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Beiträge zu Politik, Wirtschaft, Medien & Musik
Kunst, Literatur & Alltagskultur
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Franz Tschurtschenthaler, Südtirol ohne Maske, Zehnter Brief
Zumindest in bestimmten Kreisen ist es auf der Südseite der Alpen schwierig, so etwas wie Privacy aufrecht zu halten. Jeder weiß über das Leben der anderen bestens Bescheid und ist zum Teil sogar aktiv darin involviert – mehr oder weniger stark. Und wird deshalb natürlich auch auf das Heftigste kritisiert, sobald er etwas tut, was „man“ eben nicht tut. Z.B. Dinge laut sagen oder sogar öffentlich niederschreiben.
Literarische Korrespondenz, Sehr geehrter Herr Dr. Dittlbacher… Sehr geehrter Herr Hladik… Betrifft: Qualität von Hoch- und Fachhochschulen
So kann ich auf Fachkollegen verweisen, die in ihrer Jugend vor allem als pfuschende Handwerker am Bau tätig waren, durch einen gefinkelten Schachzug einer Wirtschaftskammer (Innung) innerhalb eines halben Jahres den Meisterbrief bekommen haben und jetzt nach ihrem Namen „MSc“ dazuschreiben dürfen.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Achtung Hochschule!
Die Plagiatsaffäre der ehemaligen Arbeits- und Familienministerin Aschbacher ist inklusive österreichischer Titelsucht, Abschlusses in der Slowakei und hanebüchenem Deutsch zutiefst peinlich. Dennoch wäre es zu einfach, die Schuld nur bei einer Politikerin zu suchen, die vor den tragischen Scherben ihrer Existenz steht.
Hannes Hofinger, WK-Chef hat kein Problem, seinen Landsleuten den Schlaf zu rauben.
Herr Walser! Ist Ihnen eine Anerkennung in Bayern und Italien wichtiger als die Gesundheit Ihrer Tiroler Landsleute? In „Tirol Heute“ bedauern Sie einen Frächter, der im August einen neuen LKW angeschafft hat und nun im Jänner plötzlich nicht mehr damit fahren darf. Warum machen Sie das? Warum verkürzen Sie die Wahrheit?
Helmuth Schönauer, Bitcoin-Bunker, Short Story
„Zurück, zurück! Verlassen Sie sofort die Stichgasse!“ Eine Polizistin und ein Polizist lösen sich im Streifenwagen ab, um diese Nachricht wohlgegendert an ein paar Flaneure und Stehpassanten zu übermitteln, die widerwillig aus der Nagillergasse abgedrängt werden sollen. Der Streifenwagen ist geschlechtlich ausgewogen besetzt. Die Diversen schauen wieder einmal durch die Finger.
Elias Schneitter, Todesmeldungen, ein Familienbetrieb und die neuen Zeiten
Für den TT-Leser gehören die Todesanzeigen ohne Zweifel zu den interessanteren Teilen der Zeitung. Etwas respektlos kann man immer wieder hören, wenn diese Seiten aufgeschlagen werden, man müsse nachschauen, wer das TT-Abonnement gekündigt hat. Je älter man wird, desto häufiger stößt man auf bekannte Gesichter und das stimmt einen natürlich nachdenklich.
Alois Schöpf: Zu satt, zu ignorant und zu selbstbezogen. Fortsetzung: 2. Für das Theater: Peter Handke, Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard. Essay
Denn nur wer zu begreifen imstande ist, in welchem Ausmaß ein breites und im Prinzip gut- und lernwilliges Publikum durch Leute wie Boulez, Handke, Jelinek, Bernhard und ihre zahllosen Replikanten vor den Kopf gestoßen wurde, kann nachvollziehen, dass die Corona-bedingten ökonomischen Nöte vieler Kulturschaffender auf wenig Empathie stoßen und gesellschaftspolitisch nicht wahrgenommen werden.
Literarische Korrespondenz, Betrifft: Corona, Freiheit des Bürgers und Maßnahmen der Regierung
Aktuell stellt sich wohl die Beschaffung des Impfstoffes als geradezu fahrlässig dar. Mir haben Politikinsider durchaus nachvollziehbar erklärt, dass man eben auf den billigeren Impfstoff gesetzt hat, der immer noch keine Zulassung hat und auch deshalb jetzt die Situation entstanden ist, dass wegen offenkundiger Versäumnisse Menschen sterben werden.
