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Beiträge zu Politik, Wirtschaft, Medien & Musik
Kunst, Literatur & Alltagskultur
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Alois Schöpf, 100 Jahre Salzburger Festspiele – Das Gründungsstück des Festivals ist ein unsäglich verlogener, jedoch touristisch sehr einträglicher Schmarrn!
Wenn Thomas Bernhard immer wieder vom nationalsozialistisch-katholischen Österreich spricht, so ist diese Eigenschaft im Hinblick auf den Ersten Weltkrieg, die Entstehung der Republik und der Salzburger Festspiele durch die Begriffe „geldgierig“ und „touristisch“ zu ergänzen.
Norbert Hölzl: Innsbrucks verpfuschte Jahrhundertchance Maximilian: Steuermillionen und kein bisschen Glanz!
Das missglückte Jubiläumsjahr 2019 begann nicht 2019, sondern schon im Dezember 2018. Es gab die unterkühlte open- air Lasershow im Hof der Hofburg. Die Macher und Verdiener an dieser Show überschlugen sich mit Selbstlob. Das Presseecho fasste Walter Klier in der TT zusammen: Es war „für die Fisch“. Im ORF versuchte ich es mit einer milderen Formulierung. Ich zitierte Goethes Teufelsworte, die sich bestens für das Maximilianjahr eignen: „Ein großer Aufwand, schmählich! ist vertan.“
Elias Schneitter: Fettsack
Wenn du mir keine Freude bereiten willst,
dann lade mich zum Essen ein.
Früher hab ich mir immer irgendwelche Ausreden einfallen lassen, andere Termine vorgeschoben,
um solchen Freundlichkeiten
aus dem Weg zu gehn.
Heute benötige ich keine Ausflüchte mehr.
Dankend lehne ich ab: Adipositas.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Politisches Wolfsgeheul
Unser Landeshauptmann, der es in der Kunst des Nichtregierens zur wahren Meisterschaft gebracht hat, markiert wieder einmal den starken Mann und verkündet das Ende der Wolfsromantik. Leider haben solche Sprüche kurze Beine.
Gabriela Kompatscher: „Human-Animal Studies“ untersuchen die Beziehungen zwischen dem Menschen und anderen Tieren.
Wenn Sie bei der Lektüre des Titels des vorliegenden Artikels über das Wörtchen „anderen“ gestolpert sind, befinden Sie sich in bester Gesellschaft: Wer nicht gerade als Naturwissenschaftlerin tätig ist, wird sich durch den Hinweis, dass es sich auch bei Menschen um Tiere handelt, trotz besseren Wissens leicht irritiert fühlen.
Wie viele blöde Sendungen über Tirol und Innsbruck müssen wir uns vom ORF eigentlich noch gefallen lassen?
Das höchste medienpolitische Glück unserer Politiker besteht darin, regelmäßig in „Tirol heute“ vorzukommen und sich zumindest einmal im Jahr österreichweit zu blamieren. Angesichts einer solch niederschmetternden politischen Selbstdarstellung fällt es nicht weiter auf, wenn unser Land darüber hinaus von volkskulturellen Musikern und Moderatoren repräsentiert wird, bei denen man nicht weiß, ob die Probleme des einen mit dem Alkohol oder des anderen, die richtige Tonhöhe zu treffen, die größeren sind.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Nicht Inhalt, Show zählt!
Politik und Medien sind kommunizierende Gefäße. Politiker werden nicht mehr nach den Inhalten ihrer Rede beurteilt, sondern nach der Qualität ihrer Show. Dementsprechend liefern sie bald nur noch Show. Mühsame Debatten über Probleme und ihre Lösungen weichen den Parametern der richtigen Frisur, des passenden Anzugs und eines ansprechenden semierotischen Lächelns.
Reinhard Margreiter: Die anthropologische Differenz
Denn wo der Mensch thematisiert wird, muss auch sein Anderes – die Grenze und das Jenseits des Menschen – mitgedacht werden. Dieses Andere ist, in der Sicht der Tradition, einerseits Gott und andererseits das Tier. Wenn die Antifolie Gott gestrichen wird, bleibt die zweite Antifolie, das Tier, übrig.
Zu faul und/oder zu feig – Fortsetzung
Das Verhalten des Österreichischen Nationalrats und seines Petitionsausschusses ist im Hinblick auf eine in bereits vielen fortschrittlichen Staaten der Welt erfolgte Liberalisierung der Sterbehilfe feige und aufgrund der auch offen angestellten taktischen Überlegungen, welche Untätigkeit als günstigstes politisches Verhalten nahelegen, niederträchtig. Dieser Vorwurf kann vor allem jenen, die sich im privaten Gespräch liberal gebärden, nicht erspart werden und sollte viel öfter auch öffentlich formuliert werden.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Mensch und Wissenschaft
Endlich haben wir wieder ein Thema, das wir im Gespräch mit Verwandten und Freunden besser aussparen, um den Familienfrieden nicht zu gefährden. Denn wer lässt sich schon sagen, dass er, wie es die deutsche SPD-Chefin Saskia Esken ausgedrückt hat, ein Covidiot ist?
