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Beiträge zu Politik, Wirtschaft, Medien & Musik
Kunst, Literatur & Alltagskultur
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Bettina König: Der Kunde ist König. Oder nicht? Realsatire
Vor Kurzem beging ich den Fehler, bei einer bekannten Modemarke ein, zwei Teile online zu erstehen. Die Ware würde mir, so das Versprechen, innerhalb weniger Tage zugestellt.
Helmuth Schönauer bespricht: Margit Jordan: fenstertage. Gedichte. Mit einem Vorwort von Doris Kloimstein. Illustriert von Elfie Albrizzi. In Erinnerung an eine sehr geschätzte Kollegin
Margit Jordan hat als Veranstalterin mehr Gedichte gesehen und gehört, als in einem lyrischen Jahrbuch Platz haben. Unter dem Titel „fenstertage“ legt sie nun Eigenes vor.
Alois Schöpf: Unsere Gesellschaft ist gespalten. Na und? Apropos
Eine große Verwandtschaft und ein großer Freundeskreis sind eine tolle Sache. Allerdings sollte man bei entsprechenden Festen eine Liste anlegen, worüber besser nicht gesprochen wird.
Helmuth Schönauer: Wohnungslos in Innsbruck. Oder: Die Wellness-Tour der großen Herzen. Stichpunkt
Der Verein für Obdachlosigkeit publiziert die angeblich erste Untersuchung über die harten Fakten zu Obdachlosen und anderen Helden auf der Straße.
Elias Schneitter: Ruck hätte bleiben sollen. Trump soll brennen. Notizen
Die Österreicher benötigen regelmäßig ihre Skandälchen und unsere Medien liefern sie brav zum Gaudium des Publikums ins Haus. Denn a bissl a Hetz muass sein.
Albert Schwarzmann: Konzert der Bürgerkapelle Gries bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten am Donnerstag, den 30.06.2026.
Das letzte Konzert der Innsbrucker Promenadenkonzerte wurde mit der Bürgerkapelle Gries bei Bozen durch eine der wenigen heimischen Musikkapellen bestritten.
Alois Schöpf: Über Metternich´sche Verhältnisse, illegales Spitzelwesen, Krüge, die zum Brunnen gehen, bis sie brechen, und die Feigheit als bürgerliche Kardinal-Untugend. Notizen
Jawohl, die Bürgerlichen wissen, wie man die Welt regiert. Nicht am Stammtisch, da hocken die Kleinbürger. Wenn schon, dann im Club, beim Golfen oder nach dem Essen im Haubenrestaurant.
Thomas Nußbaumer: Das virtuose Bläserseptett „Federspiel“ bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Besprechung
Der Innenhof der Innsbrucker Hofburg war erneut ausverkauft, am Ende wurde das Ensemble mit Ovationen gefeiert. Auf dem Programm standen vor allem Stücke aus dem Album „Wir & Jetzt“.
Christina Kaneider: Über die Grenzverschiebung des Sagbaren. Rede
Überlegungen zum Stand der assistierten Freitodhilfe in Österreich anlässlich einer Veranstaltung des Oberlandesgerichts Innsbruck vom 18.6.2026 zum Thema „Recht auf Sterbehilfe“.
Albert Schwarzmann: Das Konzert der „Royal Band of the Belgian Airforce“ bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Besprechung
Allgemein zeigte sich das Orchester hochprofessionell mit exzellenter rhythmischer und technischer Präzision, souveränen Soli und einem ausbalancierten Klangbild.
Literarische Korrespondenz: Werner Mayr an Alois Schöpf. Betrifft: Konzert der Blasmusik der Münchner Philharmoniker im Rahmen der Innsbrucker Promenadenkonzerte
Moral von der Geschichte: für mich und meine Frau ein wirklich schöner Abend mit höchstklassigen Interpreten.