Alois Schöpf: Kunst oder Eitelkeit mit Staberl, Beim Dirigieren geht es nicht um Schlagtechnik, sondern darum, etwas zu sagen zu haben. Essay
Der folgende Artikel wird viele ärgern, insbesondere solch honorige Persönlichkeiten, die manchmal oder gar ein Leben lang ihr Selbstbewusstsein aufmöbelten, indem sie versuchten, armen Schülern, die verehrungsbereit zu ihnen aufschauten, das Dirigieren beizubringen.
Helmuth Schönauer, Die Am-besten-zu-vergessen-Liste, Stichpunkt
Jahrzehntelang ist der Autor dieser Zeilen mit diversen Literaturdefinitionen über Land in die Büchereien gefahren und hat zu erklären versucht, dass kein Weg daran vorbeiführt, Literatur selbst zu lesen, wenn man sich auf sie einlassen will.
Nun aber tut der in allen Belangen Konsum-affine Leser alles, um nicht selbst lesen zu müssen, denn das ist tatsächlich anstrengend.
Elias Schneitter, Herdenimmunität
Laut TT vom 28.12.2020 wollen sich 57 % der Tiroler*innen nicht gegen Covid impfen lassen. Zu groß ist die Angst wegen etwaiger Neben- bzw. Folgewirkungen. Damit wir die Pandämie, in der wir knöcheltief stecken, überwinden können, müsste eine Herdenimmunität von ca 70 % der Bevölkerung erreicht werden.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Sind wir noch regierbar?
In einem Punkt hatte Österreich wirklich Glück. Stellen Sie sich vor, die türkisblaue Regierung wäre nicht durch die nach wie vor äußerst aufklärungsbedürftige Realityshow in Ibiza in die Luft gesprengt worden und Frau Hartinger-Klein wäre Gesundheitsministerin, Herr Kickl Innenminister und Herr Strache Vizekanzler.
Helmuth Schönauer, Inka Tirol, Stichpunkt
Wieder einmal geht ein Bild als Ikone um die Welt. Ein japanischer Boxlehrer steht auf einer Anhöhe von Machu Picchu und weint, seine Tränen fließen die menschenleeren Terrassen hinab. Fast ein Jahr lang war er in Peru Opfer einer Quarantäne geworden, jetzt durfte er als Belohnung ganz allein die Ruinenstadt der Inka besuchen.
Elias Schneitter, Die Heiligen Drei Könige
In einem Leserbrief der TT bezieht sich eine Schreiberin auf einen Kommentar in der Rubrik „Brief an Tirol“ von Martin Kolozs. Darin geht der Autor als ehemaliger Ministrant auf den überzogenen Rassismus-Vorwurf wegen des Mohrs ein. Dieser darf inzwischen ja nicht mehr „geschwärzt“ werden und wird nun durch einen Weißen ersetzt.
Alois Schöpf: Zu satt, zu ignorant und zu selbstbezogen. Der Jammer der Kulturschaffenden über ihre Bedeutungslosigkeit, an der sie selbst schuld sind. Essay
Aus den Zimmerfluchten seiner römischen Renaissancepaläste rief Papst Franziskus zur Unterstützung der Kulturschaffenden auf: „Die Welt braucht Schönheit, um nicht in Verzweiflung zu versinken.“
Franz Tschurtschenthaler, Südtirol ohne Maske, Zehnter Brief
Zumindest in bestimmten Kreisen ist es auf der Südseite der Alpen schwierig, so etwas wie Privacy aufrecht zu halten. Jeder weiß über das Leben der anderen bestens Bescheid und ist zum Teil sogar aktiv darin involviert – mehr oder weniger stark. Und wird deshalb natürlich auch auf das Heftigste kritisiert, sobald er etwas tut, was „man“ eben nicht tut. Z.B. Dinge laut sagen oder sogar öffentlich niederschreiben.
