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Beiträge zu Politik, Wirtschaft, Medien & Musik
Kunst, Literatur & Alltagskultur
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Zu faul und/oder zu feig – Fortsetzung
Das Verhalten des Österreichischen Nationalrats und seines Petitionsausschusses ist im Hinblick auf eine in bereits vielen fortschrittlichen Staaten der Welt erfolgte Liberalisierung der Sterbehilfe feige und aufgrund der auch offen angestellten taktischen Überlegungen, welche Untätigkeit als günstigstes politisches Verhalten nahelegen, niederträchtig. Dieser Vorwurf kann vor allem jenen, die sich im privaten Gespräch liberal gebärden, nicht erspart werden und sollte viel öfter auch öffentlich formuliert werden.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Mensch und Wissenschaft
Endlich haben wir wieder ein Thema, das wir im Gespräch mit Verwandten und Freunden besser aussparen, um den Familienfrieden nicht zu gefährden. Denn wer lässt sich schon sagen, dass er, wie es die deutsche SPD-Chefin Saskia Esken ausgedrückt hat, ein Covidiot ist?
Zu faul und/oder zu feig
Alle Menschen sind sterblich. Von dieser Tatsache abgesehen vollzieht sich ihr Hinscheiden sehr verschieden. Nur 4 Prozent können das Privileg eines Idealtodes für sich in Anspruch nehmen, nämlich von einer Minute auf die andere, ohne es gleichsam selbst zu bemerken, aus dem Leben zu scheiden. Den übrigen 96 Prozent bleibt Leiden in dieser oder jener Weise nicht erspart. Wer zu welcher Gruppe gehört, weiß niemand. Insofern betrifft das Thema liberaler oder restriktiver Sterbehilfegesetze alle Staatsbürger eines Landes.
Marcel Looser: Plädoyer für die Vielgötterei
So bin ich mit den Jahren immer unsicherer geworden, ob der Monotheismus wirklich ein Fortschritt war, ob er nicht vielmehr in seiner Intoleranz, seinem Totalitarismus, seiner Missionierung, in den von ihm zumindest mitausgelösten Kriegen mehr Unheil angerichtet als Frieden gestiftet hat.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Penicillin statt Klunker
Nicht über die Entlassungen bei Swarovski Wattens sollte man sich wundern, sondern darüber, dass sie erst heute erfolgen. Denn wer braucht die Glitzersteinchen, von denen das Unternehmen seit Jahrzehnten lebt und die der immer größeren Eigentümerfamilie ein Luxusleben erlauben?
Nachtrag zu „Literarische Korrespondenz, Sehr geehrter Herr Mitterer…“ vom 22. Juli 2020 „Tiroler Tageszeitung, Apropos, In Palfraders Feenreich“ vom 20. Juli 2020
Es ist schon erstaunlich, mit welcher Unverfrorenheit unser Volksdichter Felix Mitterer Dinge behauptet, die dann angeblich doch nicht stimmen bzw. mit welcher Ungeniertheit er von Journalisten recherchierte Fakten als Erfindung oder Übertreibung abqualifiziert. Erstaunlich ist aber auch, mit welcher Adoration ihn dabei manche meiner Kollegen aus den Kulturredaktionen begleiten.
Hansjörg Pichler: Tiroler Volksschauspiele-Knatsch
Der Aufstand des Altvereins Tiroler Volksschauspiele gegen die neue Tiroler Volksschauspiele GmbH wurmt mich. Als einer, der von Berufs wegen schreiben darf, halte ich privat mit meinen Gedanken und Emotionen gerne haus und mich raus – vor allem auf diesem Kanal. Doch das Wurmen hat gesiegt.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Was heisst hier Rechtsstaat?
Die Beschneidung von Buben ist wie die Beschneidung von Mädchen eine schwere Körperverletzung und daher menschenrechtswidrig, wobei sich auch in Österreich an der fragwürdigen Praxis wahrscheinlich nichts ändern wird. In gleicher Weise widerspricht das Verbot aktiver Sterbehilfe dem Menschenrecht …
Literarische Korrespondenz, Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Mag. Uschi Schwarzl!
Frau Schwarzl! Erlauben Sie mir bitte die höfliche Frage: Wozu beziehen Sie eigentlich ihr fettes Gehalt als Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Verkehr und Kultur, wenn sie offenbar nicht die geringste Ahnung davon haben, was in Innsbruck in Sachen Kultur los ist? Wo es in Innsbruck bei der Kultur hapert?
