Gérard Albertini, Du, Leben, Gedicht

Wer raubt mir den Atem, macht mich Staunen? Wer hält mich auf Trab mit all seinen Launen? Wer wagt, mit mir zu gehen durch dick und dünn? Wer bringt zugleich Verlust und so viel Gewinn? Du, Leben, von dir sprech` ich eben! Du, Leben, kannst vor allem mir geben vier Jahreszeiten, die mich begleiten!

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Die legale Kinderarbeit

Der Schulbetrieb ist angelaufen. Die meist berufstätigen Eltern und die nicht mehr ganz nervenstarken Großeltern sind froh, wenn die Jugend „verräumt“ ist. Die Wirtschaft ist froh, wenn sie an ihr verdienen kann. Die Lehrer sind froh, wenn sie von ihr leben können. Aus all diesen Gründen wurde der Schüler als die profitabelste Ausformung des Kindes und Jugendlichen erfunden.

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Alois Schöpf, Zur Revitalisierung von Stehkonzerten, Plötzlich lautet die Frage: Was können wir, was die anderen nicht können?

Dass es zwischen dem klassischen Konzert in perfektem akustischen Umfeld und mäßig geschätzten Marschier-Auftritten bei religiösen und karnevalesken Anlässen auch noch ein Mittelding gibt, ist leider allzu sehr in Vergessenheit geraten. Zum großen Schaden nicht nur für die derzeit eher beschäftigungslosen Vereine selbst, sondern auch zum großen Schaden für das Ansehen der Blas-und Bläsermusik überhaupt.

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Helmuth Schönauer, Vier Gedichte

Jetzt wo draußen das Virus herumfliegt klammert sich die Menschheit heftig an die eigenen Körper was wenn ich in Quarantäne sitzen muss und nichts konsumieren kann außer mich selbst wie halte ich es mit mir aus zumal ich oft weder lesen noch schreiben kann

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Hannes Hofinger, Der Literaturnobelpreis als Freibrief für Quatsch? Oder: Dürfen bekannte Autoren alles unters dumme Volk kotzen?

Ich bin beruhigt. Ich bin nicht der einzige Dummkopf. Und ich wage zu behaupten, dass ein unbekannter Autor, der so etwas zusammengestoppelt hat, bei den Lektoren eines hochgeschätzten Verlages niemals in die engere Wahl gekommen wäre.

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Franz Tschurtschenthaler, Südtirol ohne Maske, Dritter Brief

Meine als Satire gedachten und angelegten Betrachtungen über die dialektalen Eigenarten der Südtiroler haben bei einer offensichtlichen Anwenderin dieses Dialekts leider sehr negative Vibrations hervorgerufen. Sie schrieb mir, ich sei ein Nazi-instruierter Besserwisser und also typisch deutsch; ich möge zwar als Bundesdeutscher vielleicht besser Hochdeutsch sprechen, sei aber unsympathisch wie alle meine Landsleute, während die Südtirolerinnen und Südtiroler sympathisch seien. Deshalb wünsche sie mir alles Schlechte, was ihr einfalle.

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