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Beiträge zu Politik, Wirtschaft, Medien & Musik
Kunst, Literatur &  Alltagskultur

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Medien & Musik
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Literarische Korrespondenz, Sehr geehrter Herr Ebert! Sehr geehrter Herr Kalisnik!

Ich habe Ihre heutige Kolumne „Die neue Wehleidigkeit“ mit leicht erhöhtem Blutdruck gelesen.
Am Ende zitieren sie Bruno Kreisky, den sie zu verehren scheinen. Meines Erachtens muss man bei den Zitaten großer Politiker gar nicht so weit in der Geschichte zurückgehen. Es reicht doch schon ein Verweis auf unseren verehrten Gesundheitslandesrat Dr. Tilg, der uns allen klargemacht hat, dass die Politik, insbesondere in Tirol, ja nun wirklich nichts falsch gemacht hat.

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Gérard Albertini, Du, Leben, Gedicht

Wer raubt mir den Atem, macht mich Staunen?
Wer hält mich auf Trab mit all seinen Launen?
Wer wagt, mit mir zu gehen durch dick und dünn?
Wer bringt zugleich Verlust und so viel Gewinn?
Du, Leben, von dir sprech` ich eben!
Du, Leben, kannst vor allem mir geben
vier Jahreszeiten, die mich begleiten!

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Die legale Kinderarbeit

Der Schulbetrieb ist angelaufen. Die meist berufstätigen Eltern und die nicht mehr ganz nervenstarken Großeltern sind froh, wenn die Jugend „verräumt“ ist. Die Wirtschaft ist froh, wenn sie an ihr verdienen kann. Die Lehrer sind froh, wenn sie von ihr leben können. Aus all diesen Gründen wurde der Schüler als die profitabelste Ausformung des Kindes und Jugendlichen erfunden.

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Alois Schöpf, Zur Revitalisierung von Stehkonzerten, Plötzlich lautet die Frage: Was können wir, was die anderen nicht können?

Dass es zwischen dem klassischen Konzert in perfektem akustischen Umfeld und mäßig geschätzten Marschier-Auftritten bei religiösen und karnevalesken Anlässen auch noch ein Mittelding gibt, ist leider allzu sehr in Vergessenheit geraten. Zum großen Schaden nicht nur für die derzeit eher beschäftigungslosen Vereine selbst, sondern auch zum großen Schaden für das Ansehen der Blas-und Bläsermusik überhaupt.

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Helmuth Schönauer, Vier Gedichte

Jetzt wo draußen das Virus herumfliegt
klammert sich die Menschheit heftig
an die eigenen Körper
was wenn ich in Quarantäne sitzen muss
und nichts konsumieren kann
außer mich selbst
wie halte ich es mit mir aus
zumal ich oft
weder lesen noch schreiben kann

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Franz Tschurtschenthaler, Südtirol ohne Maske, Dritter Brief

Meine als Satire gedachten und angelegten Betrachtungen über die dialektalen Eigenarten der Südtiroler haben bei einer offensichtlichen Anwenderin dieses Dialekts leider sehr negative Vibrations hervorgerufen. Sie schrieb mir, ich sei ein Nazi-instruierter Besserwisser und also typisch deutsch; ich möge zwar als Bundesdeutscher vielleicht besser Hochdeutsch sprechen, sei aber unsympathisch wie alle meine Landsleute, während die Südtirolerinnen und Südtiroler sympathisch seien. Deshalb wünsche sie mir alles Schlechte, was ihr einfalle.

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Die neue Wehleidigkeit

Ob lediglich Grippe oder doch mehr. Ob eine Intrige von Bill Gates oder eine Schlamperei der Chinesen. Ob Aushebelung der Demokratie durch den Staat oder doch berechtigte Vorsicht: Was Tirol betrifft, sind all diese Debatten plötzlich äußerst esoterischer Natur. Wenn es nämlich stimmt, dass jeder dritte Arbeitsplatz hierzulande vom Tourismus abhängt, ist real Feuer am Dach.

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Alois Schöpf, Von Frömmlern und Karrieristen, Wie man mit politischer Korrektheit Gegner ausschaltet und damit die Moral ruiniert.

