Multilateralismus ist eine Fessel, kein Forum.
Reinhard Walcher: Das Ende der Wende naht! Das Narrativ der Klimakatastrophe gerät selbst in die Krise. Notizen
Haben Sie bemerkt, dass wir heuer unter der Hitze des drittwärmsten Sommers seit 1850 zu leiden hatten.? Dass es also seit 175 Jahren nur zweimal wärmer war als im heurigen eher lausigen Sommer?
Ronald Weinberger: Ist Telepathie Unsinn? Oder vielleicht doch nicht! Notizen eines Wissenschaftlers
Was aber, falls Telepathie nur in sehr kurzen Momenten möglich ist, nämlich in der Phase, in der man „entrückt“ ist?
Hannes Hofinger: Das Ausgeistern einer Illusion. Notizen
Papst Franziskus hat 942 Menschen zu Heiligen gemacht. Alle Päpste vor ihm haben lediglich etwas weniger als 900 Heiligsprechungen durchgeführt.
Was hat es genützt?
Helmuth Schönauer bespricht: Natascha Gangl. Frische Appelle & andere Sprechtexte
Ihren großen Auftritt hatte die Autorin beim Bachmann-Preis 2025, als man an ihrem Werk hervorhebt, dass es an der Schnittstelle mündlich/schriftlich und Umgangssprache/Dialekt angesiedelt ist.
Alois Schöpf: Die Dauerverunglimpfung ist keine Lösung. Apropos
Wenn man die Nachrichten gewisser Fernsehsender z.B. von Arte mitverfolgt, könnte man meinen, Europa stünde unmittelbar vor dem Absturz ins Faschistische.
Helmuth Schönauer: Bücherkauf vor Weihnachten. Fünf häufige Fehler. Stichpunkt
Gerade vor Weihnachten werden laufend Tipps in Umlauf gebracht, wie man Fehler beim Kauf diverser Konsumgüter vermeidet. Dabei dient die Warnung selbst wieder als Werbemaßnahme.
Elias Schneitter: Immer nur jammern! Und was sind die Alternativen? Notizen
Laut einer aktuellen Umfrage wollen 47 Prozent bei uns in Österreich einen Systemwechsel. Also weg vom demokratischen Weg, hin zu, ja wohin?
Literarische Korrespondenz: Martin Leitner an Alois Schöpf / Alois Schöpf an Martin Leitner. Betrifft: Kritische Anmerkungen zur „Blasmusikfibel“
Wenn Sie die übergewichtigen Musiker der Egerländer runtermachen, so möchte ich nur zu gerne wissen, was die Qualität eines Blasmusikers mit seinem Gewicht zu tun hat?
Susanne Weinhöppel: Die Lebensträume der Sandwichgeneration. Essay
Meine Generation wurde von Eltern erzogen, die Krieg, KZ oder Flucht erlebt hatten. Es ging ihnen nicht um schöne Gefühle, sondern ums Funktionieren in der Gesellschaft.
Dietger Lather: Erregung erzeugen, um sich zu schützen. Die Medienstrategie des Weißen Hauses. Analyse
Trump hat aus seiner Kariere im Fernsehen als Moderator der TV-Show „The Apprentice“, der Auszubildende, gelernt, dass die Aufmerksamkeitsspanne bei Zuschauern gute zwei Wochen dauert.
Andreas Niedermann: Warum, weswegen und wieso? Notizen
Als Kind wartete ich, dass nach dem verspeisten Leib Christi etwas mit mir passieren würde. Es geschah nie etwas. Wie der Kiffer-Debutant auf die Wirkung des Stoffs wartet, so wartete ich.
Helmuth Schönauer bespricht: Regina Hilber (Hg.). Mein Amerika? America Me! Podium 217/218.
Das Amerikabild wird immer wieder hinterfragt, schließlich sind die Einflüsse über Beat, Musik, Shortstory und Filmepik immer noch virulent, ergänzt durch Socialmedia, KI und Fake-Kultur.
Alois Schöpf: Zentralisierung ja. Warum nicht in Innsbruck? Apropos
Immer wieder gibt es Diskussionen, ob man das Gesundheitswesen nicht zentralisieren müsse. Auch Bundeskanzler Stocker hat einen Vorstoß in die Richtung unternommen und schon Absagen kassiert.
