Ronald Weinberger
Reise durch China
2. Brief:
Die Verkehrsteilnehmer und ihre (Un-)Sitten

1. Brief: https://schoepfblog.at/ronald-weinberger-china-1/ 

Vermuten Sie, die Chinesen seien (immer noch) ein Volk von Radfahrern? Weit gefehlt. Weder in den von mir im 1. Brief erwähnten Megastädten Chengdu und Huizhou, noch hier in der unweit Hongkongs gelegenen 9,5-Millionen Einwohner zählenden Stadt Foshan, in der sich meine Frau und ich bis 12.01. aufhalten wollen, sieht man nennenswert viele Leute auf Drahteseln. Hingegen, unter anderem, eine Unzahl von PKWs, noch dazu von einer Markenvielfalt, wie ich das nicht für möglich gehalten hatte. Die Folge: laufend Staus und Auto-Parkplätze als Mangelware.

Nicht auszudenken, sollten sich noch deutlich mehr Chinesen hier in Foshan oder anderen chinesischen Großstädten ein Auto leisten können und wollen. Ein jeweils totaler Verkehrskollaps wäre die Folge.

Wie bewegt sich demnach die Masse der Werktätigen von zuhause zur Arbeitsstelle und retour (Randbemerkung: Samstage und Sonntage sind volle Arbeitstage!)? Gewiss, es gibt öffentliche – insbesondere U-Bahnen und Busse – oder firmeneigene Verkehrsmittel, aber das Hauptfortbewegungsmittel ist … Sehen Sie sich bitte das 1. Foto an und dann wissen Sie Bescheid.

Just die Betreiber jener nicht selten geradezu abenteuerlich ausstaffierten Zweirad-, bisweilen Dreiradfahrzeuge (bei uns wäre Einiges dieser Staffage verboten) pflegen zum Teil einen Fahrstil, der … Aber dazu etwas später. Zuerst zu den PKW-Fahrern.

Wir sind, da wir bei entfernten Verwandten meiner Frau wohnen, mehrmals in Privatautos mitgefahren, sowie x-Male mit Taxis (in Foshan gibt es fast ausnahmslos nur solche der chinesischen Version der Sorte Uber) und ich stellte fest: Auf den Autobahnen und breiteren Straßen fährt man zumeist recht zivilisiert, auf schmäleren Stadtstraßen regiert freilich die Licht- sowie die akustische Hupe samt dazupassendem Fahrverhalten; abenteuerlich! Erwähnenswert: In Foshan ist Hupen erlaubt, in der benachbarten Metropole Quangzhou – im Westen als Kanton bekannt – ist es streng untersagt.

Ein für mich interessanter Aspekt: Das bei Taxis stets(!) eingeschaltete Navi gibt, zusätzlich zu Orts- und Zeitangaben, auch häufig gesprochene Warnhinweise von sich, wie Achtung, nach 1000 Metern gibt es eine automatische Geschwindigkeitskontrolle, oder Aufpassen: nach 500 Metern wird die Befolgung der Anschnallpflicht überprüft u. Ä.. Das haben wir etliche Male gehört und ich dachte mir anfangs dabei: oha, darf denn ein Navi solche Warnungen hier in China abgeben? Offenkundig ja.

Es blieb nicht aus, dass ich einmal meine Frau einen Taxi-Fahrer fragen ließ: Welches Fehlverhalten als Autofahrer wird denn hierorts am strengstens bestraft? Antwort: Falls bei Rot über die Kreuzung gefahren wird. Beim ersten Erwischtwerden (kann rasch anhand der tatsächlich überall sehr reichlich vorhandenen Videokameras erfolgen) zahlt man … – und da wurde vom Fahrer ein Betrag genannt, der einem durchschnittlichen Monatsgehalt eines Mittelständlers entspricht. Beim zweiten Erwischtwerden wird der Führerschein für ein halbes Jahr entzogen; beim dritten Mal ist er auf Dauer weg.

Wie anders als das zumeist akzeptable Verhalten der Autofahrer auf Autobahnen ist das Verkehrsverhalten gar nicht so weniger Lenker von Rollern & Co; von denen werden ohnehin so gut wie alle elektrisch betrieben, machen demnach wenigstens keinen Gestank und Lärm, außer dem nervtötenden Gehupe!