Tiroler Tageszeitung, Apropos, In Palfraders Feenreich
Und da gibt es Kulturschaffende, wie etwa den Dichter Felix Mitterer, der seit dem letzten Jahr allein bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs 83.000 € kassieren durfte, nachdem er schon zuvor vom Land Tirol auf Basis zweifelhafter Gutachten 250.000 € für seinen sogenannten Vorlass bekam.
Philosophie in Echtzeit
Wer der Ansicht ist, Philosophie und Ethik seien abgehobene Fächer, die mit der realen Wirklichkeit der Politik und des Lebens nichts zu tun haben, wird durch „Covid 19: Was in der Krise zählt“ eines Besseren belehrt.
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Papier ist geduldig!
Ich bin ein überzeugter Europäer. Oder war es zumindest. Den ersten Knacks bekam meine Begeisterung, als sich Gouvernanten aus Brüssel mit Antiraucherfundamentalisten verbündeten und durchsetzten, dass auf Zigarettenpackungen möglichst grausige Fotos über die Folgen des Rauchens abzubilden seien.
Das Böse im Guten. Zu einem Facebook-Eintrag des Tiroler Caritasdirektors
Was veranlasst einen verdienstvollen und klugen Menschenfreund wie Georg Schärmer, seit 1998 Direktor der Caritas Tirol und damit mittelbar auch verantwortlich für die Hospizbewegung in Tirol, den Wunsch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von wenigen mutigen Politikern nach liberalen Sterbehilfegesetzen in folgender Weise zu denunzieren?
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Legale Irreführung
Was ist das? Eine Kalbsleberstreichwurst mit fünf Prozent Kalbsleberanteil? Oder: Ein Original Nord- bzw. Südtiroler Speck mit Fleisch von niederländischen bzw. chinesischen Schweinen?
Der eigene Klang: Haben Flügelhörner und Bassflügelhörner noch einen Platz in der Standardbesetzung leistungsstarker Blasorchester?
Die Beobachtungen könnten gegensätzlicher nicht sein. In farbenprächtiger Schönheit marschiert eine Trachtenkapelle durch das Dorf zum Musikpavillon. So bezwingend die Optik der aus barockem Design abgeleiteten Gewandung der Musikerinnen und Musiker auch sein mag, …
Gerda Walton, Von Wolfs-Gutmenschen
Gerda Walton, Von Wolfs-Gutmenschen Wir älteren Jahrgänge, die wir noch mit Rotkäppchen und dem Wolf und den sieben Geißlein aufgewachsen sind, tragen ein völlig falsches
Sehr geehrte Frau Nationalratsabgeordnete Dr. Stephanie Krisper!
Danke! Sie haben mit dem Ausspruch „Die geh(t)n mir am Oasch!“ für den inneren Frieden der österreichischen Nation Großes geleistet. Leider hat er nicht die
Tiroler Tageszeitung, Apropos, So geht es nicht weiter!
So geht es nicht weiter! Ja, Frau Köstinger! Fleischkonzerne wie Tönnies gibt es bei uns nicht! Zumindest nicht in dieser Größe. Das Problem selbst existiert
Sehr geehrter Herr Mitterer!
Sehr geehrter Herr Mitterer! „Wie ich höre, werden Bars in Ischgl verantwortlich gemacht. Das ist lächerlich. Schuld ist die kommunistische Regierung (Chinas), die uns das
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Bürgerliche Denkfaulheit
Bürgerliche Denkfaulheit Der Anteil der ÖVP liegt in großen Städten, ungeachtet ihrer türkisen Mutation auf Bundesebene, oftmals weit unter 20 Prozent. Die Tatsache, dass dieselbe
Wir brauchen keine gewerbsmäßig bezahlte Selbstmordhilfe!
„Wir brauchen keine gewerbsmäßig bezahlte Selbstmordhilfe!“ Die Denunzierung des selbstbestimmten Lebensendes durch einen in sich unsinnigen Begriff Leider wurde durch die Corona-Krise auch dieses wichtige
Sehr geehrte Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe!
Ich habe in meinen Zeitungskolumnen schon oft die Grünen, aber auch Sie persönlich kritisiert. Dies, glaube ich, autorisiert mich in besonderer Weise, mich bei Ihnen
Sehr geehrter Herr Otto Schenk!