Helmuth Schönauer: Fürs Rodeln zu blöd. Stichpunkt
Am Igler Eiskanal und am Tiroler Landestheater hört man durchgehend den Spruch: Da ist etwas blöd gelaufen.
Elias Schneitter: Die Blaue meines Onkels. Erinnerung
Onkel Albert war eine bekannte Erscheinung im Dorf, allein schon wegen seiner Arbeitskleidung. Ob Sonn- oder Feiertag und natürlich auch werktags trug er stets seine blaue Arbeitsmontur.
Alois Schöpf: Freiheit bis zuletzt. Zum Tod des Humanisten Ludwig Minelli, Gründer des Vereins „Dignitas – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben“. Nachruf
Minellis Kampf galt der Durchsetzung von Menschenrechten und hier insbesondere des Freiheitsrechts, die Art und Zeitpunkt des eigenen Todes selbst zu bestimmen.
Ronald Weinberger: Von grauen Nebeln im Tal zu bunten Nebeln im Weltall. Betrachtung
Woraus ist denn jeder dieser leuchtenden Himmelskörper entstanden? Einem ehemaligen Astronomen werden Sie hoffentlich glauben: Aus jeweils einem ursprünglich dichten und dunklen Nebel!
Johannes Sprenger bespricht: Das Licht durch den Türspalt. Der Saxophonist Jan Garbarek ist nach 39 Jahren nach Innsbruck zurückgekehrt.
Jan Garbarek, der im Oktober 1986 den Treibhaus-Turm eröffnet hat, spielte im praktisch ausverkauften Saal Tirol des Congress Innsbruck. Norbert Pleifer begrüßte ihn mit einer emotionalen Rede.
Reinhold Knoll: Venezuela. Oder: Donald Trump als König Ubu. Analyse
Die jüngsten poltischen Entwicklungen legen den Verdacht nahe, dass die Herrscher der Welt immer öfter jenem König Ubu gleichen, der im surrealistischen Theater für Skandal und Empörung sorgte.
Helmuth Schönauer bespricht: Manfred Moser. Sprachmann. Roman
Gegen Jahresende greift man die Bücher mit besonderer Ehrfurcht an, allzu oft überfällt einen dabei das letzte Aufzucken einer Epoche, von der man noch einen Zipfel Aktualität ergattert.
Alois Schöpf: Als wir mit B.B. den Sex entdeckten. Apropos
Wir leben in einem sehr prüden Zeitalter. In der Öffentlichkeit wird bestenfalls in der Sprache der Wissenschaft über Sexualität gesprochen. Persönlich schweigt man sich lieber aus.
Helmuth Schönauer: Ihr Airport Innsbruck warnt: Bleiben Sie in den nächsten Stunden im Hausinneren! Stichpunkt
Warum werden aus dem ORF Studio Tirol neben den Verkehrsstaumeldungen nicht auch Lärmwarnungen vor potentiellem Gehörsturz gesendet?
Hannes Hofinger: Der Schmäh mit der geschenkten Mehrwertsteuer. Realsatire
Ein Möbelgigant verspricht uns tagtäglich in Presse, Fernsehen und Postwürfen, dass er uns die Mehrwertsteuer schenkt. Nett. Aber ein saublöder Schmäh.
Thomas Nußbaumer bespricht: Das Neujahrskonzert des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck unter seinem neuen Chefdirigenten Ainārs Rubiķis
Das beliebte Neujahrskonzert lockte auch am 1. Jänner 2026 wieder ein zahlreiches Publikum, darunter viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft, in den Saal Tirol des Congress Innsbruck.
Alois Schöpf: August Wöginger will bleiben. Ein Entschluss und seine dramatischen Folgen. Notizen
Ganz in diesem Sinne, dass das Gesetz nie als rote Linie für das korrekte Verhalten von Politikern ausreiche, äußerte sich denn auch der ORF-Hof-Politologe Peter Filzmaier.
