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Beiträge zu Politik, Wirtschaft, Medien & Musik
Kunst, Literatur & Alltagskultur
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Elias Schneitter: Ein gelungenes Sommerfest. Notizen
Wenn man zwischendurch so etwas erleben darf, ist man vorübergehend einmal weit weg vom täglich heraufbeschworenen Untergang des Abendlandes. So eine Erfahrung tut gut.
Literarische Korrespondenz: Alois Schöpf an Christoph Schmarl. Betrifft: Man kann nicht alles in einen Topf werfen!
Ihr Brief, in dem Sie Herrn Walcher ersuchen, nicht alle Erscheinungen des Zeitgeists links der Mitte in den Topf marxistischer Gesinnung zu werfen, ist wortgewandt und beeindruckend.
Hans Augustin: Das Bargeld muss bleiben! Notizen
Bargeld hat etwas mit Identität zu tun, mit der Möglichkeit, etwas zu kaufen, mit Macht, mit Mobilität, mit der Lösung existentieller Probleme (Bezahlung eines Fahrscheins, Bestechung, Lösegeld).
Susanne Weinhöppel: Was ist nur aus uns geworden! Essay
Als Jugendliche befand ich mich in einer Peer-Group, die hochfliegende Pläne hatte.
Wir waren links, Nach-68er, und meinten, die Welt zu einer besseren und gerechteren verändern zu können.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Reinhard Walcher. Betrifft: Man kann nicht alles in einen Topf werfen.
Die Reduktion der marxistischen Theorie auf wenige Kernthesen und deren unmittelbare Gleichsetzung mit den Ergebnissen kommunistischer Staaten erscheint mir zu kurz gegriffen.
Helmut Schiestl: Regina Schillings Film „Ingeborg Bachmann, jemand, der ich einmal war.“ Besprechung
Ein schön getaktetes Porträt der Autorin, die wohl immer noch ihre Leserinnen und Leser hat, und über deren Texte sich wohl noch länger als eine Filmlänge philosophieren lässt.
Helmuth Schönauer: Gianrico Carofiglio: Der Horizont der Nacht. Roman. Besprechung
Gianrico Carofiglio erzählt aus der Sicht eines grüblerischen Anwalts, immerhin fußt sein Ruf auf der Tätigkeit eines erfolgreichen Antimafia-Anwalts in der apulischen Hauptstadt Bari.
Alois Schöpf: Wenn eine Bewerbung zur Rufschädigung wird. Apropos
Die Ernennung des Generaldirektors des ORF war fragwürdig. Im Bemühen, durch Transparenz die Autorität des Stiftungsrates zu retten, wurde seine Sinnhaftigkeit endgültig in Frage gestellt.
Helmuth Schönauer: Die Gefängnisse sind immer gleich voll. Stichpunkt
Immer, wenn jemand Strafverschärfung für etwas fordert, sollte er hinzufügen müssen, wer dafür Strafmilderung bekommen soll.
Elias Schneitter: Haushaltsabgabe für den ORF. Notizen
Viele Pflichten, die uns Staatsbürgern auferlegt werden, Schulpflicht, Wehrpflicht oder Versicherungspflicht, werden gern als Zwang bezeichnet.
Alois Schöpf: Begegnung mit Ingeborg Bachmann beim Verlassen der Tiefgarage. Notizen
An einem anderen dieser Abende nämlich beglückte mich die Lesung eines Gedichts, dessen Bedeutungschwere ich zuerst der Stimme des Vortragenden zuschrieb
Reinhold Knoll: Einmal anders! Mein Versuch, optimistisch zu sein. Essay
Kommentare zu meinen Überlegungen enthalten zuweilen den Vorwurf, unsere Gegenwart in düsterem Licht zu zeigen. Oft lese ich, ob ich für diese Welt noch eine Hoffnung sehe?
