Bettina Maria König: Kaffee mit Cary Grant. Fortsetzungsroman
Ich zerknüllte Julians Brief und schleuderte ihn in den Papierkorb. Der Voodoo-Puppe brachte das noch ein Dutzend mehr Stiche ein, vorwiegend in der unteren Leistengegend.
Ich zerknüllte Julians Brief und schleuderte ihn in den Papierkorb. Der Voodoo-Puppe brachte das noch ein Dutzend mehr Stiche ein, vorwiegend in der unteren Leistengegend.
Er hatte „Ich liebe dich“ zu mir gesagt! Julian, der Mann meines Lebens, hatte „Ich liebe dich“ zu mir gesagt! Überglücklich wählte ich Beas Nummer, um ihr alles brühwarm zu erzählen.
Die folgenden Wochen zermarterte ich mir den Kopf: Wie konnte ich es bewerkstelligen, neue Leute und vor allem einen neuen Mann in mein Leben zu bekommen – und hoffentlich endlich mal den richtigen?
Da war ich also wieder zuhause, um eine erste Auslandserfahrung reicher, auf die ich mir ziemlich etwas einbildete, besonders wegen meines neuen Looks. Um den beneidete mich sogar die coole Bea, und er schien bei Männern sehr gut anzukommen.
Luca war es auch, der den Grundstein zu einem völlig neuen Leben bei mir legte. Denn ein neuer Look bedeutet für eine Frau tatsächlich ein neues Leben. Ab sofort war ich eine Stilikone nach italian art und blieb es auch.
Bea schlug einen Tenniskurs vor. Also schrieb ich mich gehorsam in einen Anfängerkurs am Sportinstitut der Universität ein, versorgte mich mit der passenden Ausrüstung und erschien pünktlich zur ersten Stunde.