Ich übertreibe nicht, wenn ich Ihnen verrate: Da sieht man eine Palette von Verhaltensweisen, die logischerweise auch in China verboten sind. So flitzen gar nicht wenige dieser Lenker, etwa um Staus zu umgehen, auf Gehsteigen daher, nutzen auch Zebrastreifen als Fahrbahn, negieren Sperrlinien, sowie sausen kreuz und quer über öffentliche, klar ersichtlich Fußgängern vorbehaltene Plätze, schlängeln sich hautnah an Menschenansammlungen vorbei, ja teils mitten hindurch – und sogar Fahrten gegen Einbahnen konnte ich mehrfach beobachten. Dass die Helmpflicht missachtet wird, ist zudem gang und gäbe. Nochmals, um es nicht zu vergessen: Man hört nicht das Fahrzeug, sehr wohl aber die freizügigst benutzten Tröt-Instrumente.

Und fast immer all das in einem Tempo, dass man als (ausländischer) Fußgänger um Leib und Leben fürchtet und sich fragt: Wo bleibt denn da die Polizei? Letztere, zumindest die als solche via Uniform erkennbare, ist ohnehin auffallend selten zu sehen. 

Und wie wirkmächtig ist denn dann überhaupt die für mich eigentlich erwartbare Disziplinierung anhand der ubiquitären Kamera-Überwachung? Ja, das fragte ich mich immer wieder. Null, scheint’s.

Weshalb ist das so? Sind es Identifizierungsprobleme? Soll heißen: Derzeit ist es in Foshan mäßig warm. Was unsereins als frühlingshaft ansieht, wird vermutlich von vielen Menschen hier als kühl bis kalt empfunden. Dementsprechend haben zahlreiche Lenker sich selbst, aber auch Teile ihres Fahrzeugs nicht selten geradezu phantasievoll verhüllt. Was man da alles zu sehen bekommt! Fazit: Wie sollten da ohne weiteres Fahrzeuge und deren Lenker mittels Kameraüberwachung identifiziert werden können?

Ein Zusatz: Ich schrieb oben stets von Lenkern, aber ich gewann den Eindruck, dass die Mehrzahl der Roller & Co von jungen Damen – man sehe mir nach, dass mir da ab und zu der Ausdruck wilde Weiber in den Sinn kam – sozusagen geritten werden.

Ich will bei bzw. trotz all dem nicht verhehlen: Dieses Gewurle an letztgenannten Verkehrsmitteln, dieses rücksichtlos anmutende, dennoch oftmals ausgesprochen findige, smarte Durch- und Vorbeibugsieren bei den in der Regel zahlreichen zu Fuß unterwegs Seienden hat mir immer wieder Respekt, zuweilen Bewunderung abgenötigt. Und, seltsam genug: Einen Unfall, in den die schier zahllosen Zweirad-BetreiberInnen verwickelt waren, haben wir nie wahrgenommen! Flüche gegen diese hingegen durchaus.


Flaneure und ihre Unsitten

Nun bin ich thematisch bei den sich per pedes voranbewegenden Chinesen angelangt – und beeile mich, festzuhalten: Auch in dem, was folgt, kombiniere ich meine persönlichen Beobachtungen aus den bisher von meiner Gattin und mir heimgesuchten Örtlichkeiten, insbesondere Städten – und da beziehe ich mich auf von vielen Zufuß-Seienden (ich nenne sie euphemistisch Flaneure) frequentierte Einkaufs-Straßen und Plätze, die wir öfters, zumeist im Laufe der späten Nachmittage besuchten.

Um ein Resümee kurz vorwegzunehmen: Sollten Sie meinen, das dort anzutreffende Verhalten der Menschen (ich meine damit fast ausschließlich die sogenannte Jugend) würde, zumindest in einem gewissen Ausmaß, darauf schließen lassen, dass man hier in einem nichtdemokratischen Staat lebt: Sie irren!