Andreas Niedermann: Spiel mir das Lied der Harmonika. Über ein Meisterwerk der Filmkunst. Essay
«Spiel mir das Lied vom Tod» ist ein Drama von Shakespear´schen Ausmaßen: Gier, Rache, Liebe, Korruption, gigantische Lebensträume, Cleverness, Mut, Sadismus, Kindsmord, Verrat.
Helmut Schiestl: Das Balkan Paradise Orchestra bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Und: Die Kelag Big Band unter Hans Lassnig-Walder mit der Sängerin Sandra Pires. Zwei Besprechungen
War das erste Konzert durch kollektive Frauenpower geprägt, so war es beim Konzert am Samstag vor allem die großartige Gesangskunst von Sandra Pires.
Helmuth Schönauer: Maria E. Brunner. Die Ausgewanderte. Roman.
Eine Erzählerin, die zuerst jene Geschichten ablaufen lässt, die sich Migranten erzählen, ehe sie ihre eigenen Geschichten erzählt, die sich kaum von den Auswanderer-Schicksalen unterscheiden.
Alois Schöpf: Ist es gestrig mit Menschen reden zu wollen? Apropos
Ich will nicht, wenn ich ein Problem habe, mit einem Computer mit süßer Mädchenstimme sprechen und mich einer Maschine unterordnen, die mich ebenso zur Maschine degradiert.
Helmuth Schönauer: Aufstand aus der Sonnenliege heraus. Stichpunkt
Resolutionen der IG Autorinnen und Autoren sind in Wirklichkeit Gedichte – schön und zwecklos.
Elias Schneitter: Banditen im Netz. Und kranke Männer. Notizen
Neulich habe ich einen Bekannten getroffen, der ganz außer sich vor Wut und Hass auf das Internet und die Verbrecher dort war. Was war geschehen? Er ist Internetbetrügern aufgesessen.
Alois Schöpf: Von den Amerikanern lernen. Die „U.S. Army Europe and Africa Concert Band“ bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Notizen
Wie muss ein Konzert beschaffen sein, nach dessen Ende man die Sehnsucht verspürt, dieses „Amerika“, das sich als ein Land sympathischer Lockerheit präsentiert, endlich selbst zu bereisen.
Thomas Nußbaumer: Die „Italienische Nacht“ der Münchner Symphoniker bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Besprechung
Arien und Duette von Verdi, Puccini, Donizetti, Gounod, Rossini und Leoncavallo verbanden lyrische Innigkeit mit tenoraler Strahlkraft, virtuoser Koloratur und orchestralem Dramenimpuls.
Reinhold Knoll: Verlust des Nächsten. Oder: Mit der Bewusstseinsmöblierung beginnt die Autoerotik. Notizen
Nach Durchsicht aller Weltanschauungen scheint entweder das Ergebnis aus dem Todestrieb des Kapitalismus entstanden zu sein. Oder die Chance des Sozialismus wurde vergeudet.
Thomas Nußbaumer: Das Alexander’s Swing-Time Orchestra mit dem Trompeten-Weltstar Jon Faddis bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Besprechung
Mit Jon Faddis (* 1953) stand dem ambitionierten Tiroler Ensemble kein beliebiger prominenter Gast gegenüber, sondern eine Schlüsselfigur der neueren Bigband-Geschichte.
Walter Plasil: Über die Langeweile. Essay
„Einer der Gründe, warum populistische Parteien erstarken und es so viel Unruhe und Chaos gibt, ist, dass es angesichts der liberalen Weltordnung eine gewisse Langeweile gibt.“ Francis Fukuyama
Literarische Korrespondenz: Erich Hörtnagl an Peter Gartner. Betrifft: Ein absolutes Muss für Jazzfreunde.
Hallo liebe Jazzbegeisterte!
Ich habe gestern im Fernsehen den Auftritt von Samara Joy in Paris gesehen und „DAS Musikerlebnis des Jahrhunderts” erlebt!
