Walter Plasil
Donald Duck
Oder:
Wie geht es weiter mit Trump?
Notizen

Was lässt sich über Donald Trump sagen? Wofür steht er? Was schreibt er in den Nachrichtendiensten? Unbewiesene Behauptungen, fake-news, Egozentrik, Beleidigungen anderer, Selbstüberhebung,

Was könnte man aus der Gestik und Mimik der Person schließen? Präpotentes Auftreten im Umgang mit anderen Menschen, unhöfliches Verhalten bei öffentlichen Auftritten, skurrile Tanzschritte, erhobene Faust, eitle Attitüden

Welche vergangenen Taten können noch für die Bildung einer Meinung über diese Person herangezogen werden?
Das Ausmaß an Erfüllung von Versprechungen. 

Wer und was ist also dieser Präsident und was können wir noch von ihm erwarten?

Nun steuern die Republikaner unter Trump auf die Midterm Elections am 3. November 2026 zu. Alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und ein Drittel der 100 Senatoren werden neu gewählt. Parallel dazu finden auch noch andere Wahlen statt. Etliche Gouverneure und Lokalpolitiker werden auch neu bestimmt.

Glaubt man den Voraussagen aus Amerika, könnten die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses erobern. Die zusätzlich stattfindenden lokalen Wahlen könnten im Trend mitschwimmen.

Danach käme es zu dem Effekt, der in Amerika schon öfter eingetreten ist: Der Präsident wäre in seinen Entscheidungen stark eingeschränkt. Er müsste gegen die Mehrheiten im Kongress weiterregieren. Landläufig gesprochen wäre er dann eine Lame Duck, eine lahme Ente. Spätestens dann wird ihn die Welt Donald Duck nennen.

Die Frage für uns ist, wie geht’s dann mit Amerika weiter?

Meine bescheidene Voraussage ist, dass Trump zunächst versuchen wird, die Schuld am Verlieren, anderen zuzuschieben. Die restlichen zwei Jahre als Präsident muss er auf keine Wiederwahl Rücksicht nehmen. Es könnte sein, dass er sich dann noch verrückter als bisher verhalten wird.

Wir in Europa müssen uns, so wie viele andere Regionen der Welt, durch diese beiden Jahre irgendwie durchlavieren. Wir sind gut beraten, wenn wir sehr bald über die Zeit nach Trump nachdenken und daraus Schlüsse ziehen.

Eine weitere Vermutung ist, dass der Immobilien-Deal Maker Trump, der derart viele Baustellen auf der ganzen Welt eröffnet hat, rein körperlich bald nicht mehr in der Lage sein wird, alles zu managen. Vom Ausmaß seiner geistigen Kapazität kann man sich schon jetzt ein Bild machen. Einige seiner komplett verwirrenden Reden zeugen davon.

Alles zusammengenommen, wird die weltweite Aktivität Trumps wohl noch manche Tiraden liefern. Ich denke aber, dass er bald wegen eigener Schwächen gezwungen sein wird, viel auf sein Team und den Vizepräsidenten J.D. Vance abzuladen.

Eventuell tritt er sogar vor den nächsten Wahlen zurück. Das kann krankheitshalber sein, weil er damit seinem Ego einen begründeten Ausweg eröffnen könnte, der für ihn das Erreichen eines Heldenstatus in der amerikanischen Ge-schichte möglich erscheinen lässt.

Der Friedensnobelpreis wird ihm vermutlich nie verliehen werden.

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Walter Plasil

Walter Plasil, Jahrgang 1946, geboren in München, aufgewachsen in Wien, seit 1971 in Innsbruck. Führte viele Jahre das INGENIEURBÜRO WALTER PLASIL für Technische Gebäudeausrüstung und Energieplanung und war als Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger tätig. Walter Plasil: „Ich war immer ein Vielschreiber und habe nun, nachdem meine bisherige Tätigkeit dem Ende zugeht, Zeit und Lust dazu, auch zu veröffentlichen. Mein neuer Beruf daher: „Literat.“

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