Indes, sollte sich eine größere Zahl von Menschen zu einer Demonstration gegen die da oben gruppieren, Fassaden und dergleichen mit Graffitis & Co verzieren, dürfte man das behördlicherseits sehr wahrscheinlich recht bald bemerken und raschest unterbinden. So aber…

Um es realitätsnahe, da von mir genau so beobachtet, darzustellen: Ab und zu läuft es derart ab, dass es bei uns zuhause Kopfschütteln bei (älteren) Beobachtern hervorrufen würde. Zuerst mal: der Lärm! Viele Chinesen verfügen ohnehin über ein lautes Organ – und zeigen keinerlei Hemmungen, dieses auch einzusetzen (in selbst gehobenen Restaurants, zum Beispiel, ist es, und zwar immer, derart laut, dass man das als Ausländer sogar als einen der namhaften kulturellen Unterschiede zu uns anzusehen geneigt ist).

Gleich mal zu drei Einzelfällen von Seltsamkeiten die, falls die bei uns stattfänden, befremden würden: In Chengdu, auf einer stark besuchten, ausgesprochen eleganten Einkaufsstraße, trabte etwa ein halbnackter Mann mittleren Alters dahin. Niemand blickte sich nach ihm um, so als wäre das etwas Normales, Erwartbares, Alltägliches. 

In Huizhou, im Wartebereich einer Filiale der Bank of China, beobachtete ich verwundert, wie eine ältere Dame minutenlang ungeniert, da recht geräuschvoll, ihre offenbar etwas steif gewordene Beinmuskulatur durch heftiges Beklopfen lockerte. Inmitten anderer Wartenden. Hier in Foshan sah ich einen mit seiner auffallend gelben uniformähnlichen Jacke und Hose bekleideten Mitarbeiter eines China-weit tätigen Zustelldienstes, der sich auf seinen Dienst-Helm riesige Mickymaus-Ohren geklebt hatte und derart seiner Tätigkeit nachging.

Zur Damenwelt! Etliche junge Frauen hatten sich – das war in Chengdu der Fall und war/ist es hier in Foshan – mit Stofftierchen behängt (mit den auch bei uns ziemlich berühmt gewordenen Labubus), mitunter überreichlich. Andere kamen derart aufgedonnert daher, dass ich ab und zu knapp dran war, diese Wesen abzuphotographieren. Tat’s aber nicht, weil mir die Eine oder Andere so aussah bzw. sich so benahm, als könnten sie mir, dem Ausländer, daraufhin eine Gosch’n anhängen. Von jungen Damen, die sich die Haare weißblond (wie funktioniert das bloß bei einer tiefschwarzen Haarpracht?) bzw. rostrot färben ließen, will ich gar nicht weiter reden.

Als Zutaten, an späten Nachmittagen, kreischende, sich offenkundig neckende, teils streitende, in ihren Schuluniformen steckende Schulkinder. Und die jungen Herren auf der obgenannten Einkaufsmeile in Chengdu erst! Eine Anzahl davon rauchend und saufend, und pausenlos überlaut miteinander kommunizierend

Beinahe Sodom und Gomorrah dachte ich bisweilen. Nun, als alter Knacker wird man leider ohnehin zumeist konservativ. Andererseits: Das ganze Treiben hat mich auch fasziniert. Habe es partiell sogar belustigend empfunden. Es spiegelt offensichtlich einen Individualismus wider, dessen Existenz wir Westler von vornherein den Chinesen üblicherweise nicht zubilligen. Die Medienberichte bei uns über China als repressives autoritäres System, bisweilen Unterdrückungs-Regime genannt, lassen das Geschilderte schließlich keineswegs vermuten.

Vielleicht verhält es sich wie folgt: Je mehr man hier in China obrigerseits sich die Leute ausleben, genießen, lässt – noch dazu angesichts schwächelnder Wirtschaft -, umso weniger kommen die dann auf den Staat und insbesondere dessen Autoritäten gefährdende Gedanken. Sollte dem tatsächlich so sein: Chapeau – klug gemacht!


Postscriptum

Es ist mir ein Bedürfnis, meine als einigermaßen chinakritisch interpretierbaren 2 Briefe zu ergänzen. Es gibt nämlich hier in China auch ein Vielerlei an überaus Positivem, Beeindruckendem, von dem wir im Westen uns die eine oder andere Scheibe abschneiden könnten oder sollten. Zum Beispiel das Fehlen der bei uns allzu häufigen Wandbeschmiereien, die man nicht selten bei uns mit dem Ausdruck Graffiti beschönigt.



