Ronald Weinberger
Die Polizei verdient Achtung
und Zuneigung
Notizen
Ich mag Uniformen. Insbesondere dann, wenn Polizisten oder Polizistinnen in ihnen stecken. Österreichische; bevorzugt solche im Heiligen Land Tirol tätige. Bin ja keine Ulrike Meinhof, welche in der Ausgabe Nr. 15 von DER SPIEGEL vom 02.04.2026, anlässlich eines Artikels auf Seite 39 über die deutsche linksextreme Hammerbande, wie folgt zitiert wird: Alle Bullen sind Schweine. Zudem: Wer Uniform trage, sei kein Mensch.
Wer nun meint, jene Zeiten des Hasses gegen die Polizei seien unwiderruflich vorbei, irrt. Am 21.04.2026 wurde im deutschen Fernsehen, in der Tagesschau, ein 2-Minuten-Video von einem Kongress der Deutschen Polizeigewerkschaft gezeigt, in dem die wachsende Gewalt gegen Einsatzkräfte beklagt wird.
Das zunehmend im öffentlichen Raum auf deutschen Wänden und Mauern zu findende Akronym ACAB (All Cops Are Bastards) ist sinnbildlich dafür. Näheres: https://www.tagesschau.de/tagesschau_20_uhr/video-1577694.html
Ein typisch deutsches Phänomen? Keineswegs. Die Gewalt gegen Polizisten nimmt auch in Österreich zu. So verzeichnete man etwa in Vorarlberg (ich entnahm das einer KI-Meldung) innerhalb von 5 Jahren einen Anstieg der Gewalt gegen Polizisten um über 30 Prozent. In den Medien sind derlei Meldungen immer häufiger zu finden. Am Morgen des Tages etwa, an dem ich den vorliegenden Text redigierte (22.04.), las ich in tt.com die Überschrift Bei Gartenparty ausgerastet: Angriffe auf Tiroler Polizeibeamte. Unter anderem Fußtritte gegen die Beamten seien ausgeführt worden, war da zu erfahren.

Mich stellt stets der Anblick von Polizei zufrieden, wobei ein malerisches Ambiente das Seine dazu beiträgt, schreibt Ronald Weinberger, der dieses Foto am 31.03.2026 aufnahm.
Ich bin Zirler. Fahre gerne und häufig nach Innsbruck. Mit Öffis. Bin stets auf’s Neue erstaunt, wie recht bald in der Stadt ein Polizeiauto zu erblicken ist und vor allem, wie oft. Kurzum: Die Polizei-Präsenz in der Landeshauptstadt ist augenfällig. Zur Klarstellung: Mit Polizei hatte und habe ich nichts zu tun. Zumindest nicht unmittelbar. Meine Gattin sehr wohl. Aber die Polizei, ihr Vorhandensein und Wirken, erweckt mein Interesse.
Mir geht es hier um eine Würdigung polizeilichen Tuns. Polizeibedienstete holen für uns die Kastanien aus dem Feuer, indem sie z. B. Rechtsbrecher dingfest machen und teils abstrafen. Zu unserem Schutz. Dennoch wird das Wirken der Polizei von uns Bürgern selten angemessen gewürdigt.
Zudem denken wir zweifelsfrei eher selten daran, wie bisweilen psychisch und physisch verletzend polizeilich Angehaltene mit Polizeibediensteten verfahren. Ich ertrüge das kaum und meine daher: Liebe Polizei, Euch gebührt Achtung und diese nicht zu knapp. Zuneigung obendrein, sei betont, denn: was täten wir ohne Euch?
Aus welcher Quelle speist sich mein grundsätzliches Wohlwollen gegenüber der Polizei? Die Basis dafür wurde vor vielen Jahrzehnten gelegt. Anfang der 1970er-Jahre musste ich nämlich das jahrelange Wüten eines großen, auf die Zerstörung der damaligen gesellschaftlichen Ordnung zielenden linksradikalen Mobs in Heidelberg hautnah miterleben. Stets im Fokus der Verachtung, des Hasses: die Polizei. Ich beschrieb das damalige Geschehen schon im Schöpf-Blog: https://schoepfblog.at/ronald-weinberger-gefangene-raus-bullen-rein/
Bleibt noch aufzuklären, was ich oben mit meinem Satz Meine Gattin sehr wohl mein(t)e: Sie ist seit 4 Dezennien als Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Dolmetscherin (Chinesisch) tätig. Und erwähnt mir gegenüber ab und zu, wie ausnahmslos höflich und freundlich sich die Polizeibediensteten ihr gegenüber benehmen.
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grundsätzlich bin ich deiner meinung, lieber ronald, aber leider gibt es auch polizeibeamte, die durchaus unangenehm und unangemessen agieren – hatte zwar seltene, aber doch auch solche kontakte mit der polizei. andererseits bewunderte ich auch schon deren übermenschliche geduld mit unguten delinquenten, denen ich am liebsten eine reingehauen hätte.