Nina Killian: Drei Wochen am Lycée International Charles de Gaulle – Ein Blick auf das französische Schulsystem. Reportage
Ich verbrachte den Monat März 2026 im Rahmen eines Austauschs von „Erasmus+“ in Dijon am Lycée International Charles de Gaulle und in dem zugehörigen Internat.
Literarische Korrespondenz: Reinhard Walcher an Christoph Schmarl. Betrifft: Anmerkung zum Kommentar zu: Trotz Millionen Opfern nichts gelernt. (Satire?)
Selbstverständlich kann ein kurzer Essay nicht alle Aspekte der historischen Zusammenhänge des Kommunismus und von Karl Marx abdecken, sondern muss auf das Wesentliche vereinfachen.
Helmuth Schönauer: Raimund Bahr. In der Zeit, die kommen wird. Journal 2023-25. Besprechung
Zwar darf Raimund Bahr mit Hingabe die revolutionären Schriften Bakunins lesen, aber als staatstreuer Unterrichter ist er verpflichtet, die Jugendlichen system-tauglich in die Zukunft zu führen.
Literarische Korrespondenz: Helmut Schiestl an Alois Schöpf. Betrifft: Der Journalismus als neue Priesterklasse. Lieber ein Publikumsrat statt Parteien
Es wird so getan, als wäre jede andere Weltsicht als die linksgrüne oder linksliberale reines Gift und den Zuhörern und Zuhörerinnen nicht zumutbar oder würde ihre Urteilskraft völlig überfordern.
Alois Schöpf: Man darf wieder Marmelade sagen! Oh danke! Apropos
Wie wir auch froh und dankbar sind, dass man uns für den Veggie-Burger den Ausdruck Veggie-Burger und für das Sojaschnitzel den Ausdruck Sojaschnitzel erlaubt.
Albert Schwarzmann: Premiere von „Don Quichotte“ von Jules Massenet am Tiroler Landestheater. Besprechung
Großer Jubel im Publikum für alle Beteiligten beschließt einen Opernabend, der auch als Einstieg ins Genre durchaus zu empfehlen ist.
Helmuth Schönauer: Die Managementler. Das MCI feierte Geburtstag. Stichpunkt
Dieser Tage hat das MCI seinen 30. Geburtstag hinter sich gebracht und dabei wurde ausführlich die große Fleischwunde des Wissens herumgetragen: Wir haben kein eigenes Gebäude!
Elias Schneitter: Arm und Reich – ein paar abwegige Gedanken dazu. Notizen
In der Kommunikation gibt es die Begriffe Sach- bzw. Emotionsebene. Diese Unterscheidung kommt mir immer in den Sinn, wenn es um Arm und Reich und um die Millionärs- oder Erbschaftssteuer geht.
Andreas Altmann: 30 Jahre MCI – 30 Jahre Zukunft gestalten. Die Festrede
Aus einer Einrichtung, die sage und schreibe 6 Mitarbeiter haben sollte, ist eine dynamische Hochschule entstanden, die weltweit vernetzt ist und allerorten höchstes Ansehen genießt.
Alois Schöpf, geb. 1950: Nur die Liebe zählt. Der Vatertag: Wer ihn begeht und wie die Medien uns am Vatertag belehren. Notizen
Letzten Sonntag war Vatertag. Ich habe eine Umfrage unter meinen Freunden gestartet, was sie so alles zu diesem hohen Anlass von ihren Kindern geschenkt bekamen.
Hermann Arnold: Ist die erklärte Zugehörigkeit zu einer Partei ein Ausschlussgrund für eine dem öffentlichen Bereich zugeordnete Stelle? Notizen
Kaum ist eine öffentliche Stelle besetzt, geht schon die Kritik an der Person oder der „entscheidenden“ Stelle los und es heißt wieder: eine Bestellung nach Parteibuch!