Sodann die beinahe rührend anmutende Sorge um das Wohlergehen der Leute. Ich kenne kein anderes Land, in dem – sowohl auf öffentlichem als auch geschäftlich genutztem Grund – derart viele Warnhinweise bzw. Empfehlungen, oft, neben Chinesisch und mit Skizze, auch auf Englisch zu finden sind. Ich habe eine Reihe dieser Schildchen photographiert und zitiere ein paar dieser Texte: Caution – Wet Floor!; Step carefully; Mind Your Head; Beware of Falling; Danger of water depth; Warning falling into water; Caution Slippery Floor usw. Ein Beispiel eines besonders ausführlichen Warnschildes am Anfang und Ende eines Laufbandes in einem großen Supermarkt präsentiere ich hier.

Und wie steht es um die in der Tat im Vergleich zu uns sehr häufigen Videokameras? Bei uns käme es, falls man deren Zahl deutlich steigern wollte, v. a. von politisch links-grüner Seite, zum Aufschrei: Einschränkung der Freiheit! Bloß: Die (Gewalt)kriminalität in China dürfte erheblich geringer sein als bei uns. Daher stellt sich die Frage: Freiheit oder Unversehrtheit? Sie ahnen, was ich präferiere.

Ich beschließe diesen sehr lang geratenen Artikel (verzeihen Sie mir bitte!) mit einem höchst persönlichen Eindruck, den ich im Zentralkrankenhaus dieser sich über eine Fläche wie das Burgenland erstreckenden und eine Einwohnerzahl ähnlich wie ganz Österreich aufweisenden Gigantstadt Foshan gewann.

Ich hatte mir nämlich noch zuhause eine Risswunde am Kopf, die geklammert wurde, zugezogen. Gegen Jahresende sollten die Klammern entfernt werden, sprich hier in Foshan.

Welch‘ Patientenmassen! Freilich alles erstaunlich gut durchorganisiert: Zahlreiche Anmelde-Schalter, viele Ärzte, sehr viel sonstiges Personal. Die in Foshan wohnhafte Cousine meiner Frau ebnete mir dort gewissermaßen die Wege. Kaum 1 Stunde Wartezeit, dann Begutachtung durch einen Arzt und Weiterleitung durch ihn an die Unfallambulanz. 

Dort Aufruf/Anzeige, stets via Nummernsystem, nach gut 10 Minuten. Entfernung der Klammern mittels eines unmittelbar vorher in der Klinikapotheke zu besorgenden Klammerentfernungsgeräts durch eine dann schonend vorgehende Ärztin (oder Krankenschwester). Desinfizierung, Pflaster. Das war’s.

Auf zur Bezahlung! Selbstredend digital. (Geldscheine in China scheinen beinahe ausgestorben). Ich rechnete – Klammerentfernungsgerätchen plus ärztliche Begutachtung und anschließende Behandlung – mit umgerechnet bis zu ca.100 Euro, womöglich mehr. Tatsächlicher Gesamtbetrag: umgerechnet 8 (in Worten: acht!) Euro. Dazu kamen jeweils zwei etwa 45-minütige Taxifahrten. Pro Fahrt etwa 2,80 Euro. Was soll man da noch sagen?!

Im nächsten – und letzten Teil meiner Ausführungen – darf ich über Taiwan berichten. Dort, im Herkunftsland meiner Gattin, wo noch ihre 98-jährige, geistig frische, Mutter lebt, wollen wir uns vom 12.01. bis 28.01. aufhalten. Bis bald!

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Ronald Weinberger

Ronald Weinberger, Astronom und Schriftsteller, 1948 im oberösterreichischen Bad Schallerbach geboren, war von 1973 bis 1976 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Von 1977 bis zum Pensionsantritt im Dezember 2011 war Weinberger an der Universität Innsbruck am Institut für Astronomie (heute Institut für Astro- und Teilchenphysik) als Fachastronom tätig. Als Schriftsteller verfasst Weinberger humorvolle Kurzgedichte und Aphorismen, aber auch mehrere Sachbücher hat er in seinem literarischen Gepäck: Seine beiden letzten Bücher erschienen 2022 im Verlag Hannes Hofinger, im Februar das mit schrägem Humor punktende Werk "Irrlichternde Gedichte" und im September das Sachbuch „Die Astronomie und der liebe Gott“ mit dem ironischen, aber womöglich zutreffenden, Untertitel „Sündige Gedanken eines vormaligen Naturwissenschaftlers“.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Katharina Hell

