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Beiträge zu Politik, Wirtschaft, Medien & Musik
Kunst, Literatur & Alltagskultur
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Bettina Maria König, Valentinstag, Short Story
Er lässt die Tür ins Schloss fallen, stellt die Tasche ab und will, wie er es gewöhnt ist, aus Mantel und Schuhen schlüpfen, überlegt es sich dann aber anders und schlurft mit schweren Schritten den vertrauten Flur entlang Richtung Küche.
Tiroler Tageszeitung, Bitte nicht so jammern!
Die meisten verbinden mit dem Aschermittwoch ohnehin nur noch den Heringsschmaus. Da dieser heuer ausfällt, ist die Gelegenheit günstig, sich an den Spruch zu erinnern, der uns früher zum Anlass dieses Tages eingebläut wurde: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“
Helmuth Schönauer: INNS LOCH, Short Story
Am Morgen reiben wir uns den Frächterhonig aus den Augen. Was so poetisch klingt, ist in Wirklichkeit die harte Maßnahme zum Überleben, wenn der Wind ungünstig steht. Hier im Westen ist zwar das Wasser des Inns besser als im Osten, weil die Patrioten noch nicht hineingemacht haben.
Hannes Hofinger, Im Krankenhaus, Short Story
Arzt: „Wie geht es Ihnen mit dem Stuhl? Hatten Sie heute schon Stuhlgang?“
Patient 1: „Wos hat es g´sagt?“
Patient 2: „Ob Du heit scho g´schissen hast, mecht er wissen.“
Pantient 1: „Jwoll, hob i schon.“
Elias Schneitter, Neonazis und Holocaust-Leugner
Kürzlich ist ein Briefwechsel zwischen dem von mir geschätzten jüdischen und linken Dichter Erich Fried und dem verurteilten Neonazi und Holocaust-Leugner Michael Kühnen öffentlich gemacht worden.
Alois Schöpf, Am Beispiel Blümel, Essay
Frau Meinl-Reisinger hat es auf den Punkt gebracht, als sie verkündete, „das Strafrecht könne nicht die letzte Linie für die Verantwortung von Politikern sein, da müsse man schon wesentlich früher ansetzen.“
Bravo Frau Abgeordnete, gut gesagt!
Nur: Wer ist „man“?
Gesamttext: Norbert Hölzl, Das Heilige Land Tirol war einst das unheiligste der Christenheit.
Vom Konzil in Trient stammt unser heutiges Glaubensbekenntnis, in das sogar Pontius Pilatus Eingang fand. Nach dem Konzil hieß es auch in Tirol die Ärmel hochzukrempeln und alle wieder katholisch zu machen. Die neuen Ideen Luthers hatten sich rasch im Transit- und Bergwerksland verbreitet.
Norbert Hölzl, Das Heilige Land Tirol war einst das unheiligste der Christenheit. 3. Teil: Antisemitismus und religiöse Intoleranz
Als 1985 Bischof Stecher die grässliche antisemitische Propaganda verdecken ließ und den verrückten Anderl- Kult abschaffte, setzte es einen Sturm der Entrüstung vonseiten selbsternannter Vorkämpfer des Heiligen Landes Tirol.
Alois Schöpf: Die Tirolerei hat ausgedient, Essay
Als Tiroler zuckt man längst erschrocken zurück, wenn Landespolitiker im Fernsehen auftreten. Widerständigkeit und Opferrolle sind kein Ersatz für naturwissenschaftliche Fakten.
Anton Adlers Notizen aus der Provinz, „Wenn Rom Dich allzu sehr erregt – dann gehe einen Sonderweg!“
Im Land, das bekannter Weise die einzige wirklich autonome Autonomie der Welt genießt, war den Entscheidungs-, Verantwortungs- und Aktenträgern mit weinbergwegmedialer Kanonenrückendeckung von vorneherein klar: Rom vergeigt die Pandemiebekämpfung sowieso!
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Kaufhaus Österreich
Mit der für marketingtrainierte Manager typischen Ungeniertheit versuchte Margarete Schramböck dieser Tage das missglückte Unternehmen, um viel Steuergeld in Österreich ein regional verortetes Online-Kaufhaus aufzubauen, mit der Bemerkung vom Tisch zu wischen: „Wenn man nichts tut, kann auch nichts kritisiert werden.“
Elias Schneitter, Nerviger Journalismus
Kurz gesagt, was immer die Politik unternimmt, ist falsch. Manchmal verspüre ich schon Mitleid mit den Politikern. Und manchmal frage ich mich, warum die klugen Medienleute nicht selbst in die Politik gehen.
Helmuth Schönauer: Zweier. Eine Verhunzung zu Norbert Gstreins Einer.
Der wahre Wert der Verhunzung lässt sich erst nach Jahrzehnten erkennen, wenn Original und Verhunzung in gleicher Weise verschimmelt sind und sich herausstellt, dass die Verhunzung oft resistenter ist als die Steilvorlage.
Elias Schneitter, Eine Platane in der Stadt
Im Zuge des U5-Baues sollte eine Plantane gefällt werden. Um das zu verhindern, kamen die Wiener Linien mit Naturschützern und dem Baumchirurgen Martin Sallner überein, die Platane zum Schmerlingplatz vor dem Justizpalast zu transferieren.