Werner Schandor: „Land unter“ in der Steiermark. Die Kultur unter einer FPÖ-Regierung. Fallbeispiel
Für die FP (nicht nur die steirische) und das Kernklientel der Partei hat Kunst, die über Behübschung hinausgeht, keinerlei Stellenwert.
Kurt Kotrschal: Der Wolf und wir. Plädoyer für ein konfliktarmes Zusammenleben. Notizen
Das Berufsbild Schafhirte ist zukunftsträchtig. Ohne Wolf mag die Nutztierhaltung einfacher sein, aber für die Tiere ist das unbeaufsichtigte Leben auf der Alm alles andere als ein Honiglecken.
Muttermilch aus den Alpen? Realsatire
Ist „Tirol Milch“ das erste Unternehmen weltweit, das gentechnikfreie Muttermilch aus dem Herz der Alpen anbietet?
Helmut Schiestl: Kirk Jones. I Swear – Verflucht normal. Filmbesprechung
Was für einen Leidensdruck muss jemand bewältigen, den ständig nicht nur nervöse Zuckungen, sondern auch Schimpf-Anfälle mit Obszönitäten heimsuchen, die er nicht und nicht steuern kann.
Helmuth Schönauer: Bernhard Hüttenegger. Die Ameise Amelie. Eine Fabel. Besprechung
Bernhard Hüttenegger greift die Fabel als Erzählform ferner Kindertage auf, um mit einem abgeklärten Plot das erfüllte Leben eines nahezu bedeutungslosen Schicksals zu erzählen.
Alois Schöpf: Wenn die digitale Arroganz zur Schikane wird. Apropos
Unlängst besuchte ich eines unserer Nachbardörfer im Mittelgebirge. Und da es in den meisten dieser Dörfer kaum Freiflächen zum Parken gibt, benutzte ich die “kostenpflichtige” Tiefgarage.
Helmuth Schönauer: Slot-Day statt Autobahnblockade. Vorschläge für die nächste Brenner-Demo. Stichpunkt
Im Mai 2026 fand die sogenannte Transitblockade statt, die offensichtlich wie das Heilige Jahr im Vatikan unter diversen Namen alle zehn Jahre stattfinden muss.
Elias Schneitter: Das Literaturfestival „sprachsalz“ bringt internationale Literatur nach Tirol. Kümmert´s den ORF? Notizen
Der ORF Wien hat es kein einziges Mal geschafft, einen Fernsehbeitrag dazu zu gestalten. Aber wir wissen ja, dass bei der Literaturberichterstattung beim ORF Österreich in Heidenreichstein aufhört.
Albert Schwarzmann: Das 8. Symphoniekonzert des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck unter dem Motto “Berauschende Klänge”. Besprechung
Ein von russischer Spätromantik eingerahmter Konzertabend mit einem Werk von György Ligeti als kontrastierendes Mittelstück: Aus Sicht des Rezensenten eine überzeugende Aufführung.
Alois Schöpf: Warum sind die Tiroler die Dodel der Nation? Weil sie sich selbst dazu machen. Notizen
So schrieb denn der unvergleichliche Feuilletonist Daniel Spitzer schon im Jahre 1880, dass es das Privileg der Tiroler sei, die jeweils dümmsten Abgeordneten in den Reichsrat zu entsenden.
Janus Zeitstein: Neue Logistik für Europa. Zur Transitproblematik. Analyse
Inntal und Brenner können mehr werden als ein Korridor. Sie können zum Sinnbild der wirtschaftlichen Vernunft werden: einer Wirtschaft, die Versorgungssicherheit nicht mit Rastlosigkeit verwechselt.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Reinhard Walcher. Betrifft: Gegen die Vereinfachung der Geschichte
Besonders kritisch sehe ich die Tendenz, sehr unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen pauschal als „marxistisch“ oder als Ausdruck eines einheitlichen ideologischen Projekts zu beschreiben.