    Es ist stets faszinierend, die Verkehrsverhältnisse in anderen Ländern zu beobachten. Für mich persönlich wäre dieser Straßenverkehr jedoch zu belastend. Die Frage, die sich stellt, ist, wie hoch die tägliche Unfallrate ist.
    Vielen Dank für die wirklich interessante Einsicht in Land und Leben! Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht.

  2. Rudolf Ostermann

    Wie immer ein Genuss ihren Essays folgen zu dürfen.

  3. Angelika Dobernigg

    Schon der erste Brief aus China war sehr interessant, er bestätigte zudem auch Aussagen aus den Nachrichten aus dem Mund dort lebender und arbeitender Menschen. Amüsant nun der zweite Brief. Auch in einem streng überwachten Staat (Kameras, Zensur des Internet) finden Menschen Nischen, ihre Persönlichkeit zu leben. Nur die Regierenden nicht laut kritisieren. Zum Thema Verhalten im Straßenverkehr: ich war vor 24 Jahren in Rom und traute mich die ersten Tage kaum die Straße zu überqueren. Die Ampeln waren nur da, um zu zeigen, dass es Strom gibt.

  4. Christine Thoman

    Da ich zwei Mal das Vergnügen hatte bei Reisen nach Taiwan dabei sein zu dürfen, freue ich mich immer über die interessanten Reiseberichte – und die sympathischen kommentierten persönlichen Eindrücke dazu☺️

  5. Franz Gruber

    Ein wunderbarer, lebenslustiger Bericht. Die Freude des Reisenden und Autors ist wahrhaftig und fühlbar.

  6. c. h. huber

    wie immer bin ich gespannt auf den nächsten bericht aus china. schön, das zu lesen, weil wir sehen, die chinesen sind nicht diese braven ameisen, wie wir sie uns oft vorstellen!

  7. Brigitte Kreisl-Walch

    Abgesehen vom Politikverbot leben die Menschen in China, zumindest in den Städten, recht frei und können ihr offensichtliches Temperament gut ausleben. Wäre interessant, das Landleben zu erforschen. Da wird sich gewiss Anderes abspielen. Ich frage mich immer, wer hier im Westen für die sehr negative Beurteilung Chinas verantwortlich ist. Für mich ist China sowieso die technische und wissenschaftliche Zukunft für unseren Planeten. Europa täte gut daran, sich mehr auf den Osten zu konzentrieren. Der Westen gehört nicht mehr zu den Besten !

  8. Wolfgang Mandl

    Die humorige Schilderung des Verkehrsverhaltens erinnert mich an eigene Erlebnisse in Süditalien mit einem Family-Van in Rom, Neapel, Sorrent….Es war wie in einem Wespen (Vespa) – Schwarm. Damals noch mit hochfrequent heulenden Zweitaktmotoren betriebene Zweiräder umschwärmten unter Missachtung aller Verkehrsregeln links, rechts, vorne im cm-Abstand unter ständiger Betätigung der Hupen mein Fahrzeug. Ich war in ständiger Sorge, eines dieser Geschoße zu erwischen, wobei erstaunlicherweise wenig passiert ist. Man muss also nicht unbedingt so weit reisen, um offensichtlich kulturübergreifendes, menschliches Verhalten zu studieren.
    Im übrigen, wenn Foshan auf der Fläche des Burgenlandes 9,5 Mio. Einwohner hat, dann sind das etwa 2500/km². Wien hat auf rund 400 km² immerhin rund 2 Mio. Menschen, das sind 5000 pro km² – es ist also etwa doppelt so dicht besiedelt! Wie angenehm das Burgenland: 75 Einwohner pro km²! Da lässt sich’s leben (In Tirol mit 61/km² auch).
    Noch viel Vergnügen in China, bin auf die Schilderungen über Taiwan gespannt!

  9. H. Hartl

    Sehr interessanter Einblick in das Alltagsleben einer chinesischen Großstadt!

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