Zu faul und/oder zu feig
Alle Menschen sind sterblich. Von dieser Tatsache abgesehen vollzieht sich ihr Hinscheiden sehr verschieden. Nur 4 Prozent können das Privileg eines Idealtodes für sich in Anspruch nehmen, nämlich von einer Minute auf die andere, ohne es gleichsam selbst zu bemerken, aus dem Leben zu scheiden. Den übrigen 96 Prozent bleibt Leiden in dieser oder jener Weise nicht erspart. Wer zu welcher Gruppe gehört, weiß niemand. Insofern betrifft das Thema liberaler oder restriktiver Sterbehilfegesetze alle Staatsbürger eines Landes.
Marcel Looser: Plädoyer für die Vielgötterei
So bin ich mit den Jahren immer unsicherer geworden, ob der Monotheismus wirklich ein Fortschritt war, ob er nicht vielmehr in seiner Intoleranz, seinem Totalitarismus, seiner Missionierung, in den von ihm zumindest mitausgelösten Kriegen mehr Unheil angerichtet als Frieden gestiftet hat.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Penicillin statt Klunker
Nicht über die Entlassungen bei Swarovski Wattens sollte man sich wundern, sondern darüber, dass sie erst heute erfolgen. Denn wer braucht die Glitzersteinchen, von denen das Unternehmen seit Jahrzehnten lebt und die der immer größeren Eigentümerfamilie ein Luxusleben erlauben?
Nachtrag zu „Literarische Korrespondenz, Sehr geehrter Herr Mitterer…“ vom 22. Juli 2020 „Tiroler Tageszeitung, Apropos, In Palfraders Feenreich“ vom 20. Juli 2020
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Unverfrorenheit unser Volksdichter Felix Mitterer Dinge behauptet, die dann angeblich doch nicht stimmen bzw. mit welcher Ungeniertheit er von Journalisten recherchierte Fakten als Erfindung oder Übertreibung abqualifiziert. Erstaunlich ist aber auch, mit welcher Adoration ihn dabei manche meiner Kollegen aus den Kulturredaktionen begleiten.
Hansjörg Pichler: Tiroler Volksschauspiele-Knatsch
Der Aufstand des Altvereins Tiroler Volksschauspiele gegen die neue Tiroler Volksschauspiele GmbH wurmt mich. Als einer, der von Berufs wegen schreiben darf, halte ich privat mit meinen Gedanken und Emotionen gerne haus und mich raus – vor allem auf diesem Kanal. Doch das Wurmen hat gesiegt.
Alois Schöpf, 100 Jahre Salzburger Festspiele – Das Gründungsstück des Festivals ist ein unsäglich verlogener, jedoch touristisch sehr einträglicher Schmarrn!
Wenn Thomas Bernhard immer wieder vom nationalsozialistisch-katholischen Österreich spricht, so ist diese Eigenschaft im Hinblick auf den Ersten Weltkrieg, die Entstehung der Republik und der Salzburger Festspiele durch die Begriffe „geldgierig“ und „touristisch“ zu ergänzen.
Norbert Hölzl: Innsbrucks verpfuschte Jahrhundertchance Maximilian: Steuermillionen und kein bisschen Glanz!
Das missglückte Jubiläumsjahr 2019 begann nicht 2019, sondern schon im Dezember 2018. Es gab die unterkühlte open- air Lasershow im Hof der Hofburg. Die Macher und Verdiener an dieser Show überschlugen sich mit Selbstlob. Das Presseecho fasste Walter Klier in der TT zusammen: Es war „für die Fisch“. Im ORF versuchte ich es mit einer milderen Formulierung. Ich zitierte Goethes Teufelsworte, die sich bestens für das Maximilianjahr eignen: „Ein großer Aufwand, schmählich! ist vertan.“
Elias Schneitter: Fettsack
Wenn du mir keine Freude bereiten willst,
dann lade mich zum Essen ein.
Früher hab ich mir immer irgendwelche Ausreden einfallen lassen, andere Termine vorgeschoben,
um solchen Freundlichkeiten
aus dem Weg zu gehn.
Heute benötige ich keine Ausflüchte mehr.
Dankend lehne ich ab: Adipositas.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Politisches Wolfsgeheul
Unser Landeshauptmann, der es in der Kunst des Nichtregierens zur wahren Meisterschaft gebracht hat, markiert wieder einmal den starken Mann und verkündet das Ende der Wolfsromantik. Leider haben solche Sprüche kurze Beine.
