Susanne Weinhöppel: Liebes-Sekunde. Notizen
Seit Jahren bin ich mit einem Mann befreundet, der jede Frau anbaggert. Er sieht nicht besonders gut aus, hat soviel Geist wie ein Autoreifen, ist aber ausgesprochen liebenswürdig und fröhlich.
Seit Jahren bin ich mit einem Mann befreundet, der jede Frau anbaggert. Er sieht nicht besonders gut aus, hat soviel Geist wie ein Autoreifen, ist aber ausgesprochen liebenswürdig und fröhlich.
Ich habe mit meinem Freund Simon gekartelt und war am Gewinnen. Da kam der Wächter und sagte, ich müsse hinunter, meine Seele sei jetzt soweit und ich hätte eine ganz besondere Aufgabe.
Meine Generation wurde von Eltern erzogen, die Krieg, KZ oder Flucht erlebt hatten. Es ging ihnen nicht um schöne Gefühle, sondern ums Funktionieren in der Gesellschaft.
Die Kulturbeflissenen gehen mit der von ihnen so hochgelobten und als wichtig empfundenen Kunst um wie eine Hausfrau mit den Lebensmitteln im Supermarkt. Aber Kunst ist keine Manner-Schnitte.
Ich habe mich zum erstenmal im Spiegel angesehen und mir wurde klar: So darf das nicht bleiben. Damals habe ich den festen Vorsatz gefasst, schön zu werden.
Die Menschen fahren gerne weg. Unser Planet hat vieles an Ländern und Landschaften zu bieten. Nach so etwas kann man sich sehnen. Ich habe mich nie danach gesehnt.