Sehr geehrter Herr Otto Schenk! Ich hoffe, Sie haben Ihren 90. Geburtstag gebührend gefeiert und wohlbehalten überstanden. Ich wünsche Ihnen noch nachträglich ehrlichen Herzens alles
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Wer hat die Macht?
Wer hat die Macht? Auf der einen Seite der missglückte Sager eines Politikers, dem so etwas, wenn er sich schon als Profi bezeichnet, nicht passieren
Corona und die Blasmusik
Corona und die Blasmusik Die Betrachtung einiger Hotspots, von denen der Covid-19-Virus seinen Ausgang nahm, erklärt schon einiges. So besuchte ein Chor aus dem oberösterreichischen
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Wenn alle sich duzen.
Wenn alle sich duzen! Unlängst schrieb mir ein Leser, den Tirolern sei es „genetisch unmöglich, einen Fehler einzugestehen“. Manchmal habe ich denselben Eindruck. Vor allem
Editorial: Achtung Verletzungsgefahr! Die Debattenkultur ist tot.
Editorial Die Debattenkultur ist tot: Achtung Verletzungsgefahr! Österliche Familientreffen sind aus Gründen der Infektionsgefahr heuer entfallen. Einerseits schade, andererseits kräftesparend. Denn was ist anstrengender als
Tiroler Tageszeitung, Apropos, Was, wenn nicht er…?
Was, wenn nicht er…? Stellen Sie sich vor, nicht unser Herr Bundespräsident wäre um 0:30 Uhr in einem Szene-Italiener angetroffen worden, sondern Herbert Kickl in
Helmuth Schönauer bespricht: Dominik Barta. Tür an Tür. Roman.
Mal was Neues: Es gibt auch in der Schwulenszene schlechten Sex, und – erfreulich für die Leserschaft – daran ist nicht unbedingt die Gesellschaft schuld.
Günther Aigner: Steigende Preise! Wird das Skifahren zum Luxussport? Analyse
Wie jedes Jahr wird die Frage lauten: „Wie stark werden die Skiticketpreise ansteigen? Ist dieser Anstieg gerechtfertigt?“ Oder: „Wer kann sich das Skifahren eigentlich noch leisten?“
Leonhard Steiger: Der Zugriff auf Gemeindegutsagrargemeinschaften ist nicht frei. Notizen
Konkrete Missbrauchsfälle im Dienst des Bauernstandes und zum Schaden der wohnungssuchenden Bevölkerung.
Können Tirols Gemeinden über Gemeindeguts-Agrargemeinschaftsgründe ungehindert verfügen und damit die Wohnungsnot für Einheimische vermindern? Analyse
Stellungnahmen von Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl versus Dipl.-Ing. Leonhard Steiger, Mitbetreiber der Internetplattform „Agrarpapers Tirol“.
Hannes Hofinger: Elfriede & Peter. Nobelpreisträger. Nachtrag
Ich bin mir ziemlich sicher, dass nächstes Jahr der Nobelpreis für Literatur unserem Kindergarten zugesprochen würde. Für den Text: „Ich geh mit meiner Laterne und die Laterne, die geht neben mir.“
Helmuth Schönauer: Rudolf Lasselsberger. Willi du Kindskopf. Eine Liebeserklärung. Mit Zeichnungen und 1 Foto. Band 8 der Willologie. Besprechung
Der Autor ist Gast beim internationalen Literaturfestival „sprachsalz“ in Kufstein und liest jeweils am 12. und 13.09.2026. Zu Sprachsalz: www.sprachsalz.com
Alois Schöpf: Verbesserter Vernunftgebrauch durch Chat-GPT? Apropos
Die Künstliche Intelligenz wird zwar von immer mehr Menschen genutzt, was aber nicht bedeutet, dass sich ihr Ruf verbessert hätte. Bill Gates und der Papst haben sich gerade skeptisch dazu geäußert.
Helmuth Schönauer: Das Ende der österreichischen Literatur durch ihre Übernahme in die Lehrpläne. Stichpunkt
Der wohl witzigste Spruch zum Moralisieren in Bildungsangelegenheiten stammt aus Osttirol: „Gscheit ist gscheit, aber zu gscheit, ist nimmer gscheit.“
Elias Schneitter: Literatur in Gefahr. Notizen
Wie es bei allen Neuerungen passiert, wird diesen anfangs stets mit Hysterie und Weltuntergangsprophezeiungen begegnet. So auch jetzt mit der KI und deren Verwendung bei literarischen Texten.
