Helmut Schiestl: Sehnsucht in Sangerhausen. Filmbesprechung
Nicht die Blaue Blume der Romantik treibt die Handlung voran. Vielmehr ein Stein wird gefunden, dann wieder achtlos weggelegt, um später vielleicht wiederzukehren.
Helmuth Schönauer bespricht: Andreas Pavlic. Selige Unruhe. Roman
Manche Romane richten sich wohl kalkuliert an eine bestimmte Altersgruppe. Selige Unruhe legt schon im Titel nahe, dass es sich dabei um Ruheständler handelt.
Alois Schöpf: Die Mobilität ist eines der höchsten Güter. Apropos
Der heurige Osterverkehr hat wieder einmal alle Rekorde gebrochen. Zumindest im südöstlichen Mittelgebirge, wo die Stauflüchtlinge Richtung Brenner die Gemeinden lahm legten.
Susanne Preglau: Ein Abend mit Erika Pluhar in Innsbruck. Besprechung
Sie spricht von Liebe als Wahrnehmen und Freigeben (Wahrheit und Freiheit), sie spricht immer wieder vom „Trotzdem“, insbesondere im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Tochter Anna.
Helmuth Schönauer: Wenn das Stadtbild an der Stimmung nagt. Stichpunkt
Jeder Mensch hat eine persönliche Schmerzgrenze für das, was ihn aufregt. Auch ein angesehener Familienbetrieb kann dabei Ärger verbreiten.
Elias Schneitter: Einige Gedanken zur Osterweiterung aus dem Lehnstuhl heraus. Notizen
Als im Jahr 2004 die EU-Osterweiterung stattgefunden hat, bei der gleich zehn Staaten aufgenommen wurden, war ich sehr skeptisch. Die Skepsis ist bis heute geblieben.
Albert Schwarzmann: Das 6. Symphoniekonzert des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck unter dem Motto „Tausendundeine Nacht“. Besprechung
Die Überraschung des Abends stand gleich am Beginn des Programms: die beiden je knapp fünfminütigen Werke „Ophélie“ und „Salomé“ von Mélanie Bonis aus „Trois Femmes de légende“.
Alois Schöpf: „Unsternstunden“ des Journalismus. Zu den totalitären Fantasien des “Falter”-Gründers Armin Thurnher. Notizen
Ich erhoffte mir von seinem Buch weniger universitär gegendertes Gesülze als vielmehr eine journalistisch abgeklärte Sicht auf unsere vor allem österreichischen Verhältnisse.
Werner Schandor: Männer sind nicht gewalttätig, weil sie Männer sind. Essay
Die Verdammung „männlicher Gewalt gegen Frauen“ blendet psychologische und neurobiologische Erkenntnisse aus und verfestigt ein Geschlechterbild, das mit der Wirklichkeit wenig gemein hat.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf. Betrifft: Hunde. Alois Schöpf an Christoph Schmarl. Betrifft: Entgegnung
Ihre Kolumne „Wenn ein Hund den Osterspaziergang stört“ liest sich weniger wie eine Analyse als vielmehr wie eine Dramatisierung – literarisch untermauert durch einen Ausflug zu Goethe.
Helmut Schiestl: „Grünes Licht“. Eine Dokumentation über Sterbehilfe und den Freitodhelfer Dr. Johann Spittler. Besprechung
Ich selbst wollte mir in den frühen 1970-er Jahren mangels sexueller und beruflicher Perspektive das Leben nehmen. Vom assistierten Freitod war da natürlich überhaupt noch keine Rede.
Regina Hilber: Bar Centrale. Der Klang von Espressotassen. Italophile Impressionen
Von all meinen Lieben ist die Liebe zu Italien die beständigste. Für keinen Menschen konnte ich je diese bedingungslose Hingabe aufbringen.