Alois Schöpf, Ungeliebte Trachten, ungeliebte Uniformen. Leute, die das gemeinsame Musizieren lieben, müssen nicht auch Trachten und historische Uniformen lieben. Essay

Wir können noch so viel zeitgenössische Bläsermusik von David Maslanka, Thomas Doss und gar von John Corigliano spielen, zuletzt stehen wir erst wieder vor einer Kirche oder dem Gemeindeamt und warten, bis sich der Pfarrer umgekleidet hat und gemeinsam mit dem Bürgermeister die Front abschreitet.

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Alois Schöpf: Kunst oder Eitelkeit mit Staberl, Beim Dirigieren geht es nicht um Schlagtechnik, sondern darum, etwas zu sagen zu haben. Essay

Der folgende Artikel wird viele ärgern, insbesondere solch honorige Persönlichkeiten, die manchmal oder gar ein Leben lang ihr Selbstbewusstsein aufmöbelten, indem sie versuchten, armen Schülern, die verehrungsbereit zu ihnen aufschauten, das Dirigieren beizubringen.

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Alois Schöpf, Jauchzet! Frohlocket! Auf, preiset die Tage (J. S. Bach / Picander, Weihnachtsoratorium), Österreichs katholisch indoktrinierte Eliten sind schockiert über einen Verfassungsgerichtshof, der sich der Aufklärung und dem Humanismus verpflichtet fühlt. Essay

Just am 11. Dezember 2020, am internationalen Tag der Menschenrechte, entschied der Verfassungsgerichtshof in Wien, dass das Verbot der Suizidhilfe, wie es der §78 des Österreichischen Strafgesetzbuches bisher festlegte, verfassungswidrig sei.

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Alois Schöpf, Vereinsmeier und Stammtischbrüder, Essay

Wenn in der Politik immer wieder darüber geklagt wird, dass den etablierten Parteien die Wähler davonlaufen, lässt die Forderung nicht lange auf sich warten, man müsse wieder die Oberhoheit über die Stammtische zurückgewinnen. Am Stammtisch nämlich sitzt aus Sicht des städtischen Weltbürgers jene dumpfe Masse an renitenten Hinterwäldlern, die sich nicht nur den Freuden der Globalisierung, sondern auch jedem gerade aktuellen Engagement von der Willkommenskultur bis zur Klimakatastrophe verweigern.

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Alois Schöpf, Zur Revitalisierung von Stehkonzerten, Plötzlich lautet die Frage: Was können wir, was die anderen nicht können?

Dass es zwischen dem klassischen Konzert in perfektem akustischen Umfeld und mäßig geschätzten Marschier-Auftritten bei religiösen und karnevalesken Anlässen auch noch ein Mittelding gibt, ist leider allzu sehr in Vergessenheit geraten. Zum großen Schaden nicht nur für die derzeit eher beschäftigungslosen Vereine selbst, sondern auch zum großen Schaden für das Ansehen der Blas-und Bläsermusik überhaupt.

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Alois Schöpf, Es ist nie zu spät! Was Hänschen nicht lernt, kann Hans noch lange lernen.

Ich habe als Zehnjähriger mit dem Klarinettenunterricht begonnen. Nicht unbedingt deshalb, weil ich ein Instrument erlernen wollte, sondern eher, weil ich auf diese Art dem strengen Tagesablauf des Internats ein Schnippchen schlagen konnte. Im Musikhaus üben oder Unterricht nehmen war nämlich immer möglich. Aufgrund dieser Motivationslage war mein Lernerfolg, wie es so schön heißt, enden wollend.

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