Alois Schöpf: Wir haben’s ja! Oder: 25.000 Euro für 90 Minuten Geschwätz. Notizen
André Heller ist kein Künstler, sondern ein unfassbar von sich eingenommener Selbstdarsteller, der als hauptberuflicher Netzwerker verschiedene Menschen aus verschiedenen Genres um sich zu scharen verstand.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf / Alois Schöpf an Christoph Schmarl. Betrifft: Nachdenkliches bei Betrachtung der Nordkette. In Erinnerung an meinen Großvater.
Die Nordkettenbahn war nicht nur Ausdruck technischen Mutes, sondern ganz wesentlich ein Fremdenverkehrsprojekt.
Und damit sind wir bei einem Wort, das es 1927 natürlich noch nicht gab: Overtourism.
Gerda Walton: Die besten Urlaubsgrüße. Aus der Farbenpracht einer Postkarte sollte man keine Rückschlüsse auf das Reiseziel des Absenders ziehen. Notizen
Ja, jetzt sind wir wieder einmal mittendrinnen in dieser wunderbaren, aber von Jahr zu Jahr hektischer und vor allem verkehrsreicher ausfallenden spätsommerlichen Urlaubszeit.
Helmuth Schönauer: Bernhard Hüttenegger. Der Himmel über Donegal. Gedichte und kurze Prosa. Besprechung
Es braucht vor allem schmale Texte, die bereits gereift und eingekocht sind, um die Leser mit dem Sukkus eines dichten Schriftstellerlebens vertraut zu machen.
Hannes Hofinger: Sind Tiere taub, wenn es ums Fressen geht? Notizen
Ein herziges, junges Pony spaziert von der Wiese in den nahen Wald, um kurzfristig den brütenden 38 Grad zu entkommen. Wie einst Disneys Bambi, fröhlich vor sich hin pfeifend.
Alois Schöpf: Ein Jahrhundertsommer neigt sich dem Ende zu. Apropos
So provokant und geradezu politisch brisant die Aussage ist: Ich bin überzeugt, dass viele den heurigen Jahrhundertsommer ähnlich einschätzen. Als sehr schön!
Helmuth Schönauer: Blumiger Abgang ‒ die Alpenröstung. Stichpunkt
Die EU forciert die Destillation überflüssigen Weins zu Industriealkohol. Heimische Startups verwenden das dadurch brach liegende Vokabular der Weinkultur für Kaffeeröstungen.
Elias Schneitter: Kultur- und Kunstförderung in Österreich am Beispiel „sprachsalz“. Notizen
Kunst- und Kulturförderung scheint in Österreich nur eine Angelegenheit der öffentlichen Hand zu sein. Warum dem so ist, darüber sollte einmal eingehend diskutiert werden.
Alois Schöpf: Die Bobos feiern ihre Selbstverblödung. Zum neuen, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück von Peter Handke “Schnee von gestern, Schnee von morgen”. Notizen
Es waren die Erfolgreichen, die es mit dem Lebensrezept “Denke links und handle rechts” zu etwas gebracht haben, um der unendlich langweiligen Uraufführung ihres greisen Dichteridols beizuwohnen.
Literarische Korrespondenz: Hermann Arnold an Reinhard Scheiber, Obmann des Vereins „Unser Wasser“. Betrifft: „In den Stauseen wird zu viel Wasser gehortet“. Zum Gastkommentar vom 11.08.2026 in der Tiroler Tageszeitung.
Wer schweigt, scheint zuzustimmen, ein Grundsatz der schon bei den Römern galt und mich zu einer Äußerung zu deiner „Expertise“ in der Tiroler Tagezeitung veranlasst.
Franz Mathis: Bezahlte und unbezahlte Arbeit. Eine Hilfe aus der Geschichte. Notizen
In der aktuellen Debatte um die mütterliche Kinderbetreuung und andere unbezahlte Arbeit lohnt sich zum besseren Verständnis ein Blick in die Geschichte.
Hannes Hofinger: Zu blöd für Jelinek. Kurzanalyse
Ich sehe im Fernsehen Auszüge aus der Uraufführung Elfriede Jelineks „Unter Tieren“ und wundere mich über die wunderbaren Lobeshymnen.
