Gianluca Crepaldi: Assistierter Suizid als „Epidemie“? Ein Einspruch
Die Salzburger Palliativgespräche an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität verrieten Bedrückendes über den Stand der Debatte um Sterbehilfe und offenbarten ein problematisches Menschenbild.
Reinhard Kocznar: Nicht die Orchideenfächer, die keiner braucht, sind das Problem, sondern die Massenfächer. Notizen
Als Miteigentümer der Universitäten (=Steuerzahler) fragt man sich, warum alle gratis studieren dürfen, auch Studien, nach denen am Arbeitsmarkt keine Nachfrage besteht.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf. Betrifft: Man kann nicht alles in einen Topf werfen! Marx ist nicht gleich Hitler.
Dass Sie wissenschaftliche Differenzierung und das Einordnen von Denkern in ihren historischen Kontext als modisches Einknicken vor einem „woken Zeitgeist“ diffamieren, greift intellektuell zu kurz.
Helmut Schiestl: Die Innsbrucker Promenadenkonzerte sind eröffnet. Das Sinfonische Blasorchester Tirol konzertierte unter der Leitung des Intendanten. Besprechung
Und es war ein fulminanter Auftakt dieser wohl immer gut besuchten und den Innsbrucker Kultursommer mitprägenden Konzertreihe.
Helmuth Schönauer bespricht: Gottlieb Pomella. Aufbrechen und bleiben. Erzählungen
Noch Generationen nach der sogenannten Option bricht in Südtirol an patriotischen Tagen die große Wunde auf: Wem gelingt die Heimat besser, den „Dableibern“ oder den „Weggehern“?
Alois Schöpf: Wer kann sich noch ein eigenes Heim leisten? Apropos
Der Traum vom Eigenheim ist ein Grundbedürfnis, das der Staat eigentlich unterstützen sollte. In Wirklichkeit behindert er es.
Helmuth Schönauer: Schaufeln gegen Katastrophen. Stichpunkt
Es kommt immer seltener vor, dass ein Spatenstich als sinnvoll erachtet wird. Im Falle des Schlösschens Mentlberg im Südwesten von Innsbruck lässt sich jedoch allerhand Sinn erkennen.
Elias Schneitter: Ein gelungenes Sommerfest. Notizen
Wenn man zwischendurch so etwas erleben darf, ist man vorübergehend einmal weit weg vom täglich heraufbeschworenen Untergang des Abendlandes. So eine Erfahrung tut gut.
Literarische Korrespondenz: Alois Schöpf an Christoph Schmarl. Betrifft: Man kann nicht alles in einen Topf werfen!
Ihr Brief, in dem Sie Herrn Walcher ersuchen, nicht alle Erscheinungen des Zeitgeists links der Mitte in den Topf marxistischer Gesinnung zu werfen, ist wortgewandt und beeindruckend.
Hans Augustin: Das Bargeld muss bleiben! Notizen
Bargeld hat etwas mit Identität zu tun, mit der Möglichkeit, etwas zu kaufen, mit Macht, mit Mobilität, mit der Lösung existentieller Probleme (Bezahlung eines Fahrscheins, Bestechung, Lösegeld).
Susanne Weinhöppel: Was ist nur aus uns geworden! Essay
Als Jugendliche befand ich mich in einer Peer-Group, die hochfliegende Pläne hatte.
Wir waren links, Nach-68er, und meinten, die Welt zu einer besseren und gerechteren verändern zu können.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Reinhard Walcher. Betrifft: Man kann nicht alles in einen Topf werfen.
Die Reduktion der marxistischen Theorie auf wenige Kernthesen und deren unmittelbare Gleichsetzung mit den Ergebnissen kommunistischer Staaten erscheint mir zu kurz gegriffen.