Helmuth Schönauer: Lesen! Rezensieren! Wenn ich doch nur aufhören könnte. Selbstbesprechung
Die langjährige Leseerfahrung zeigt, dass in einem Buch maximal ein Gedanke neu ist, der Rest besteht einfach aus zu vielen Seiten.
Alois Schöpf: Sind unsere freien Abgeordneten wirklich frei? Apropos
Höchst erstaunlich, was da im Zuge des Hinausschmisses des NEOS-Mitbegründers Veit Dengler wieder einmal ans Tageslicht gekommen ist.
Helmuth Schönauer: Die Kunst, unbedeutende Jobs bedeutsam zu besetzen. Stichpunkt
Theater in der Provinz bedeutet einen Betrieb zu führen, in den die Bevölkerung beachtliche Geldsummen steckt, in der Erwartung, dadurch als gebildet wahrgenommen zu werden.
Elias Schneitter: Fußfrei im Polstersessel – eine kleine Sommersatire
Inzwischen habe ich den Eindruck gewonnen, dass es in Österreich nicht nur neun Millionen Fußball-Bundestrainer gibt, sondern auch neun Millionen Bundeskanzler und Bundeskanzlerinnen.
Alois Schöpf: Hochkultur, nein danke! Woodstock der Blasmusik, ja bitte! Vorverkaufsanalyse
Warum bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten das Interesse an den Konzerten traditioneller Musikkapellen so gering ist. Versuch einer Antwort.
Janus Zeitstein: Der Salamander. Erzählung
Aus den nachgelassenen Papieren des Journalisten Dieter …., der über Parkplatzabzocke, Parteienmachenschaften und andere Formen niederer Pfuhle geschrieben hat.
Ronald Weinberger: Das JETZT als Chimäre. Oder: Alles ist Vergangenheit. Außer… Notizen
Alle diese Blicke hinaus in den Kosmos, also ausnahmslos all das, was aus dem Weltall sozusagen bei uns ankommt, ist „Vergangenheit in Reinkultur“.
Christoph Schmarl: Reisetasche voller Bürokratie. Wenn Familienfreundlichkeit an Amtsstuben scheitert. Notizen
Familien brauchen keine Behörden, die erklären, warum etwas nicht geht. Sie brauchen Behörden, die ernsthaft prüfen, wie etwas möglich gemacht werden kann.
Helmuth Schönauer bespricht: Paul Rösch / Patrick Rina: Wilde Jahre. Tourismus in Südtirol 1961–1983
Paul Rösch, Jahrgang 1954, und Patrick Rina, Jahrgang 1987, beleuchten die frühen Jahre der Selbstfindung des Landes und die Entwicklung hin zu einer prosperierenden Wirtschaftsmacht.
Alois Schöpf: Was weiß Österreich über Tirols Kulturleben? Apropos
Es wäre ja Balsam auf die Seele eines jeden fortschrittlichen Älplers, wenn von unserem Land nicht nur der Schützen Kampf mit der Weiblichkeit nach außen dringen würde.
Thomas Nußbaumer: Das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck unter Howard Arman bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Besprechung
Der gebürtige Londoner Howard Arman, einer der vielseitigsten europäischen Dirigenten seiner Generation, zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des Tiroler Musiklebens der jüngeren Vergangenheit.
Helmuth Schönauer: Kunstwerk Freizeitgespräch. Stichpunkt
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Freizeitgespräch zu Fachgespräch erhöht die Chancen auf ein psychisch gesundes Leben.
Elias Schneitter: Ein bisschen schwierig. Short Story
Meist waren ihre Männer verheiratet, lebten in kaputten Ehen, waren aber dennoch nicht bereit, diese aufzugeben, sodass sie dann alles aufgrund von Hoffnungslosigkeit, wie sie sagte, wieder aufgab.
Helmut Schiestl: Die Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg unter der Leitung von Christian Thielemann bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Besprechung
Wieder ein tolles Ensemble, ein Blasorchester, alle in bester Form und mit einem Stardirigenten am Pult: dem bekannten deutschen Dirigenten Christian Thielemann.