Helmuth Schönauer: Francesco Gubert. Weiche Butter, raue Hände. Tagebuch einer Almsaison. Besprechung
In den Alpen gibt es ein ständiges Ringen, welches A-Wort die Kinder als erstes aussprechen: Auto oder Alm. Beides sind mythologisch hinterlegte Glücksvorstellungen und vor allem ein Riesengeschäft.
Alois Schöpf: Unbotmäßiges bei Betrachtung der Nordkette. Apropos
Und wieder einmal beeindruckte mich die Verrücktheit, über die all jene verfügt haben müssen, die die Nordkettenbahnen zwischen 1927 und 1928 gebaut haben.
Helmuth Schönauer: Raffiniertes Tirol. Lasst sie bei uns trainieren. Stichpunkt
Indem das Land ständig bemerkenswerte Leistungsträger aus allen Sparten und Genres des Lebens einlädt, erreicht es ein hohes Niveau an Lebensqualität, ohne selbst Leistungsträger sein zu müssen.
Elias Schneitter: Heuschrecken und Vernaderer. Notizen
In Österreich gibt es keine Erbschaftssteuer. Bei uns ist es momentan so, dass nicht der Staat abkassiert, sondern die Unzahl von Rechtsanwälten, weil sich die Erben zumeist bis aufs Blut bekämpfen.
Werner H. Ritter: Sechs Jahre später. Das Urteil des Deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 26.2.2020 zum assistierten Suizid und das Verhalten der Kirchen. Analyse
Sechs Jahre! Für Menschen, die nicht mehr leben können oder wollen, ein unvorstellbar langer und qualvoller Zeitraum.
Janus Zeitstein: Geschmack. Short Story
Maria hielt ein Glas für ihren Vater unter den Hahn. Der Zähler an der Spülenarmatur leuchtete auf.
Entnahme: 0,21 Liter.
Restguthaben: 7,84 Liter
Christoph Themessl: Über den Urknall und die Frage des Nichts. Essay
Die Sehnsucht und Suche nach einem Anfang ist verständlich. Es zeichnet den Menschen aus, versuchsweise kausale Zusammenhänge herzustellen und Ursachen zu ergründen.
Urs Heinz Aerni: Ein Experiment und das Ende einer Kulturdisziplin. Nachruf
Ich gab bei zwei KI-Maschinen den Auftrag, über mich einen kritischen Nachruf zu erstellen. Der eine fiel etwas langweilig aus, der andere war so beeindruckend, dass ich ihn speicherte.
Helmuth Schönauer: Friedrich Hahn. Alles Aus Reden. Gedichte aus dem vorigen Jahrzweit. Besprechung
Die Sonne schränkt die Sicht ein und lässt den Helden nach dem nächstbesten Gegenstand am Tisch greifen. Die Orange wird zum Zentrum eines Stilllebens.
Alois Schöpf: So einfach geht’s nicht, Frau Gewessler! Apropos
Auf die Frage, wie sie die Flüchtlingskrise 2015 und die Reaktion der Grünen darauf sehe, antwortete die Grünen-Chefin Leonore Gewessler: “Wir haben das damals schon etwas zu optimistisch gesehen!”
Helmuth Schönauer: Dixi-Klo im Hotelzimmer. Stichpunkt
„Das verdünnt sich schon, da sieht man nichts“, sagt der Bürgermeister in Tirol-heute und blickt auf eine mit Scheiße prall gefüllte Ache.
Elias Schneitter: Sommerliche Gedanken, aufgeschrieben bei großer Hitze. Das ist bitte zu berücksichtigen. Notizen
Als alter Sozialdemokrat schmerzt es mich, mit ansehen zu müssen, wie die Partei immer mehr ins Abseits rutscht und von Wahlniederlage zu Wahlniederlage taumelt.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Helmuth Schönauer. Helmuth Schönauer an Christoph Schmarl. Betrifft: Menschlichkeit ist keine Messunschärfe!
Als ehemaliger Lehrer habe ich mein Berufsleben auf dem Grundsatz aufgebaut: Jeder Mensch besitzt denselben Wert und dieselbe Würde – unabhängig von Herkunft, Stand, sozialer Stellung oder Notlage.
Günther Aigner: 10.800 Jahre Klimageschichte am Rotmoosferner. Analyse
Eine Wanderung zum Rotmoosferner in den Ötztaler Alpen bietet nicht nur wunderschöne Ausblicke in ein unberührtes Hochtal. Man kann auch 10.800 Jahre Klimageschichte bestaunen.