Literarische Korrespondenz: Andreas Braun an Alois Schöpf. Betrifft: Wahl der neuen ORF Führung
Es wäre ein Gebot der Stunde, den Suchradius für den notwendigen Wunderwuzzi über den hermetischen Kreis der heimischen Medien-Zampanos hinaus zu erweitern!
Helmuth Schönauer: Wolfgang Kühnelt / Heimo Mürzl / Wolfgang Pollanz (Hrsg.). Schwalbenkönig und Blutgrätsche. Ein Fußball-Lesebuch. Besprechung
Pop-Literatur und Pop-Musik haben einen gemeinsamen Freund: Den Fußball.
Allen drei Kunstgattungen ist eine Aura übergestülpt, die mit dem Schlüsselbegriff „naiv-romantisch“ umschrieben werden kann.
Alois Schöpf: Wenn Gerichtsurteile die Politik ersetzen. Apropos
Unbestritten ist, dass man heute, wenn man politisch etwas durchsetzen will, zuerst überprüfen sollte, ob man sein Ziel nicht besser auf juristischem Weg erreicht.
Helmuth Schönauer: Enhanced games – entfesselte Spiele in Las Vegas und in Klagenfurt. Stichpunkt
In Las Vegas wird endlich ausprobiert, was der Körper an Doping aushält. In Klagenfurt tastet man sich literarisch an die Grenzen des Vitamin B heran.
Elias Schneitter: Im Beisl: So kann es nicht mehr weitergehen! Und: Rauchen beim Fußball. Notizen
Nicht nur von verschiedenen Fernsehsendern werden Diskussionsrunden ausgestrahlt, in denen es um die Zukunft Europas geht, man macht sich auch am Stammtisch so seine Gedanken darüber.
Alois Schöpf: Der Journalismus als neue Priesterkaste jenseits des Wahlvolks. Oder: Natürlich muss die Politik auf staatliche Medien Einfluss nehmen können. Essay
Kann es angehen, dass in Österreich die Bevölkerung zu über 60 Prozent politisch mit mitte-rechts zu verorten ist, die Mitarbeiter des staatlichen Rundfunks hingegen mit etwa 70 Prozent als links-grün-woke einzustufen sind?
Literarische Korrespondenz: Sylvia Tschörner an Alois Schöpf. Betrifft: Sparen bei den Universitäten
Entlassungen von Angehörigen des universitären Mittelbaus, zu denen es nun vermehrt kommen soll, sind schon seit Jahrzehnten das größte Problem im universitären System.
Werner Schandor: Hoit, do is a Spoit! Über den Gender-Matura-Gap. Essay
Burschen sind in einem Schulsystem, das seit Jahrzehnten weiblich dominiert wird, deutlich ins Hintertreffen geraten. Die Politik reagiert bislang zögerlich auf das Problem.
Reinhard Walcher. Propaganda. Teil II. Trotz Millionen von Opfern nichts gelernt. Satire (?)
Der Nobelpreisträger für Wirtschaft August Hayek schrieb 1946 zusammenfassend, dass die kommunistisch-sozialistische Idee der absoluten Gleichheit unweigerlich in die Diktatur führe.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf. Betrifft: Debattenkultur
Mit Ihrer Analyse des Interviews von Anton Mattle legen Sie Widersprüche offen und stellen jene Fragen, die im öffentlichen Diskurs allzu oft ausgespart bleiben.
Günther Aigner: Steigende Preise! Wird das Skifahren zum Luxussport? Analyse
Wie jedes Jahr wird die Frage lauten: „Wie stark werden die Skiticketpreise ansteigen? Ist dieser Anstieg gerechtfertigt?“ Oder: „Wer kann sich das Skifahren eigentlich noch leisten?“
Leonhard Steiger: Der Zugriff auf Gemeindegutsagrargemeinschaften ist nicht frei. Notizen
Konkrete Missbrauchsfälle im Dienst des Bauernstandes und zum Schaden der wohnungssuchenden Bevölkerung.