Aufgrund seiner Beschwerde über die Corona-Maßnahmen der Regierung auf Facebook musste der Kammerfunktionär Karl Ischia dieser Tage seinen Posten als Bezirksobmann der Wirtschaftskammer Innsbruck räumen. Der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser bezeichnete den Hinausschmiss als „alternativlos“. Dem Abgang des Funktionärs ging angeblich ein Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien voraus, wobei die Tiroler Tageszeitung in ihrem Bericht vom 24. September namentlich den SP-Stadtparteichef Benjamin Plach und die grüne Nationalratsabgeordnete Barbara Neßler erwähnte. Beide bezichtigten Ischia des Rassismus.

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Anonymus, Elektive Amputation, Ein weiterer Fall nicht gewährter Autonomie

Wie sehr sich das über Jahrhunderte unter Thron und Altar in barocker Freundlichkeit dahin lebende Österreich mit der Autonomie der Person schwer tut, zeigt nicht nur die Debatte über die Liberalisierung der Sterbehilfegesetze. Auch der hier abgedruckte Brief, der sich neben der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Sterbehilfe mit dem Problem der elektiven Amputation und der strafrechtlich verfolgten Selbstverstümmelung beschäftigt, zeigt ein weiteres Mal auf, welches Leiden dadurch entstehen kann, wenn Staat und Gesellschaft dem Einzelnen nicht zumuten, dass er selbst am besten weiß, was nach reiflicher Überlegung gut für ihn ist.

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Stephan Eibel, Schneitter, Korrespondenz, Gedichte

jahrelang sagt ich zu mir: dichter
jahrelang dacht ich, ohne jeden tag zu schreiben, geht nicht
nach meinem 2en herzinfarkt, diagnostizierte die ärztin: vollblutkünstler
und sagte: einen dritten überleben sie nicht mehr.
jetzt schreibens ein paar monate nichts mehr!

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Feigheit vor dem Wähler

Begonnen hat es mit der „Ehe für alle“. Statt im Parlament eine breite und parteiübergreifende Diskussion zu führen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und entsprechende Gesetze zu beschließen, wurde die heiße Kartoffel dem Verfassungsgerichtshof zugeschoben. Glücklich darüber, marketingmäßig sich nicht stören lassen zu müssen, schluckte das Urteil sogar die ÖVP.

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Alois Schöpf, Warten auf die Richter, Beiträge zum Thema Liberalisierung der Sterbehilfe in „Kleine Zeitung“, „Die Presse“, „Der Standard“

Alle Menschen sterben. Vier Prozent fallen um und sind tot, sodass die Hinterbliebenen sagen: Es ist zwar schrecklich, aber für ihn war es ein guter Tod! Denn viele müssen leiden. Viele erdulden dieses Leiden, weil sie noch jede Minute des Lebens auskosten wollen. Oder weil eine Religion oder eine Weltanschauung es ihnen verbietet, selbst das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und weiteres Leid durch den Freitod zu beenden.

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Reinhard Walcher, Apokalypsen sind beliebt, Essay

Dann, es war schon das Jahr 1910, sollte laut wissenschaftlicher Mehrheitsmeinung der Halley’sche Komet das irdische Leben am 10. Mai vernichten. Zumindest verursachte der Komet ein massenhaftes Erscheinen von Alkoholleichen am 11. Mai 1910. Und für heuer, also das Jahr 2020, ist von der bulgarischen Seherin Baba Wanga das Ende unserer Zivilisation angesagt. Womit sie mit dem Club of Rome konform geht, der die digitale und zivilisatorische Implosion für die Jahre von 2020 bis 2040 kundtat.

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Helmuth Schönauer, Steiles Ufer, Erinnerte Prosa

Im Westen der Stadt ist das Licht auf ein paar hundert Meter besser als im Rest des Talkessels, in welchen Innsbruck hineingepresst ist wie ein spontan operierter Magensack. Dieses Westlicht lässt sich am ehesten mit einer 4K-Performance vergleichen, wie sie oft aus Drohnen aufgenommen wird. Die Kanten sind überscharf und die Flächen wässrig farblos. Manchmal ergeben sich Lichtspiele, wie sie am späten Nachmittag in den herbstlichen Rhodopen Bulgariens auftreten.

