Elias Schneitter
Das kaputte Europa gegen
die starken Männer
Notizen
Donald Trump (Immer, wenn dieser Name fällt, muss ich automatisch an Donald Duck denken.) hat ja den Slogan Make America Great Again (MAGA) an die erste Stelle seiner politischen Bewegung gestellt und allein das ist schon falsch. Denn gehen tut es ausschließlich um Make Donald Trump great again.
In seinem Sicherheits-Dokument lässt er kein gutes Haar an Europas Zivilisation. Da muss ich ehrlichkeitshalber daran denken, dass früher, zumindest in meiner Wahrnehmung, über Amerika sehr häufig abfällig gesprochen und diskutiert wurde. Aus Amerika kommt nichts Gutes und Ami go home. Diese Meinung hat zwar nicht unsere Regierung vertreten, aber in der Bevölkerung hat sie über die USA stets vorgeherrscht.
Jetzt gibt’s eine Retourkutsche vom Mann aus dem Weißen Haus.
Auf der anderen Seite sitzt ein gewissenloser Diktator (könnte direkt aus dem Mittelalter stammen und nach dem Stil von Machiavellis Der Fürst geschnitzt sein), der den schwachen, schwulen und untergehenden Westen bekämpft, weil er sich von diesem kaputten woken Europa bedroht fühlt, sodass er militärisch mit allem droht, was er zur Verfügung hat.
Wenn man diesen Widerspruch aus Verachtung einerseits und Angst andererseits aus der Sicht der Psychologie betrachtet, muss man wohl das alles als eine schwere Paranoia bezeichnen. Jedenfalls müsste man, sowohl den Trumpschen Größenwahn als auch die Putin´sche Angstpsychose meiner Meinung nach in einer geschlossenen Anstalt einer Intensivbehandlung unterziehen.
Europa wird vorgeworfen, es sich in den letzten Jahrzehnten in einer Hängematte gemütlich gemacht zu haben und das auf Kosten der USA. Die Folge war bei uns großer Wohlstand und jahrzehntelange Friedenszeiten mit einer Friedensbewegung und einer Abrüstungsstrategie. Das alles wird jetzt über Bord geworfen und ich frage mich, ob das wirklich notwendig ist.
Ich denke, würde man die militärischen Kräfte in Europa bündeln und sie dadurch optimieren, dann müsste man Russland, trotz Atombomben, in Schach halten können, denn realistisch betrachtet ist Russland sowohl wirtschaftlich als auch militärisch ein Zwerg im Vergleich zu Europa. Ja, ich weiß, ein Zwerg mit Atomwaffen, aber der Westen hat auch Atombomben.
Jedenfalls war und ist Europa immer noch auf einem besseren Weg als Russland mit seinem Kriegs- und jetzt die USA mit ihrem Größenwahn, wo nur noch das Recht des Stärkeren und der Reichen gilt.
Zitat 1 aus einem Gespräch zweier Burgschauspieler im Cafe Landtmann: Hätte Herr Benko seine Geschäfte in den USA gemacht und nicht bei uns, dann säße er sicher nicht im Gefängnis, sondern im oval office.
Zitat 2 aus einem Vortrag eines Kabarettisten im Cafe Tunnel, Josefstadt: Österreich mit seiner Neutralität ohne Beistandsverpflichtungen macht es sehr klug. Wenn wir, von wem auch immer, angegriffen würden, gäbe es sicher keinen Widerstand wie in der Ukraine. Käme zum Beispiel Putin, könnten wir höchstens „Guten Tag, freut uns sehr“ erwidern. Wir Österreicher waren ja immer, wie der Herr Karl gesagt hat, unpolitisch. Wir haben die Monarchie überstanden, den Austrofaschismus, das Nazi-Regime, und die Demokratie werden wir auch noch überstehen. Wir sind doch ein sehr flexibles und gemütliches Volk. In der Monarchie hat es geheißen „tu felix Austria nube“ und heute leben wir nach dem Motto: „Komme, was wolle, uns ist alles recht.“
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nein, kann nicht langweilig werden, denn trump liefert ununterbrochen stoff fürs bashing, abgesehen von ein paar guten ideen, von denen man natürlich noch nicht weiß, wie sie weitergehen – siehe gaza. amerika ist eine demokratur, wo gilt, was geld bringt, egal wie.
Seit Jahren arbeiten sich Kommentatoren, Journalisten, Comedians, Politiker in Europa an Trump ab. Seit Jahren. Ohne, dass sich irgendwas relevantes ändern würde. Weder in den vorgebrachten Klagen, noch in der Politik. Keine Comedian-show im ÖRR, wo nicht nach gefühlten drei Sekunden „Trump“ auftaucht.
Es ist ganz offensichtlich für die butterigen Euros ein absolutes Unding, einen Politiker zu erleben, der nicht nur redet, sondern macht.
Damit sage ich nicht, dass vieles nicht kritikwürdig ist, aber, liebe Kommentatoren, Blogger, Polititos, Comedians, wird’s euch nicht auch mal langweilig mit dem Bashing?