Regina Hilber

Am Rande
Zwischenaufnahmen aus der Mitte Europas
Essays

Mit einem Vorwort von Peter Hodina.
Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft, Wien, 2024
278 Seiten, teilw. bebildert
ISBN 978-3-903522-19-0

Der sprachlich wie kompositorisch beeindruckende Essayband vereinigt Regina Hilbers Exkursionen an die Ränder des östlichen und mittleren Europas, vor allem Orte, die einst hinter bzw. vor dem Eisernen Vorhang lagen.
Ihre persönlichen Erkundungen verknüpft sie mit Recherchen zur jeweiligen Geschichte und den großen und kleineren (und in Vergessenheit geratenen) Töchtern und Söhnen dieser Grenzregionen. Vor allem im Kapitel über das ehemalige Galizien Lodomerien werden die Literaturen jener Epoche wieder lebendig.
Fünf Jahre lang bewegte sich die weltgereiste Autorin an den einst „großen“ Grenzstädten und erzählt in literarischen Essays von ihren Eindrücken. Ob Frankfurt/Oder an der deutsch/polnischen Grenze, dem einst multiethnischen Przemysl an der ukrainischen Grenze, oder sog. Binnenrändern in Italien:
Regina Hilber verbindet Vergangenes mit der Gegenwart, ungeschönt, aber stets wachsam. Das politische Sensibilisierungsbarometer lässt sich auch an unterrepräsentierten Orten nicht abstellen. Man könnte von diesem Buch auch sagen, es versuche, Städte beschreibend, eine antifaschistische Perspektive wiederzugewinnen.
Ein Wiederaufleben der essayistischen Flaneurliteratur!

Regina Hilber Am Rande Zwischenaufnahmen aus der Mitte Europas

Regina Hilber, geb. 1970, lebt als freie Autorin in Wien schreibt Essays, Erzählungen sowie Lyrik.

Sie ist auch als Publizistin und Herausgeberin tätig. Zuletzt erschienen ihre gesellschaftskritischen Essays in Lettre International, Literatur und Kritik und in der Zwischenwelt. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, ihre lyrischen Zyklen in mehrere Sprachen übersetzt. Zahlreiche Einladungen zu internationalen Poesiefestivals und geladenen Schreibaufenthalten in ganz Europa. 2017 war sie Burgschreiberin in Beeskow/Brandenburg. Buchpublikationen zuletzt: Palas (Edition Art Science, 2018) und Landaufnahmen (Limbus Verlag, 2016). 2018 gab sie die zweisprachige Anthologie Armenische Lyrik der Gegenwart — Von Jerewan nach Tsaghkadzor (Edition Art Science) heraus.