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Literarische Korrespondenz, Sehr geehrter Herr Ebert! Sehr geehrter Herr Kalisnik!

Ich habe Ihre heutige Kolumne „Die neue Wehleidigkeit“ mit leicht erhöhtem Blutdruck gelesen.
Am Ende zitieren sie Bruno Kreisky, den sie zu verehren scheinen. Meines Erachtens muss man bei den Zitaten großer Politiker gar nicht so weit in der Geschichte zurückgehen. Es reicht doch schon ein Verweis auf unseren verehrten Gesundheitslandesrat Dr. Tilg, der uns allen klargemacht hat, dass die Politik, insbesondere in Tirol, ja nun wirklich nichts falsch gemacht hat.

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Gérard Albertini, Du, Leben, Gedicht

Wer raubt mir den Atem, macht mich Staunen?
Wer hält mich auf Trab mit all seinen Launen?
Wer wagt, mit mir zu gehen durch dick und dünn?
Wer bringt zugleich Verlust und so viel Gewinn?
Du, Leben, von dir sprech` ich eben!
Du, Leben, kannst vor allem mir geben
vier Jahreszeiten, die mich begleiten!

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Die legale Kinderarbeit

Der Schulbetrieb ist angelaufen. Die meist berufstätigen Eltern und die nicht mehr ganz nervenstarken Großeltern sind froh, wenn die Jugend „verräumt“ ist. Die Wirtschaft ist froh, wenn sie an ihr verdienen kann. Die Lehrer sind froh, wenn sie von ihr leben können. Aus all diesen Gründen wurde der Schüler als die profitabelste Ausformung des Kindes und Jugendlichen erfunden.

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Alois Schöpf, Zur Revitalisierung von Stehkonzerten, Plötzlich lautet die Frage: Was können wir, was die anderen nicht können?

Dass es zwischen dem klassischen Konzert in perfektem akustischen Umfeld und mäßig geschätzten Marschier-Auftritten bei religiösen und karnevalesken Anlässen auch noch ein Mittelding gibt, ist leider allzu sehr in Vergessenheit geraten. Zum großen Schaden nicht nur für die derzeit eher beschäftigungslosen Vereine selbst, sondern auch zum großen Schaden für das Ansehen der Blas-und Bläsermusik überhaupt.

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Helmuth Schönauer, Vier Gedichte

Jetzt wo draußen das Virus herumfliegt
klammert sich die Menschheit heftig
an die eigenen Körper
was wenn ich in Quarantäne sitzen muss
und nichts konsumieren kann
außer mich selbst
wie halte ich es mit mir aus
zumal ich oft
weder lesen noch schreiben kann

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Franz Tschurtschenthaler, Südtirol ohne Maske, Dritter Brief

Meine als Satire gedachten und angelegten Betrachtungen über die dialektalen Eigenarten der Südtiroler haben bei einer offensichtlichen Anwenderin dieses Dialekts leider sehr negative Vibrations hervorgerufen. Sie schrieb mir, ich sei ein Nazi-instruierter Besserwisser und also typisch deutsch; ich möge zwar als Bundesdeutscher vielleicht besser Hochdeutsch sprechen, sei aber unsympathisch wie alle meine Landsleute, während die Südtirolerinnen und Südtiroler sympathisch seien. Deshalb wünsche sie mir alles Schlechte, was ihr einfalle.

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Die neue Wehleidigkeit

Ob lediglich Grippe oder doch mehr. Ob eine Intrige von Bill Gates oder eine Schlamperei der Chinesen. Ob Aushebelung der Demokratie durch den Staat oder doch berechtigte Vorsicht: Was Tirol betrifft, sind all diese Debatten plötzlich äußerst esoterischer Natur. Wenn es nämlich stimmt, dass jeder dritte Arbeitsplatz hierzulande vom Tourismus abhängt, ist real Feuer am Dach.

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Alois Schöpf, Von Frömmlern und Karrieristen, Wie man mit politischer Korrektheit Gegner ausschaltet und damit die Moral ruiniert.

