Helmuth Schönauer
Heimatkrimis aus Tirol
Stichpunkt

Seit die Krimis mit KI generiert werden, kommen nicht mehr fertige Bücher in den Handel, sondern man lässt sich hochwertige Prompts zuschicken. Diese können dann bei Gefallen vom User über die KI zu einem echten Krimi ausgebaut werden.

Spitzenreiter im Genre Heimatkrimi ist die Qual-Serie aus Tirol, die aus jedem Ort einen Tatort freier Wahl anbieten kann, der besonders authentisch wirkt. Hier die Top-Ten-Prompts aus dem Herbst 2025!

1. Gequälte Leber. Ein Kolsass-Krimi

Neben dem Kreisverkehr findet der Hund eines pensionierten LKW-Fahrers ein Stück Leber, das in der Nacht einem Mitglied des Gemeinderates herausgeschnitten worden ist. Der Ermittler hat in eben dieser Nacht einen Hörsturz erlitten und geht sehr verhalten an den Fall heran.

2. Gequältes Rückgrat. Ein Lermoos-Krimi

Als zwei Geologen aus der Hauptstadt Erkundungen für eine zweite Tunnelröhre aufnehmen, stoßen sie auf ein frisch filetiertes blutiges Rückgrat, das sie wegen der starken Krümmung spontan einem Einheimischen zuschreiben. Die Spurensicherung der Behörde wird von starkem Anrainerprotest behindert.

3. Gequältes Hirn. Ein Virgen-Krimi

In der Nähe der Sonnenuhr findet ein Gemeindearbeiter ein Stück Hirn, dem er keine besondere Bedeutung zumisst, zumal immer wieder beim Widder-Umzug rund um Ostern Hirne abgelegt werden. Eine zufällig des Wegs kommende Ermittlerin hat soeben einen Volkskunde-Bachelor abgeschlossen, was ihr bei der Arbeit mit den Einheimischen hilft.

4. Gequälter Magen. Ein Gerlos-Krimi

Auf der Suche nach dem berühmten Holzständerbau ‚Maria zur kühlen Rast‘ stoßen zwei Holzbaulehrlinge auf eine immense Pfütze an Erbrochenem, die auf einen Todesfall schließen lässt, zumal Teile des Magens miterbrochen worden sind. Der Ermittler gibt zuerst die GPS-Koordinaten ein, ehe er das Erbrochene mit der Dienstkamera dokumentiert.



5. Gequälter Darm. Ein Kössen-Krimi.

Unterhalb der Absprungschanze für diverse Luftsportarten sind überraschend viele Darmspuren versprüht, darunter auch ein unförmiges Gebilde, das einen herausgerissenen After markieren könnte. Der Ermittler ist bei der Anfahrt mehrmals mit dem E-Auto hängengeblieben, was den Start der Untersuchungen verzögert.

6. Gequälte Blase. Ein Kaltenbach-Krimi

Eine Spaziergängerin mit angeleintem Hund wird am Dorfrand von starkem Urin-Geruch heimgesucht, als sie den Hund loslässt, schlägt er hinter einem Erdhaufen an der Blase eines Toten an. Die Ermittlerin lässt sich über Funk ein paar Pandemie-Masken nachschicken, die ein Polizeischüler rasch vorbeibringt.

7. Gequältes Genital. Ein Fieberbrunn-Krimi

In der Nähe einer illegalen Ordination, in der Geschlechtsumwandlungen stattfinden, hat jemand ein Bio-Sackerl mit zwei stark gebrauchten Genitalien unterschiedlicher Bauart abgelegt. Die forensische Erhebungskette wird in Gang gesetzt.

8. Gequälte Lunge. Ein Sellrain-Krimi

Am Bachbett der Melach wird in einer Überschwemmungspause ein Stück Lunge angespült, die offensichtlich einem Delinquenten herausgeprügelt worden ist. Auf einem Zettel ist ein unmissverständlicher Befehl angefügt: Spuck es aus! Der Ermittler zieht einen Kalligraphen zu Rate, der sich aber für unzuständig erklärt.

9. Gequälte Niere. Ein Niederndorf-Krimi

Ein Freizeit-Archäologe tritt auf seinem Urlaubsspaziergang beinahe in die Glieder einer Steinkette, die wie von Außerirdischen aufgefädelt am Wegesrand liegt. Die herbeigeholte Forensikerin erkennt in dem Gebilde eine Ansammlung von Nierensteinen und findet auch gleich die passende kaputte Niere samt Leichnam.

10. Gequälte Schulter. Ein Flirsch-Krimi
Nach einem Felssturz finden zwei Wanderer einen Toten, der sich wie die berühmte Ötzi-Figur selbst an der Schulter hält. Der herbeigerufene Archäologe datiert den Fund in die Gegenwart und verlangt nach einem Forensiker im aktiven Dienst.


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Helmuth Schönauer

Helmuth Schönauer (* 23. September 1953 in Innsbruck) ist Schriftsteller und Bibliothekar an der Universität Innsbruck. In seinen Romanen beschreibt er das Alltagsgeschehen skurriler Randfiguren auf dem Weg nach oben. Als beinahe lückenloser Rezensent der Tiroler Gegenwartsliteratur ist er Vertreter der "low lectured edition". Im sechsbändigen Tagebuch eines Bibliothekars sind knapp 5000 Rezensionen aus den Jahren 1982–2018 zu einem durchgehenden Fließtext zusammengefasst, der chronologisch nach Erscheinungsweise der rezensierten Bücher geordnet ist. Dadurch ergibt sich eine zeitgenössische Geschichtsschreibung anhand von Lektüre. Schönauer ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung.

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