Können Tirols Gemeinden über Gemeindeguts-Agrargemeinschaftsgründe ungehindert verfügen und damit die Wohnungsnot für Einheimische vermindern? Analyse
Stellungnahmen von Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl versus Dipl.-Ing. Leonhard Steiger, Mitbetreiber der Internetplattform „Agrarpapers Tirol“.
Hannes Hofinger: Elfriede & Peter. Nobelpreisträger. Nachtrag
Ich bin mir ziemlich sicher, dass nächstes Jahr der Nobelpreis für Literatur unserem Kindergarten zugesprochen würde. Für den Text: „Ich geh mit meiner Laterne und die Laterne, die geht neben mir.“
Helmuth Schönauer: Rudolf Lasselsberger. Willi du Kindskopf. Eine Liebeserklärung. Mit Zeichnungen und 1 Foto. Band 8 der Willologie. Besprechung
Der Autor ist Gast beim internationalen Literaturfestival „sprachsalz“ in Kufstein und liest jeweils am 12. und 13.09.2026. Zu Sprachsalz: www.sprachsalz.com
Alois Schöpf: Verbesserter Vernunftgebrauch durch Chat-GPT? Apropos
Die Künstliche Intelligenz wird zwar von immer mehr Menschen genutzt, was aber nicht bedeutet, dass sich ihr Ruf verbessert hätte. Bill Gates und der Papst haben sich gerade skeptisch dazu geäußert.
Helmuth Schönauer: Das Ende der österreichischen Literatur durch ihre Übernahme in die Lehrpläne. Stichpunkt
Der wohl witzigste Spruch zum Moralisieren in Bildungsangelegenheiten stammt aus Osttirol: „Gscheit ist gscheit, aber zu gscheit, ist nimmer gscheit.“
Elias Schneitter: Literatur in Gefahr. Notizen
Wie es bei allen Neuerungen passiert, wird diesen anfangs stets mit Hysterie und Weltuntergangsprophezeiungen begegnet. So auch jetzt mit der KI und deren Verwendung bei literarischen Texten.
Alois Schöpf: Wir haben’s ja! Oder: 25.000 Euro für 90 Minuten Geschwätz. Notizen
André Heller ist kein Künstler, sondern ein unfassbar von sich eingenommener Selbstdarsteller, der als hauptberuflicher Netzwerker verschiedene Menschen aus verschiedenen Genres um sich zu scharen verstand.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf / Alois Schöpf an Christoph Schmarl. Betrifft: Nachdenkliches bei Betrachtung der Nordkette. In Erinnerung an meinen Großvater.
Die Nordkettenbahn war nicht nur Ausdruck technischen Mutes, sondern ganz wesentlich ein Fremdenverkehrsprojekt.
Und damit sind wir bei einem Wort, das es 1927 natürlich noch nicht gab: Overtourism.
Gerda Walton: Die besten Urlaubsgrüße. Aus der Farbenpracht einer Postkarte sollte man keine Rückschlüsse auf das Reiseziel des Absenders ziehen. Notizen
Ja, jetzt sind wir wieder einmal mittendrinnen in dieser wunderbaren, aber von Jahr zu Jahr hektischer und vor allem verkehrsreicher ausfallenden spätsommerlichen Urlaubszeit.
Helmuth Schönauer: Bernhard Hüttenegger. Der Himmel über Donegal. Gedichte und kurze Prosa. Besprechung
Es braucht vor allem schmale Texte, die bereits gereift und eingekocht sind, um die Leser mit dem Sukkus eines dichten Schriftstellerlebens vertraut zu machen.
Hannes Hofinger: Sind Tiere taub, wenn es ums Fressen geht? Notizen
Ein herziges, junges Pony spaziert von der Wiese in den nahen Wald, um kurzfristig den brütenden 38 Grad zu entkommen. Wie einst Disneys Bambi, fröhlich vor sich hin pfeifend.