Alois Schöpf: Der Funktionsintellektuelle und sein Kampf gegen den assistierten Freitod. Essay
Als Bedienstete der katholischen Kirche zitierten sie nicht ehrlicher Weise die dogmatischen und religiösen Grundlagen, die sie gleichsam dienstrechtlich zu ihrer Gegnerschaft zwingen.
Gianluca Crepaldi: Assistierter Suizid als „Epidemie“? Ein Einspruch
Die Salzburger Palliativgespräche an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität verrieten Bedrückendes über den Stand der Debatte um Sterbehilfe und offenbarten ein problematisches Menschenbild.
Reinhard Kocznar: Nicht die Orchideenfächer, die keiner braucht, sind das Problem, sondern die Massenfächer. Notizen
Als Miteigentümer der Universitäten (=Steuerzahler) fragt man sich, warum alle gratis studieren dürfen, auch Studien, nach denen am Arbeitsmarkt keine Nachfrage besteht.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf. Betrifft: Man kann nicht alles in einen Topf werfen! Marx ist nicht gleich Hitler.
Dass Sie wissenschaftliche Differenzierung und das Einordnen von Denkern in ihren historischen Kontext als modisches Einknicken vor einem „woken Zeitgeist“ diffamieren, greift intellektuell zu kurz.
Helmut Schiestl: Die Innsbrucker Promenadenkonzerte sind eröffnet. Das Sinfonische Blasorchester Tirol konzertierte unter der Leitung des Intendanten. Besprechung
Und es war ein fulminanter Auftakt dieser wohl immer gut besuchten und den Innsbrucker Kultursommer mitprägenden Konzertreihe.
Helmuth Schönauer bespricht: Gottlieb Pomella. Aufbrechen und bleiben. Erzählungen
Noch Generationen nach der sogenannten Option bricht in Südtirol an patriotischen Tagen die große Wunde auf: Wem gelingt die Heimat besser, den „Dableibern“ oder den „Weggehern“?
Alois Schöpf: Wer kann sich noch ein eigenes Heim leisten? Apropos
Der Traum vom Eigenheim ist ein Grundbedürfnis, das der Staat eigentlich unterstützen sollte. In Wirklichkeit behindert er es.
Helmuth Schönauer: Schaufeln gegen Katastrophen. Stichpunkt
Es kommt immer seltener vor, dass ein Spatenstich als sinnvoll erachtet wird. Im Falle des Schlösschens Mentlberg im Südwesten von Innsbruck lässt sich jedoch allerhand Sinn erkennen.
Günther Aigner: Steigende Preise! Wird das Skifahren zum Luxussport? Analyse
Wie jedes Jahr wird die Frage lauten: „Wie stark werden die Skiticketpreise ansteigen? Ist dieser Anstieg gerechtfertigt?“ Oder: „Wer kann sich das Skifahren eigentlich noch leisten?“
Leonhard Steiger: Der Zugriff auf Gemeindegutsagrargemeinschaften ist nicht frei. Notizen
Konkrete Missbrauchsfälle im Dienst des Bauernstandes und zum Schaden der wohnungssuchenden Bevölkerung.
Können Tirols Gemeinden über Gemeindeguts-Agrargemeinschaftsgründe ungehindert verfügen und damit die Wohnungsnot für Einheimische vermindern? Analyse
Stellungnahmen von Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl versus Dipl.-Ing. Leonhard Steiger, Mitbetreiber der Internetplattform „Agrarpapers Tirol“.