Gabriela Kompatscher: „Human-Animal Studies“ untersuchen die Beziehungen zwischen dem Menschen und anderen Tieren.
Wenn Sie bei der Lektüre des Titels des vorliegenden Artikels über das Wörtchen „anderen“ gestolpert sind, befinden Sie sich in bester Gesellschaft: Wer nicht gerade als Naturwissenschaftlerin tätig ist, wird sich durch den Hinweis, dass es sich auch bei Menschen um Tiere handelt, trotz besseren Wissens leicht irritiert fühlen.
Wie viele blöde Sendungen über Tirol und Innsbruck müssen wir uns vom ORF eigentlich noch gefallen lassen?
Das höchste medienpolitische Glück unserer Politiker besteht darin, regelmäßig in „Tirol heute“ vorzukommen und sich zumindest einmal im Jahr österreichweit zu blamieren. Angesichts einer solch niederschmetternden politischen Selbstdarstellung fällt es nicht weiter auf, wenn unser Land darüber hinaus von volkskulturellen Musikern und Moderatoren repräsentiert wird, bei denen man nicht weiß, ob die Probleme des einen mit dem Alkohol oder des anderen, die richtige Tonhöhe zu treffen, die größeren sind.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Nicht Inhalt, Show zählt!
Politik und Medien sind kommunizierende Gefäße. Politiker werden nicht mehr nach den Inhalten ihrer Rede beurteilt, sondern nach der Qualität ihrer Show. Dementsprechend liefern sie bald nur noch Show. Mühsame Debatten über Probleme und ihre Lösungen weichen den Parametern der richtigen Frisur, des passenden Anzugs und eines ansprechenden semierotischen Lächelns.
Reinhard Margreiter: Die anthropologische Differenz
Denn wo der Mensch thematisiert wird, muss auch sein Anderes – die Grenze und das Jenseits des Menschen – mitgedacht werden. Dieses Andere ist, in der Sicht der Tradition, einerseits Gott und andererseits das Tier. Wenn die Antifolie Gott gestrichen wird, bleibt die zweite Antifolie, das Tier, übrig.
Zu faul und/oder zu feig – Fortsetzung
Das Verhalten des Österreichischen Nationalrats und seines Petitionsausschusses ist im Hinblick auf eine in bereits vielen fortschrittlichen Staaten der Welt erfolgte Liberalisierung der Sterbehilfe feige und aufgrund der auch offen angestellten taktischen Überlegungen, welche Untätigkeit als günstigstes politisches Verhalten nahelegen, niederträchtig. Dieser Vorwurf kann vor allem jenen, die sich im privaten Gespräch liberal gebärden, nicht erspart werden und sollte viel öfter auch öffentlich formuliert werden.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Mensch und Wissenschaft
Endlich haben wir wieder ein Thema, das wir im Gespräch mit Verwandten und Freunden besser aussparen, um den Familienfrieden nicht zu gefährden. Denn wer lässt sich schon sagen, dass er, wie es die deutsche SPD-Chefin Saskia Esken ausgedrückt hat, ein Covidiot ist?
Zu faul und/oder zu feig
Alle Menschen sind sterblich. Von dieser Tatsache abgesehen vollzieht sich ihr Hinscheiden sehr verschieden. Nur 4 Prozent können das Privileg eines Idealtodes für sich in Anspruch nehmen, nämlich von einer Minute auf die andere, ohne es gleichsam selbst zu bemerken, aus dem Leben zu scheiden. Den übrigen 96 Prozent bleibt Leiden in dieser oder jener Weise nicht erspart. Wer zu welcher Gruppe gehört, weiß niemand. Insofern betrifft das Thema liberaler oder restriktiver Sterbehilfegesetze alle Staatsbürger eines Landes.
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Nicht über die Entlassungen bei Swarovski Wattens sollte man sich wundern, sondern darüber, dass sie erst heute erfolgen. Denn wer braucht die Glitzersteinchen, von denen das Unternehmen seit Jahrzehnten lebt und die der immer größeren Eigentümerfamilie ein Luxusleben erlauben?
Nachtrag zu „Literarische Korrespondenz, Sehr geehrter Herr Mitterer…“ vom 22. Juli 2020 „Tiroler Tageszeitung, Apropos, In Palfraders Feenreich“ vom 20. Juli 2020
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Unverfrorenheit unser Volksdichter Felix Mitterer Dinge behauptet, die dann angeblich doch nicht stimmen bzw. mit welcher Ungeniertheit er von Journalisten recherchierte Fakten als Erfindung oder Übertreibung abqualifiziert. Erstaunlich ist aber auch, mit welcher Adoration ihn dabei manche meiner Kollegen aus den Kulturredaktionen begleiten.
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