Alois Schöpf: Ein Jahrhundertsommer neigt sich dem Ende zu. Apropos
So provokant und geradezu politisch brisant die Aussage ist: Ich bin überzeugt, dass viele den heurigen Jahrhundertsommer ähnlich einschätzen. Als sehr schön!
Helmuth Schönauer: Blumiger Abgang ‒ die Alpenröstung. Stichpunkt
Die EU forciert die Destillation überflüssigen Weins zu Industriealkohol. Heimische Startups verwenden das dadurch brach liegende Vokabular der Weinkultur für Kaffeeröstungen.
Elias Schneitter: Kultur- und Kunstförderung in Österreich am Beispiel „sprachsalz“. Notizen
Kunst- und Kulturförderung scheint in Österreich nur eine Angelegenheit der öffentlichen Hand zu sein. Warum dem so ist, darüber sollte einmal eingehend diskutiert werden.
Alois Schöpf: Die Bobos feiern ihre Selbstverblödung. Zum neuen, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück von Peter Handke “Schnee von gestern, Schnee von morgen”. Notizen
Es waren die Erfolgreichen, die es mit dem Lebensrezept “Denke links und handle rechts” zu etwas gebracht haben, um der unendlich langweiligen Uraufführung ihres greisen Dichteridols beizuwohnen.
Literarische Korrespondenz: Hermann Arnold an Reinhard Scheiber, Obmann des Vereins „Unser Wasser“. Betrifft: „In den Stauseen wird zu viel Wasser gehortet“. Zum Gastkommentar vom 11.08.2026 in der Tiroler Tageszeitung.
Wer schweigt, scheint zuzustimmen, ein Grundsatz der schon bei den Römern galt und mich zu einer Äußerung zu deiner „Expertise“ in der Tiroler Tagezeitung veranlasst.
Franz Mathis: Bezahlte und unbezahlte Arbeit. Eine Hilfe aus der Geschichte. Notizen
In der aktuellen Debatte um die mütterliche Kinderbetreuung und andere unbezahlte Arbeit lohnt sich zum besseren Verständnis ein Blick in die Geschichte.
Hannes Hofinger: Zu blöd für Jelinek. Kurzanalyse
Ich sehe im Fernsehen Auszüge aus der Uraufführung Elfriede Jelineks „Unter Tieren“ und wundere mich über die wunderbaren Lobeshymnen.
Helmuth Schönauer: Francesco Gubert. Weiche Butter, raue Hände. Tagebuch einer Almsaison. Besprechung
In den Alpen gibt es ein ständiges Ringen, welches A-Wort die Kinder als erstes aussprechen: Auto oder Alm. Beides sind mythologisch hinterlegte Glücksvorstellungen und vor allem ein Riesengeschäft.
Alois Schöpf: Unbotmäßiges bei Betrachtung der Nordkette. Apropos
Und wieder einmal beeindruckte mich die Verrücktheit, über die all jene verfügt haben müssen, die die Nordkettenbahnen zwischen 1927 und 1928 gebaut haben.
Helmuth Schönauer: Raffiniertes Tirol. Lasst sie bei uns trainieren. Stichpunkt
Indem das Land ständig bemerkenswerte Leistungsträger aus allen Sparten und Genres des Lebens einlädt, erreicht es ein hohes Niveau an Lebensqualität, ohne selbst Leistungsträger sein zu müssen.
Elias Schneitter: Heuschrecken und Vernaderer. Notizen
In Österreich gibt es keine Erbschaftssteuer. Bei uns ist es momentan so, dass nicht der Staat abkassiert, sondern die Unzahl von Rechtsanwälten, weil sich die Erben zumeist bis aufs Blut bekämpfen.
