Elias Schneitter
Das Dilemma der sogenannten
freien westlichen Medien
Notizen
Ein bekannter US-Schriftsteller hat gemeint, dass die Nachrichtensendungen in den sogenannten freien Medien nur noch dazu da sind: to scare people. Also um Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen.
Die unentwegte Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine, in Gaza, in Afrika, über Terrorismus, Umweltkatastrophen, Gewaltverbrechen etc. ist auf Dauer nicht zum Aushalten. Nachrichtensendungen, früher ein Fixpunkt für mich, meide ich inzwischen zusehends. Vielen anderen geht es ähnlich.
Diese einseitig negativen News scheinen für die Macher und Produzenten der sogenannten freien Medien selbst zu einem Problem geworden zu sein. Darum wird versucht, zumindest ein wenig dagegen zu steuern.
Da rutschen dann Bilder von neugeborenen Pandabären im Zoo in Schönbrunn in die Tagesnachrichten, oder die Rettung einer Katze von einem hohen Baum durch die Feuerwehr oder über das sonderbare Axolotl Tier, dem abhanden gekommene Extremitäten einfach wieder nachwachsen.
Die Programmmacher scheinen aber dennoch ziemlich ratlos bezüglich ihrer Berichterstattung zu sein und vor allem darüber, wie sie aus dieser Negativspirale herauskommen, ohne ihren journalistischen Anspruch zu verraten.
Der Massensender Fox in den USA und das Staatsfernsehen in Russland haben das Problem auf ihre Weise gelöst. Sie erfinden eine Realität abseits der Wahrheit. So wird der europäische Westen als ein Kontinent von Schwächlingen, Drogensüchtigen und Homosexuellen dargestellt, gegen den der gesunde russische Charakter mit allen Mitteln verteidigt werden muss, bevor Russland zerstört wird.
In den USA gibt’s den Massensender Fox und der Großmeister des Dampfplauderns Donald liefert dort täglich abstruse Wahrheiten ab, wie etwa dass die EU gegründet wurde, um die USA zu zerstören. Das Wahlvolk ist begeistert, hängt an seinen Lippen und ist glücklich.
Dieses Glück können uns unsere sogenannten freien Medien mit ihren Ansprüchen leider nicht liefern.
Etwas Abwechslung durch Wetterberichte
Die Wetterberichte haben in der täglichen Information einen sehr hohen Stellenwert eingenommen. Da versucht man es mit knackigen Meldungen wie zum Beispiel: Wo war der kälteste Ort dieses Wintertages? Wo wurden österreichweit die heißesten Temperaturen gemessen? Oder: Noch nie wurde der Dreißiger so früh erreicht wie dieses Jahr! Oder Meldungen über die Niederschlagsmengen pro Quadratmeter hier und dort und dass es seit dem Jahre Schnee noch nie so wenig Schneefall gegeben hat wie heuer. Und so weiter und so fort.
Natürlich kommt im Wetterbericht der Klimawandel nicht zu kurz. Immer häufiger werden Ausreißer festgestellt. Ursache Klimawandel!
Heuer erleben wir einen sehr kühlen regnerischen Mai. Trotzdem bin ich mir sicher, dass er als einer der wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen um 2,5 Grad über dem Durchschnitt gemeldet werden wird.
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