Alois Schöpf: Die Anonymität schadet mehr als sie nützt. Apropos
Die Forderung des Bundeskanzlers nach "Klarnamenpflicht" ist überfällig. Denn nicht Geifer und Geschimpfe bringen uns weiter, sondern nur der korrekte öffentliche Vernunftgebrauch.
Die Forderung des Bundeskanzlers nach "Klarnamenpflicht" ist überfällig. Denn nicht Geifer und Geschimpfe bringen uns weiter, sondern nur der korrekte öffentliche Vernunftgebrauch.
Ein junger Mann schreibt nach Abschluss der neuen Mittelschule und nach Absolvierung eines Kurses, wie man Bewerbungsschreiben verfasst, dreißig Firmen an. Er erhält keine einzige Antwort.
In früheren Zeiten bestand eine der schlimmsten Strafen, die oft einem Todesurteil gleichkam, darin, jemanden zu ächten, ihn also aus der menschlichen Gemeinschaft auszuschließen.
Wäre es da nicht angebracht, einen Blick über die Grenze zu riskieren und sich im Dienste eines vernünftigen Föderalismus von den Größenordnungen in Bayern inspirieren zu lassen.
Vielleicht waren es die Jahre im Internat, während derer ich im Winter ziemlich oft gefroren habe: jedenfalls ist mir die Angst vor der Kälte im täglichen Leben nie verloren gegangen.
Wir leben in einem sehr prüden Zeitalter. In der Öffentlichkeit wird bestenfalls in der Sprache der Wissenschaft über Sexualität gesprochen. Persönlich schweigt man sich lieber aus.