Reinhard Walcher
Propaganda
Teil II
Trotz Millionen von Opfern nichts gelernt
Satire (?)

Definition laut Duden

Marxismus ist die von Marx und Engels begründete Lehre, die auf einer mit der Methode des dialektischen Materialismus erfolgenden Betrachtung der Gesellschaft beruht und die die revolutionäre Umgestaltung der Klassengesellschaft in eine klassenlose Gesellschaft zum Ziel hat.

Eine weise Einsicht

Der ehemalige und erste sozialistische, österreichische Bundeskanzler (von 1970 bis 1983) Bruno Kreisky soll zur Einsicht gelangt sein, der Staat brauche die Linken für das Soziale, die Konservativen für die Wirtschaft und die Rechten für die Sicherheit aller Bürger. Und wer als Junger nicht links sei, habe kein Herz. Aber wer als Erwachsener noch links sei, der habe kein Hirn.


Nichts gelernt

Der österreichische Nobelpreisträger für Wirtschaft Friedrich August von Hayek schrieb 1946 in seinem Buch Der Weg in die Knechtschaft, dass die kommunistisch-sozialistische Idee der absoluten Gleichheit unweigerlich in die Diktatur und weiterhin zum wirtschaftlichen Zusammenbruch führe. Was an den Beispielen China, Sowjetunion, Deutsche Demokratische Republik, Nordkorea oder Kuba hinlänglich bewiesen ist.

Die Kommunisten im Himmel


Hungersnöte

Im maoistisch-marxistischen China forderte um 1960 der sogenannte Große Sprung nach vorn unter Mao Zedong bis zu (geschätzten) 60 Millionen an Hunger gestorbene Bauern und Arbeiterinnen, weil sie – wie planwirtschaftlich vorgeschrieben – statt Reis anzubauen Stahlwerke und Staudämme bauen mussten. 

Mehr als fünf Millionen Bauern verhungerten allein in der Ukraine im Rahmen der Entkulakisierung um 1946 unter Josef Stalin in der leninistisch-marxistischen Diktatur der Sowjetunion. In Fidel Castros Kuba rollen heute noch amerikanische Autos aus den 1950-er Jahren durch die Straßen, in Nordkorea hungern alle, außer die Parteibonzen und der Clan um Diktator Kim Jong-un. 

Die klassenlos-gleichen Diktatoren, Tyrannen und ihre Apparatschiks, Mörder und Höflinge indes bildeten und bilden in all diesen Regimen eine neue Oberklasse, die das Volk ausbeutete und immer noch ausbeutet. Ganz so, wie es Karl Marx und Friedrich Engels überhaupt nicht geplant hatten.



Gleichheit. Freiheit. Solidarität.

Trotzdem geistert bis zum heutigen Tag das Gespenst des Kommunismus durch Europa und die Welt, wie es das Manifest von Marx und Engels einst beschworen hatte. Die Botschaft von der Gleichheit aller Menschen klingt allzu verlockend und hat sich in Form der Sozialdemokratie im politischen Westen ohnehin mittels des Wahlrechts für alle verankert. Der Sozialismus hat sein ursprüngliches Ziel – den Schutz der arbeitenden Klasse vor Ausbeutung – längst erreicht.

Die vielen Gesichter

Sie nennen sich nicht mehr Marxisten, sondern geistern in vielgestaltigen Verkleidungen durch die politischen Landschaften Europas: Grüne, Fundis, Wokisten, Queere (englisch für Seltsame), Linke, Sozialdemokraten sogar, Walretter, Atomkraftgegner, Intellektuelle und Künstlerinnen, Atheisten, Umweltschützer, Klimahysteriker und -innen, Energiewender, Hippies, radikale Feministinnen et cetera. 

Kurz all jene, mit deren Profession am freien (kapitalistischen) Markt kaum Geld zu machen ist. Und alle wollen ans Geld der reichen, weil tüchtigen Menschen – siehe Umverteilung, Erbrecht, Steuerprogression, Bürokratie, Orchideenwissenschaften und all die NGOs et cetera. 

Allesamt wollen sie nichts davon wissen, dass die goldenen Jahre, die uns seit dem Ende des 2. Weltkriegs gegönnt waren, von den hart, aber auch gern arbeitenden Frauen und Männern, kurz den geschmähten, verunglimpften, verhassten und gefürchteten spießigen Rechten also, ermöglicht wurden.

Und wieder die Juden

Dass die (unbewusst und/oder unwissend?) marxistischen Linksgrünen derzeit mit Islamisten und den linksextremen, sogenannten Antifaschisten (Antifa) gegen alles Rechtskonservative (und wiederum gegen die Juden) hasserfüllt und oft gewalttätig demonstrieren, macht fassungslos und lässt nur den einen Schluss zu: Sie wollen die westliche, aufgeklärte, philosophisch und technisch hoch entwickelte, humanistische Kultur und Zivilisation der klugen weißen, alten Männer und Frauen (!) zu Fall bringen. 

Kurz: die Art zu leben, wie wir es schätzen und gewohnt sind. Dafür wird sogar eine langfristige Wetterprognose als willkommenes Argument für die angestrebte Revolution, die sich als notwendige Transformation tarnt, eingesetzt. Und dann?

Eine geniale Propaganda

Wie üblich in quasireligiös-diktatorischen Zeiten darf man nicht mehr sagen, was ist, sondern nur, was sein soll. Zum Beispiel, dass die Nationalsozialisten, kurz die Nazis der deutschen Arbeiterpartei – wie ihr Name sagt – Sozialisten, also Linke waren.

Fortsetzung folgt demnächst …

Wenn Ihnen schoepfblog gefällt, bitten wir Sie, sich wöchentlich den schoepfblog-newsletter zukommen zu lassen, und Freundinnen und Freunde mit dem Hinweis auf einen Artikel Ihres Interesses zu animieren, es ebenso zu tun.


Weitere Möglichkeiten schoepfblog zu unterstützen finden Sie über diesen Link: schoepfblog unterstützen

Reinhard Walcher

Reinhard Walcher, Dipl.-Ing., Architekt, Blogger, Essayist, Karikaturist und Zeichner, Maler, Rettungsfahrer, Schilehrer und so weiter … (Jahrgang 1953) hat nach 15 Jahren den Architektenberuf an den Nagel gehängt und lebt seither als freischaffender Cartoonist und seit 2009 als Reiseschriftsteller Der Bimreiser.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Paul König

    Trifft mit simplen-klar formulierten Erklärungen den Nagel auf den Kopf und bringt so Klarheit in ein durchaus oft verwirrendes Thema. Danke Reinhard

Schreibe einen Kommentar