Ronald Weinberger: Ob8! Linguistische 3stigkeiten. Rätseltext
Ziffern können m8voll sein und be8enswerte Gedankenakrobatik entfachen. Etwa Ängste, man sei bei einem flotten 3er erwischt worden. Das ent2t Paare nicht selten.
Max Hofer: Der Weltbürger aus dem Grödnertal. Zum Neunzigsten des großen Markus Vallazza. Portrait
Markus Vallazza wäre am 8. August 90 Jahre alt geworden. Der gebürtige Grödener Zeichner und Radierer gestaltete aus Oswald von Wolkenstein, Dante, Poe und Rimbaud eigensinnige Gegenwelten.
Helmut Schiestl: Margit Jordan, eine starke Frau. Würdigung
Kürzlich ist die Tiroler Autorin Margit Jordan, die zusammen mit ihrem 2020 verstorbenen Ehemann Roland Jordan viele Jahre die Geschicke des Innsbrucker Turmbundes geleitet hat, gestorben.
Helmuth Schönauer bespricht: Klaus Ebner. GLUT. Legende vom Woher und Wohin. Roman / Reflexionen. Hintergrundinformationen zu GLUT. Essay
Klaus Ebner lässt sich auf das Abenteuer ein, das aus einem fetten Roman und aus einem hundert-seitigen Begleitessay besteht. Wer es sich zeitlich leisten kann, sollte beides lesen.
Alois Schöpf: Bitte seriöse Notfallpläne statt Marketing! Apropos
Tatsache ist, dass es derzeit zu heiß ist! Dass alte Leute, die diese Hitze nicht vertragen, reihenweise sterben, dass die Flüsse zu wenig Wasser führen und zu wenig Strom produzieren . . .
Helmuth Schönauer: Das Amish-Handy. Oder: Porno im Internet. Stichpunkt
Die radikalen Lösungen sprechen sich für Verbote aus, die aber nicht zu exekutieren sind. So umgehen in Australien, wo Socialmedia für Kids reglementiert sind, 90 Prozent der Jugendlichen die Verbote.
Elias Schneitter: Kaisertreue. Oder: Als der höchste Herrscher nach Zirl kam. Notizen
In aufgeheizten Zeiten, in denen wir gerade leben, lohnt es sich manchmal einen Blick zurück in die gute alte Zeit, in diesem Fall in die Zeit der Monarchie zu werfen.
Alois Schöpf: Vom Umgang mit Kritik. Die Reaktionen auf Albert Schwarzmanns Konzertbesprechung sind unverständlich und unfair! Notizen
Ich empfand den Abend ebenfalls als langweilig, die Originalwerke als epigonal und den Klassiker “Leichte Kavallerie” als uninspiriert und leidenschaftslos heruntergespielt.
Diethard Sanders: „Das Alpine natural hazard challenge, Prize category: heavy rain 2026“. Aus der Reihe: Abgründe alpenländischen Alltags. Satire
In Zeiten, da inzwischen jeder versoffene Hallodri auf dem Mount Everest zu stehen kommen kann, muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um aus der Event-Landschaft noch herauszuragen.
Hannes Hofinger: Da habe ich mich schwer geirrt. Notizen
Sie wurden also freigesprochen. Rechtskräftig. Obwohl doch im viralen Video ganz klar gezeigt wurde, dass die vier Männer die arme Katze mit einer Schneeschaufel zu Tode geprügelt haben.
Walter Plasil: Deutschland wird rechtsextrem. Österreich folgt nach. Eine Umschau im Internet. Notizen
Wehret den Anfängen. Und die Anfänge sieht man. Sie bestehen in Angriffen auf die demokratische Verfassung und in einem geplanten Rückschritt an liberalen Freiheiten der Bürger.
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- Reinhard Walcher zu Alois Schöpf: Die Bobos feiern ihre Selbstverblödung. Zum neuen, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück von Peter Handke “Schnee von gestern, Schnee von morgen”. Notizen
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- Eva Kotzmuth zu Alois Schöpf: Die Bobos feiern ihre Selbstverblödung. Zum neuen, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück von Peter Handke “Schnee von gestern, Schnee von morgen”. Notizen
- schoepfblog zu Alois Schöpf: Wir haben’s ja! Oder: 25.000 Euro für 90 Minuten Geschwätz. Notizen
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