Literarische Korrespondenz: Andreas Braun an Helmuth Schönauer. Betrifft: Die happy happy Beschallung durch den ORF Tirol
Der „Sendebunker“ am Rennweg, wie H. Schönauer ihn treffend umschreibt, bleibt hermetisch verschlossen. Opportunismus, Einfallslosigkeit und Trägheit feiern weiterhin fröhlichen Urstand.
Diethard Sanders: Nur die Anpassungsfähigsten überleben. Oder: Wie sehr man sich doch irren kann. Gedanken zum neuen Jahr.
Eine Neujahrsansprache: Sie wissen schon, das sind diese Reden, in denen die Worte „Aufgaben“, Menschlichkeit“, „Gletscherschmelze“ und natürlich „Herausforderungen“ eingestreut sind.
Literarische Korrespondenz: Doris Linser an schoepfblog. Betrifft: Gedanken Weihnachten 2025
Mit salbungsvoller Stimme sprach seine Exzellenz Bischof G. von Tirol im ORF Tirol
über den Frieden, das Miteinander, die Nächstenliebe. Für mich nur schwer auszuhalten.
Janus Zeitstein: Erlösung durch Auslöschung. Die Epoche der kalkulierten Endlichkeit. Science Fiction/Essay
Das Alter schleicht nicht mehr als natürliche Reife durch die Gesellschaft, sondern als absteigende Kurve der Produktivität, als ökonomisches Problem, das nach Lösung verlangt.
Ronald Weinberger: Reise durch China. 1. Brief: Wirtschaft
Der Autor dieser Zeile bereiste mit seiner Gattin bislang etwa drei Dutzend Mal China und Taiwan. Beide Länder sieht er mit sozusagen touristischen als auch der Lebenswirklichkeit zugewandten Augen.
Helmuth Schönauer bespricht: Christian Kössler: 50 – Zwischen Bällen und Bergen, Büchern und Bibliotheken. Mit Abbildungen
Mit 50 hält ein sensibler Künstler meist öffentlich inne, um sein Werkeln zu reflektieren und seinem Publikum fallweise darzulegen, welche Entwicklungskurven seine Kunst genommen hat.
Alois Schöpf: Die Kunst, mit sich allein zu sein. Apropos
Der Höhepunkt dieses inszenierten Wir-Gefühls ist gekommen, wenn die Staatsspitze mit ihren Staatskünstlern zusammensitzt, um für „Licht ins Dunkel“ als edle Spender das Fest der Liebe zu feiern.
Helmuth Schönauer: Landesrealistischer Empfang. Stichpunkt
Das Welt-Alleinstellungsmerkmal Tirols ergibt sich bislang aus dem „Landesüblichen Empfang“. Dieser soll im neuen Jahr behutsam der Realität angepasst werden.
Elias Schneitter: Viele Jahre später während der Weihnachtszeit. Erinnerung
Hilde war im ersten Moment etwas erstaunt, als ein VW Rabbit mit deutschem Kennzeichen in die Einfahrt zu ihrem Haus einbog. Es war die Vorweihnachtszeit und sie erwartete keinen Besuch.
Alois Schöpf: Der Gesang der Bergleutlein. Märchen
Die Bergleutlein verstehen sich auch auf das Absingen schöner Lieder, haben feine, wohlklingende Stimmen und einen untrüglichen Sinn für die Harmonie.
Helmut Schiestl. Weihnachten. Erzählung
Walter spazierte durch die Straßen seiner Heimatstadt, die er wieder einmal besucht hatte. Er sah kurz zu den Fenstern des Hauses hinauf, in dem Christiane, seine heimliche Liebe, wohnte.
Susanne Weinhöppel: Das Kind. In Gedenken an Itzik Manger
Ich habe mit meinem Freund Simon gekartelt und war am Gewinnen. Da kam der Wächter und sagte, ich müsse hinunter, meine Seele sei jetzt soweit und ich hätte eine ganz besondere Aufgabe.
Gerda Walton: Die Sache mit dem tiefgekühlten Baum. Eine Geschichte, als zu Weihnachten noch viel Schnee lag.
Alle Jahre kommt sie wieder, die besinnliche Weihnachtszeit, und vielleicht weil sie so schön ist, dass manche sie offensichtlich kaum erwarten können, tut sie das von Jahr zu Jahr noch früher.