Werner H. Ritter: Sechs Jahre später. Das Urteil des Deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 26.2.2020 zum assistierten Suizid und das Verhalten der Kirchen. Analyse
Sechs Jahre! Für Menschen, die nicht mehr leben können oder wollen, ein unvorstellbar langer und qualvoller Zeitraum.
Janus Zeitstein: Geschmack. Short Story
Maria hielt ein Glas für ihren Vater unter den Hahn. Der Zähler an der Spülenarmatur leuchtete auf.
Entnahme: 0,21 Liter.
Restguthaben: 7,84 Liter
Christoph Themessl: Über den Urknall und die Frage des Nichts. Essay
Die Sehnsucht und Suche nach einem Anfang ist verständlich. Es zeichnet den Menschen aus, versuchsweise kausale Zusammenhänge herzustellen und Ursachen zu ergründen.
Urs Heinz Aerni: Ein Experiment und das Ende einer Kulturdisziplin. Nachruf
Ich gab bei zwei KI-Maschinen den Auftrag, über mich einen kritischen Nachruf zu erstellen. Der eine fiel etwas langweilig aus, der andere war so beeindruckend, dass ich ihn speicherte.
Helmuth Schönauer: Friedrich Hahn. Alles Aus Reden. Gedichte aus dem vorigen Jahrzweit. Besprechung
Die Sonne schränkt die Sicht ein und lässt den Helden nach dem nächstbesten Gegenstand am Tisch greifen. Die Orange wird zum Zentrum eines Stilllebens.
Alois Schöpf: So einfach geht’s nicht, Frau Gewessler! Apropos
Auf die Frage, wie sie die Flüchtlingskrise 2015 und die Reaktion der Grünen darauf sehe, antwortete die Grünen-Chefin Leonore Gewessler: “Wir haben das damals schon etwas zu optimistisch gesehen!”
Helmuth Schönauer: Dixi-Klo im Hotelzimmer. Stichpunkt
„Das verdünnt sich schon, da sieht man nichts“, sagt der Bürgermeister in Tirol-heute und blickt auf eine mit Scheiße prall gefüllte Ache.
Elias Schneitter: Sommerliche Gedanken, aufgeschrieben bei großer Hitze. Das ist bitte zu berücksichtigen. Notizen
Als alter Sozialdemokrat schmerzt es mich, mit ansehen zu müssen, wie die Partei immer mehr ins Abseits rutscht und von Wahlniederlage zu Wahlniederlage taumelt.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Helmuth Schönauer. Helmuth Schönauer an Christoph Schmarl. Betrifft: Menschlichkeit ist keine Messunschärfe!
Als ehemaliger Lehrer habe ich mein Berufsleben auf dem Grundsatz aufgebaut: Jeder Mensch besitzt denselben Wert und dieselbe Würde – unabhängig von Herkunft, Stand, sozialer Stellung oder Notlage.
Günther Aigner: 10.800 Jahre Klimageschichte am Rotmoosferner. Analyse
Eine Wanderung zum Rotmoosferner in den Ötztaler Alpen bietet nicht nur wunderschöne Ausblicke in ein unberührtes Hochtal. Man kann auch 10.800 Jahre Klimageschichte bestaunen.
Ronald Weinberger: Ob8! Linguistische 3stigkeiten. Rätseltext
Ziffern können m8voll sein und be8enswerte Gedankenakrobatik entfachen. Etwa Ängste, man sei bei einem flotten 3er erwischt worden. Das ent2t Paare nicht selten.
Max Hofer: Der Weltbürger aus dem Grödnertal. Zum Neunzigsten des großen Markus Vallazza. Portrait
Markus Vallazza wäre am 8. August 90 Jahre alt geworden. Der gebürtige Grödener Zeichner und Radierer gestaltete aus Oswald von Wolkenstein, Dante, Poe und Rimbaud eigensinnige Gegenwelten.