Alois Schöpf, Ungeliebte Trachten, ungeliebte Uniformen. Leute, die das gemeinsame Musizieren lieben, müssen nicht auch Trachten und historische Uniformen lieben. Essay
Wir können noch so viel zeitgenössische Bläsermusik von David Maslanka, Thomas Doss und gar von John Corigliano spielen, zuletzt stehen wir erst wieder vor einer Kirche oder dem Gemeindeamt und warten, bis sich der Pfarrer umgekleidet hat und gemeinsam mit dem Bürgermeister die Front abschreitet.
Bettina Maria König, Valentinstag, Short Story
Er lässt die Tür ins Schloss fallen, stellt die Tasche ab und will, wie er es gewöhnt ist, aus Mantel und Schuhen schlüpfen, überlegt es sich dann aber anders und schlurft mit schweren Schritten den vertrauten Flur entlang Richtung Küche.
Tiroler Tageszeitung, Bitte nicht so jammern!
Die meisten verbinden mit dem Aschermittwoch ohnehin nur noch den Heringsschmaus. Da dieser heuer ausfällt, ist die Gelegenheit günstig, sich an den Spruch zu erinnern, der uns früher zum Anlass dieses Tages eingebläut wurde: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“
Helmuth Schönauer: INNS LOCH, Short Story
Am Morgen reiben wir uns den Frächterhonig aus den Augen. Was so poetisch klingt, ist in Wirklichkeit die harte Maßnahme zum Überleben, wenn der Wind ungünstig steht. Hier im Westen ist zwar das Wasser des Inns besser als im Osten, weil die Patrioten noch nicht hineingemacht haben.
Hannes Hofinger, Im Krankenhaus, Short Story
Arzt: „Wie geht es Ihnen mit dem Stuhl? Hatten Sie heute schon Stuhlgang?“
Patient 1: „Wos hat es g´sagt?“
Patient 2: „Ob Du heit scho g´schissen hast, mecht er wissen.“
Pantient 1: „Jwoll, hob i schon.“
Elias Schneitter, Neonazis und Holocaust-Leugner
Kürzlich ist ein Briefwechsel zwischen dem von mir geschätzten jüdischen und linken Dichter Erich Fried und dem verurteilten Neonazi und Holocaust-Leugner Michael Kühnen öffentlich gemacht worden.
Alois Schöpf, Am Beispiel Blümel, Essay
Frau Meinl-Reisinger hat es auf den Punkt gebracht, als sie verkündete, „das Strafrecht könne nicht die letzte Linie für die Verantwortung von Politikern sein, da müsse man schon wesentlich früher ansetzen.“
Bravo Frau Abgeordnete, gut gesagt!
Nur: Wer ist „man“?
Gesamttext: Norbert Hölzl, Das Heilige Land Tirol war einst das unheiligste der Christenheit.
Vom Konzil in Trient stammt unser heutiges Glaubensbekenntnis, in das sogar Pontius Pilatus Eingang fand. Nach dem Konzil hieß es auch in Tirol die Ärmel hochzukrempeln und alle wieder katholisch zu machen. Die neuen Ideen Luthers hatten sich rasch im Transit- und Bergwerksland verbreitet.
Norbert Hölzl, Das Heilige Land Tirol war einst das unheiligste der Christenheit. 3. Teil: Antisemitismus und religiöse Intoleranz
Als 1985 Bischof Stecher die grässliche antisemitische Propaganda verdecken ließ und den verrückten Anderl- Kult abschaffte, setzte es einen Sturm der Entrüstung vonseiten selbsternannter Vorkämpfer des Heiligen Landes Tirol.
Alois Schöpf: Die Tirolerei hat ausgedient, Essay
Als Tiroler zuckt man längst erschrocken zurück, wenn Landespolitiker im Fernsehen auftreten. Widerständigkeit und Opferrolle sind kein Ersatz für naturwissenschaftliche Fakten.
Anton Adlers Notizen aus der Provinz, „Wenn Rom Dich allzu sehr erregt – dann gehe einen Sonderweg!“
Im Land, das bekannter Weise die einzige wirklich autonome Autonomie der Welt genießt, war den Entscheidungs-, Verantwortungs- und Aktenträgern mit weinbergwegmedialer Kanonenrückendeckung von vorneherein klar: Rom vergeigt die Pandemiebekämpfung sowieso!
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Kurz gesagt, was immer die Politik unternimmt, ist falsch. Manchmal verspüre ich schon Mitleid mit den Politikern. Und manchmal frage ich mich, warum die klugen Medienleute nicht selbst in die Politik gehen.
Helmuth Schönauer: Zweier. Eine Verhunzung zu Norbert Gstreins Einer.
Der wahre Wert der Verhunzung lässt sich erst nach Jahrzehnten erkennen, wenn Original und Verhunzung in gleicher Weise verschimmelt sind und sich herausstellt, dass die Verhunzung oft resistenter ist als die Steilvorlage.
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Im Zuge des U5-Baues sollte eine Plantane gefällt werden. Um das zu verhindern, kamen die Wiener Linien mit Naturschützern und dem Baumchirurgen Martin Sallner überein, die Platane zum Schmerlingplatz vor dem Justizpalast zu transferieren.
Alois Schöpf, Ungeliebte Trachten, ungeliebte Uniformen. Leute, die das gemeinsame Musizieren lieben, müssen nicht auch Trachten und historische Uniformen lieben. Essay
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