Literarische Korrespondenz, Sehr geehrter Herr Dr. Dittlbacher… Sehr geehrter Herr Hladik… Betrifft: Qualität von Hoch- und Fachhochschulen
So kann ich auf Fachkollegen verweisen, die in ihrer Jugend vor allem als pfuschende Handwerker am Bau tätig waren, durch einen gefinkelten Schachzug einer Wirtschaftskammer (Innung) innerhalb eines halben Jahres den Meisterbrief bekommen haben und jetzt nach ihrem Namen „MSc“ dazuschreiben dürfen.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Achtung Hochschule!
Die Plagiatsaffäre der ehemaligen Arbeits- und Familienministerin Aschbacher ist inklusive österreichischer Titelsucht, Abschlusses in der Slowakei und hanebüchenem Deutsch zutiefst peinlich. Dennoch wäre es zu einfach, die Schuld nur bei einer Politikerin zu suchen, die vor den tragischen Scherben ihrer Existenz steht.
Hannes Hofinger, WK-Chef hat kein Problem, seinen Landsleuten den Schlaf zu rauben.
Herr Walser! Ist Ihnen eine Anerkennung in Bayern und Italien wichtiger als die Gesundheit Ihrer Tiroler Landsleute? In „Tirol Heute“ bedauern Sie einen Frächter, der im August einen neuen LKW angeschafft hat und nun im Jänner plötzlich nicht mehr damit fahren darf. Warum machen Sie das? Warum verkürzen Sie die Wahrheit?
Helmuth Schönauer, Bitcoin-Bunker, Short Story
„Zurück, zurück! Verlassen Sie sofort die Stichgasse!“ Eine Polizistin und ein Polizist lösen sich im Streifenwagen ab, um diese Nachricht wohlgegendert an ein paar Flaneure und Stehpassanten zu übermitteln, die widerwillig aus der Nagillergasse abgedrängt werden sollen. Der Streifenwagen ist geschlechtlich ausgewogen besetzt. Die Diversen schauen wieder einmal durch die Finger.
Elias Schneitter, Todesmeldungen, ein Familienbetrieb und die neuen Zeiten
Für den TT-Leser gehören die Todesanzeigen ohne Zweifel zu den interessanteren Teilen der Zeitung. Etwas respektlos kann man immer wieder hören, wenn diese Seiten aufgeschlagen werden, man müsse nachschauen, wer das TT-Abonnement gekündigt hat. Je älter man wird, desto häufiger stößt man auf bekannte Gesichter und das stimmt einen natürlich nachdenklich.
Alois Schöpf: Zu satt, zu ignorant und zu selbstbezogen. Fortsetzung: 2. Für das Theater: Peter Handke, Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard. Essay
Denn nur wer zu begreifen imstande ist, in welchem Ausmaß ein breites und im Prinzip gut- und lernwilliges Publikum durch Leute wie Boulez, Handke, Jelinek, Bernhard und ihre zahllosen Replikanten vor den Kopf gestoßen wurde, kann nachvollziehen, dass die Corona-bedingten ökonomischen Nöte vieler Kulturschaffender auf wenig Empathie stoßen und gesellschaftspolitisch nicht wahrgenommen werden.
Literarische Korrespondenz, Betrifft: Corona, Freiheit des Bürgers und Maßnahmen der Regierung
Aktuell stellt sich wohl die Beschaffung des Impfstoffes als geradezu fahrlässig dar. Mir haben Politikinsider durchaus nachvollziehbar erklärt, dass man eben auf den billigeren Impfstoff gesetzt hat, der immer noch keine Zulassung hat und auch deshalb jetzt die Situation entstanden ist, dass wegen offenkundiger Versäumnisse Menschen sterben werden.
Alois Schöpf: Kunst oder Eitelkeit mit Staberl, Beim Dirigieren geht es nicht um Schlagtechnik, sondern darum, etwas zu sagen zu haben. Essay
Der folgende Artikel wird viele ärgern, insbesondere solch honorige Persönlichkeiten, die manchmal oder gar ein Leben lang ihr Selbstbewusstsein aufmöbelten, indem sie versuchten, armen Schülern, die verehrungsbereit zu ihnen aufschauten, das Dirigieren beizubringen.
Helmuth Schönauer, Die Am-besten-zu-vergessen-Liste, Stichpunkt
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