Helmuth Schönauer bespricht: Stefan Soder. Schorsch. Roman.
„Schorsch“ gehört wohl in die Kategorie „Tiroler Western“. Im Ambiente zwischen Bergdoktor und Tatort greift der verschuldete Bergbauer Schorsch zur Selbsthilfe und wird zu einem Robin Hood.
Thomas Nußbaumer bespricht: Das besondere Weihnachtskonzert mit Werken von in Tirol wirkenden Komponisten. Die Akademie St. Blasius musizierte unter der Leitung von Karlheinz Siessl.
Um die Messe des Innsbruckers Joseph Friedrich Hummel rankten sich Werke von František Zdenĕk Skuherský, Franz Schöpf, Ernst Tschiderer, P. Odorich Krautschneider, Josef Pembaur und Franz von Suppè.
Alois Schöpf: Großer Jubel. Und das nach dreißig Jahren! Apropos
Das heute vielgepriesene Projekt, und hier vor allem der Bau des Tunnels, benötigte sieben Jahre Bauzeit, wozu sich 23 Jahre Bürokratie gesellen. Gratulation Österreich
Helmuth Schönauer: ORF. Wir sind die Verstimmung Tirols. Stichpunkt
Der Zwangs-Sender ORF-Tirol schaltet Werbung für seine Mitarbeiter als „Stimme Tirols“.
Elias Schneitter: Das kaputte Europa gegen die starken Männer. Notizen
Donald Trump hat ja den Slogan Make America Great Again an die erste Stelle seiner politischen Bewegung gestellt und das ist falsch. Denn gehen tut es um Make Donald Trump Great Again.
Alois Schöpf bespricht: Staatsklamotte zum Jahresende. “Die Fledermaus” von Johann Strauss am Tiroler Landestheater
Wer das Libretto aushält, sollte die geniale Musik genießen, mit der Johann Strauss es übergossen hat. Wahrscheinlich hätte er bei entsprechendem Auftrag auch das Telefonbuch vertont.
Bernhard Knoll-Tudor: Untergang der Generation Atlantik aus der Sicht Deutschlands. Analyse
Die Vereinigten Staaten operieren außenpolitisch nach der Logik eines offensiven Realismus: Macht wird genommen, nicht verhandelt. Multilateralismus ist eine Fessel, kein Forum.
Reinhard Walcher: Das Ende der Wende naht! Das Narrativ der Klimakatastrophe gerät selbst in die Krise. Notizen
Haben Sie bemerkt, dass wir heuer unter der Hitze des drittwärmsten Sommers seit 1850 zu leiden hatten.? Dass es also seit 175 Jahren nur zweimal wärmer war als im heurigen eher lausigen Sommer?
Ronald Weinberger: Ist Telepathie Unsinn? Oder vielleicht doch nicht! Notizen eines Wissenschaftlers
Was aber, falls Telepathie nur in sehr kurzen Momenten möglich ist, nämlich in der Phase, in der man „entrückt“ ist?
Hannes Hofinger: Das Ausgeistern einer Illusion. Notizen
Papst Franziskus hat 942 Menschen zu Heiligen gemacht. Alle Päpste vor ihm haben lediglich etwas weniger als 900 Heiligsprechungen durchgeführt.
Was hat es genützt?
Helmuth Schönauer bespricht: Natascha Gangl. Frische Appelle & andere Sprechtexte
Ihren großen Auftritt hatte die Autorin beim Bachmann-Preis 2025, als man an ihrem Werk hervorhebt, dass es an der Schnittstelle mündlich/schriftlich und Umgangssprache/Dialekt angesiedelt ist.
Alois Schöpf: Die Dauerverunglimpfung ist keine Lösung. Apropos
Wenn man die Nachrichten gewisser Fernsehsender z.B. von Arte mitverfolgt, könnte man meinen, Europa stünde unmittelbar vor dem Absturz ins Faschistische.
Helmuth Schönauer: Bücherkauf vor Weihnachten. Fünf häufige Fehler. Stichpunkt
Gerade vor Weihnachten werden laufend Tipps in Umlauf gebracht, wie man Fehler beim Kauf diverser Konsumgüter vermeidet. Dabei dient die Warnung selbst wieder als Werbemaßnahme.
