Anonymus, Elektive Amputation, Ein weiterer Fall nicht gewährter Autonomie

Wie sehr sich das über Jahrhunderte unter Thron und Altar in barocker Freundlichkeit dahin lebende Österreich mit der Autonomie der Person schwer tut, zeigt nicht nur die Debatte über die Liberalisierung der Sterbehilfegesetze. Auch der hier abgedruckte Brief, der sich neben der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Sterbehilfe mit dem Problem der elektiven Amputation und der strafrechtlich verfolgten Selbstverstümmelung beschäftigt, zeigt ein weiteres Mal auf, welches Leiden dadurch entstehen kann, wenn Staat und Gesellschaft dem Einzelnen nicht zumuten, dass er selbst am besten weiß, was nach reiflicher Überlegung gut für ihn ist.

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Alois Schöpf, Warten auf die Richter, Beiträge zum Thema Liberalisierung der Sterbehilfe in „Kleine Zeitung“, „Die Presse“, „Der Standard“

Alle Menschen sterben. Vier Prozent fallen um und sind tot, sodass die Hinterbliebenen sagen: Es ist zwar schrecklich, aber für ihn war es ein guter Tod! Denn viele müssen leiden. Viele erdulden dieses Leiden, weil sie noch jede Minute des Lebens auskosten wollen. Oder weil eine Religion oder eine Weltanschauung es ihnen verbietet, selbst das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und weiteres Leid durch den Freitod zu beenden.

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Reinhard Walcher, Apokalypsen sind beliebt, Essay

Dann, es war schon das Jahr 1910, sollte laut wissenschaftlicher Mehrheitsmeinung der Halley’sche Komet das irdische Leben am 10. Mai vernichten. Zumindest verursachte der Komet ein massenhaftes Erscheinen von Alkoholleichen am 11. Mai 1910. Und für heuer, also das Jahr 2020, ist von der bulgarischen Seherin Baba Wanga das Ende unserer Zivilisation angesagt. Womit sie mit dem Club of Rome konform geht, der die digitale und zivilisatorische Implosion für die Jahre von 2020 bis 2040 kundtat.

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Vanessa Musack, Bis weit hinter den Achensee… Das Hotel Windegg in Steinberg am Rofan

Wenn heute ein Betrieb zehn Arbeiter oder Angestellte „freisetzt“, wie das so schön heißt, wird nicht selten mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns in den Medien darüber berichtet. Wenn hingegen ein Wirtschaftsbetrieb zur Betriebsauflösung gezwungen ist oder gar, wie es mitleidslos heißt, in Konkurs geht, hält sich das Bedauern in Grenzen, liegt doch dem zeitgeistigen Mainstream die Annahme zugrunde, wonach die meist schlechten Charaktereigenschaften von Unternehmern keines Mitleids würdig seien.

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Reinhard Walcher, Eine Pandemie, die keine ist.

Man wird nie wissen, ob einzig die „Maßnahmen“ gegriffen haben oder ob das C-Virus von selbst verschwunden wäre und sich mit viralem Grundschwirren zufriedengegeben hätte. Wer Zweiteres glaubt, unterliegt zwar dem Präventionsparadox, da aber die Ansteckungszahl schon drei Tage vor dem Lock- und Shutdown gesunken ist, wäre angesichts der katastrophalen medizinischen, wirtschaftlichen, sozialen und psychischen Kollateralschäden durchaus eine offene Diskussion angebracht.

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Gabriela Kompatscher: „Human-Animal Studies“ untersuchen die Beziehungen zwischen dem Menschen und anderen Tieren.

Wenn Sie bei der Lektüre des Titels des vorliegenden Artikels über das Wörtchen „anderen“ gestolpert sind, befinden Sie sich in bester Gesellschaft: Wer nicht gerade als Naturwissenschaftlerin tätig ist, wird sich durch den Hinweis, dass es sich auch bei Menschen um Tiere handelt, trotz besseren Wissens leicht irritiert fühlen.

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