Aufgrund seiner Beschwerde über die Corona-Maßnahmen der Regierung auf Facebook musste der Kammerfunktionär Karl Ischia dieser Tage seinen Posten als Bezirksobmann der Wirtschaftskammer Innsbruck räumen. Der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser bezeichnete den Hinausschmiss als „alternativlos“. Dem Abgang des Funktionärs ging angeblich ein Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien voraus, wobei die Tiroler Tageszeitung in ihrem Bericht vom 24. September namentlich den SP-Stadtparteichef Benjamin Plach und die grüne Nationalratsabgeordnete Barbara Neßler erwähnte. Beide bezichtigten Ischia des Rassismus.

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Anonymus, Elektive Amputation, Ein weiterer Fall nicht gewährter Autonomie

Wie sehr sich das über Jahrhunderte unter Thron und Altar in barocker Freundlichkeit dahin lebende Österreich mit der Autonomie der Person schwer tut, zeigt nicht nur die Debatte über die Liberalisierung der Sterbehilfegesetze. Auch der hier abgedruckte Brief, der sich neben der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Sterbehilfe mit dem Problem der elektiven Amputation und der strafrechtlich verfolgten Selbstverstümmelung beschäftigt, zeigt ein weiteres Mal auf, welches Leiden dadurch entstehen kann, wenn Staat und Gesellschaft dem Einzelnen nicht zumuten, dass er selbst am besten weiß, was nach reiflicher Überlegung gut für ihn ist.

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Stephan Eibel, Schneitter, Korrespondenz, Gedichte

jahrelang sagt ich zu mir: dichter
jahrelang dacht ich, ohne jeden tag zu schreiben, geht nicht
nach meinem 2en herzinfarkt, diagnostizierte die ärztin: vollblutkünstler
und sagte: einen dritten überleben sie nicht mehr.
jetzt schreibens ein paar monate nichts mehr!

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Feigheit vor dem Wähler

Begonnen hat es mit der „Ehe für alle“. Statt im Parlament eine breite und parteiübergreifende Diskussion zu führen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und entsprechende Gesetze zu beschließen, wurde die heiße Kartoffel dem Verfassungsgerichtshof zugeschoben. Glücklich darüber, marketingmäßig sich nicht stören lassen zu müssen, schluckte das Urteil sogar die ÖVP.

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Alois Schöpf, Warten auf die Richter, Beiträge zum Thema Liberalisierung der Sterbehilfe in „Kleine Zeitung“, „Die Presse“, „Der Standard“

Alle Menschen sterben. Vier Prozent fallen um und sind tot, sodass die Hinterbliebenen sagen: Es ist zwar schrecklich, aber für ihn war es ein guter Tod! Denn viele müssen leiden. Viele erdulden dieses Leiden, weil sie noch jede Minute des Lebens auskosten wollen. Oder weil eine Religion oder eine Weltanschauung es ihnen verbietet, selbst das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und weiteres Leid durch den Freitod zu beenden.

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Reinhard Walcher, Apokalypsen sind beliebt, Essay

Dann, es war schon das Jahr 1910, sollte laut wissenschaftlicher Mehrheitsmeinung der Halley’sche Komet das irdische Leben am 10. Mai vernichten. Zumindest verursachte der Komet ein massenhaftes Erscheinen von Alkoholleichen am 11. Mai 1910. Und für heuer, also das Jahr 2020, ist von der bulgarischen Seherin Baba Wanga das Ende unserer Zivilisation angesagt. Womit sie mit dem Club of Rome konform geht, der die digitale und zivilisatorische Implosion für die Jahre von 2020 bis 2040 kundtat.

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Im Westen der Stadt ist das Licht auf ein paar hundert Meter besser als im Rest des Talkessels, in welchen Innsbruck hineingepresst ist wie ein spontan operierter Magensack. Dieses Westlicht lässt sich am ehesten mit einer 4K-Performance vergleichen, wie sie oft aus Drohnen aufgenommen wird. Die Kanten sind überscharf und die Flächen wässrig farblos. Manchmal ergeben sich Lichtspiele, wie sie am späten Nachmittag in den herbstlichen Rhodopen Bulgariens auftreten.

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