Elias Schneitter: Immer nur jammern! Und was sind die Alternativen? Notizen
Laut einer aktuellen Umfrage wollen 47 Prozent bei uns in Österreich einen Systemwechsel. Also weg vom demokratischen Weg, hin zu, ja wohin?
Literarische Korrespondenz: Martin Leitner an Alois Schöpf / Alois Schöpf an Martin Leitner. Betrifft: Kritische Anmerkungen zur „Blasmusikfibel“
Wenn Sie die übergewichtigen Musiker der Egerländer runtermachen, so möchte ich nur zu gerne wissen, was die Qualität eines Blasmusikers mit seinem Gewicht zu tun hat?
Susanne Weinhöppel: Die Lebensträume der Sandwichgeneration. Essay
Meine Generation wurde von Eltern erzogen, die Krieg, KZ oder Flucht erlebt hatten. Es ging ihnen nicht um schöne Gefühle, sondern ums Funktionieren in der Gesellschaft.
Dietger Lather: Erregung erzeugen, um sich zu schützen. Die Medienstrategie des Weißen Hauses. Analyse
Trump hat aus seiner Kariere im Fernsehen als Moderator der TV-Show „The Apprentice“, der Auszubildende, gelernt, dass die Aufmerksamkeitsspanne bei Zuschauern gute zwei Wochen dauert.
Andreas Niedermann: Warum, weswegen und wieso? Notizen
Als Kind wartete ich, dass nach dem verspeisten Leib Christi etwas mit mir passieren würde. Es geschah nie etwas. Wie der Kiffer-Debutant auf die Wirkung des Stoffs wartet, so wartete ich.
Helmuth Schönauer bespricht: Regina Hilber (Hg.). Mein Amerika? America Me! Podium 217/218.
Das Amerikabild wird immer wieder hinterfragt, schließlich sind die Einflüsse über Beat, Musik, Shortstory und Filmepik immer noch virulent, ergänzt durch Socialmedia, KI und Fake-Kultur.
Alois Schöpf: Zentralisierung ja. Warum nicht in Innsbruck? Apropos
Immer wieder gibt es Diskussionen, ob man das Gesundheitswesen nicht zentralisieren müsse. Auch Bundeskanzler Stocker hat einen Vorstoß in die Richtung unternommen und schon Absagen kassiert.
Helmuth Schönauer: Fürs Rodeln zu blöd. Stichpunkt
Am Igler Eiskanal und am Tiroler Landestheater hört man durchgehend den Spruch: Da ist etwas blöd gelaufen.
Elias Schneitter: Die Blaue meines Onkels. Erinnerung
Onkel Albert war eine bekannte Erscheinung im Dorf, allein schon wegen seiner Arbeitskleidung. Ob Sonn- oder Feiertag und natürlich auch werktags trug er stets seine blaue Arbeitsmontur.
Alois Schöpf: Freiheit bis zuletzt. Zum Tod des Humanisten Ludwig Minelli, Gründer des Vereins „Dignitas – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben“. Nachruf
Minellis Kampf galt der Durchsetzung von Menschenrechten und hier insbesondere des Freiheitsrechts, die Art und Zeitpunkt des eigenen Todes selbst zu bestimmen.
Ronald Weinberger: Von grauen Nebeln im Tal zu bunten Nebeln im Weltall. Betrachtung
Woraus ist denn jeder dieser leuchtenden Himmelskörper entstanden? Einem ehemaligen Astronomen werden Sie hoffentlich glauben: Aus jeweils einem ursprünglich dichten und dunklen Nebel!
Johannes Sprenger bespricht: Das Licht durch den Türspalt. Der Saxophonist Jan Garbarek ist nach 39 Jahren nach Innsbruck zurückgekehrt.
Jan Garbarek, der im Oktober 1986 den Treibhaus-Turm eröffnet hat, spielte im praktisch ausverkauften Saal Tirol des Congress Innsbruck. Norbert Pleifer begrüßte ihn mit einer emotionalen Rede.
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