Helmut Schiestl: Margit Jordan, eine starke Frau. Würdigung
Kürzlich ist die Tiroler Autorin Margit Jordan, die zusammen mit ihrem 2020 verstorbenen Ehemann Roland Jordan viele Jahre die Geschicke des Innsbrucker Turmbundes geleitet hat, gestorben.
Helmuth Schönauer bespricht: Klaus Ebner. GLUT. Legende vom Woher und Wohin. Roman / Reflexionen. Hintergrundinformationen zu GLUT. Essay
Klaus Ebner lässt sich auf das Abenteuer ein, das aus einem fetten Roman und aus einem hundert-seitigen Begleitessay besteht. Wer es sich zeitlich leisten kann, sollte beides lesen.
Alois Schöpf: Bitte seriöse Notfallpläne statt Marketing! Apropos
Tatsache ist, dass es derzeit zu heiß ist! Dass alte Leute, die diese Hitze nicht vertragen, reihenweise sterben, dass die Flüsse zu wenig Wasser führen und zu wenig Strom produzieren . . .
Helmuth Schönauer: Das Amish-Handy. Oder: Porno im Internet. Stichpunkt
Die radikalen Lösungen sprechen sich für Verbote aus, die aber nicht zu exekutieren sind. So umgehen in Australien, wo Socialmedia für Kids reglementiert sind, 90 Prozent der Jugendlichen die Verbote.
Elias Schneitter: Kaisertreue. Oder: Als der höchste Herrscher nach Zirl kam. Notizen
In aufgeheizten Zeiten, in denen wir gerade leben, lohnt es sich manchmal einen Blick zurück in die gute alte Zeit, in diesem Fall in die Zeit der Monarchie zu werfen.
Alois Schöpf: Vom Umgang mit Kritik. Die Reaktionen auf Albert Schwarzmanns Konzertbesprechung sind unverständlich und unfair! Notizen
Ich empfand den Abend ebenfalls als langweilig, die Originalwerke als epigonal und den Klassiker “Leichte Kavallerie” als uninspiriert und leidenschaftslos heruntergespielt.
Diethard Sanders: „Das Alpine natural hazard challenge, Prize category: heavy rain 2026“. Aus der Reihe: Abgründe alpenländischen Alltags. Satire
In Zeiten, da inzwischen jeder versoffene Hallodri auf dem Mount Everest zu stehen kommen kann, muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um aus der Event-Landschaft noch herauszuragen.
Hannes Hofinger: Da habe ich mich schwer geirrt. Notizen
Sie wurden also freigesprochen. Rechtskräftig. Obwohl doch im viralen Video ganz klar gezeigt wurde, dass die vier Männer die arme Katze mit einer Schneeschaufel zu Tode geprügelt haben.
Walter Plasil: Deutschland wird rechtsextrem. Österreich folgt nach. Eine Umschau im Internet. Notizen
Wehret den Anfängen. Und die Anfänge sieht man. Sie bestehen in Angriffen auf die demokratische Verfassung und in einem geplanten Rückschritt an liberalen Freiheiten der Bürger.
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- Ronald Weinberger zu Hannes Hofinger: Elfriede & Peter. Nobelpreisträger. Nachtrag
- Reinhard Kocznar zu Hannes Hofinger: Elfriede & Peter. Nobelpreisträger. Nachtrag
- Rainer Haselberger zu Alois Schöpf: Ein Jahrhundertsommer neigt sich dem Ende zu. Apropos
- Helmut Schiestl zu Alois Schöpf: Wir haben’s ja! Oder: 25.000 Euro für 90 Minuten Geschwätz. Notizen
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- Leo Hochner zu Alois Schöpf: Verbesserter Vernunftgebrauch durch Chat-GPT? Apropos
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- Eva Kotzmuth zu Alois Schöpf: Die Bobos feiern ihre Selbstverblödung. Zum neuen, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück von Peter Handke “Schnee von gestern, Schnee von morgen”. Notizen
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