Hannes Hofinger: Elfriede & Peter. Nobelpreisträger. Nachtrag
Ich bin mir ziemlich sicher, dass nächstes Jahr der Nobelpreis für Literatur unserem Kindergarten zugesprochen würde. Für den Text: „Ich geh mit meiner Laterne und die Laterne, die geht neben mir.“
Helmuth Schönauer: Rudolf Lasselsberger. Willi du Kindskopf. Eine Liebeserklärung. Mit Zeichnungen und 1 Foto. Band 8 der Willologie. Besprechung
Der Autor ist Gast beim internationalen Literaturfestival „sprachsalz“ in Kufstein und liest jeweils am 12. und 13.09.2026. Zu Sprachsalz: www.sprachsalz.com
Alois Schöpf: Verbesserter Vernunftgebrauch durch Chat-GPT? Apropos
Die Künstliche Intelligenz wird zwar von immer mehr Menschen genutzt, was aber nicht bedeutet, dass sich ihr Ruf verbessert hätte. Bill Gates und der Papst haben sich gerade skeptisch dazu geäußert.
Helmuth Schönauer: Das Ende der österreichischen Literatur durch ihre Übernahme in die Lehrpläne. Stichpunkt
Der wohl witzigste Spruch zum Moralisieren in Bildungsangelegenheiten stammt aus Osttirol: „Gscheit ist gscheit, aber zu gscheit, ist nimmer gscheit.“
Elias Schneitter: Literatur in Gefahr. Notizen
Wie es bei allen Neuerungen passiert, wird diesen anfangs stets mit Hysterie und Weltuntergangsprophezeiungen begegnet. So auch jetzt mit der KI und deren Verwendung bei literarischen Texten.
Alois Schöpf: Wir haben’s ja! Oder: 25.000 Euro für 90 Minuten Geschwätz. Notizen
André Heller ist kein Künstler, sondern ein unfassbar von sich eingenommener Selbstdarsteller, der als hauptberuflicher Netzwerker verschiedene Menschen aus verschiedenen Genres um sich zu scharen verstand.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf / Alois Schöpf an Christoph Schmarl. Betrifft: Nachdenkliches bei Betrachtung der Nordkette. In Erinnerung an meinen Großvater.
Die Nordkettenbahn war nicht nur Ausdruck technischen Mutes, sondern ganz wesentlich ein Fremdenverkehrsprojekt.
Und damit sind wir bei einem Wort, das es 1927 natürlich noch nicht gab: Overtourism.
Gerda Walton: Die besten Urlaubsgrüße. Aus der Farbenpracht einer Postkarte sollte man keine Rückschlüsse auf das Reiseziel des Absenders ziehen. Notizen
Ja, jetzt sind wir wieder einmal mittendrinnen in dieser wunderbaren, aber von Jahr zu Jahr hektischer und vor allem verkehrsreicher ausfallenden spätsommerlichen Urlaubszeit.
Helmuth Schönauer: Bernhard Hüttenegger. Der Himmel über Donegal. Gedichte und kurze Prosa. Besprechung
Es braucht vor allem schmale Texte, die bereits gereift und eingekocht sind, um die Leser mit dem Sukkus eines dichten Schriftstellerlebens vertraut zu machen.
Hannes Hofinger: Sind Tiere taub, wenn es ums Fressen geht? Notizen
Ein herziges, junges Pony spaziert von der Wiese in den nahen Wald, um kurzfristig den brütenden 38 Grad zu entkommen. Wie einst Disneys Bambi, fröhlich vor sich hin pfeifend.
Alois Schöpf: Ein Jahrhundertsommer neigt sich dem Ende zu. Apropos
So provokant und geradezu politisch brisant die Aussage ist: Ich bin überzeugt, dass viele den heurigen Jahrhundertsommer ähnlich einschätzen. Als sehr schön!
Helmuth Schönauer: Blumiger Abgang ‒ die Alpenröstung. Stichpunkt
Die EU forciert die Destillation überflüssigen Weins zu Industriealkohol. Heimische Startups verwenden das dadurch brach liegende Vokabular der Weinkultur für Kaffeeröstungen.
Elias Schneitter: Kultur- und Kunstförderung in Österreich am Beispiel „sprachsalz“. Notizen
Kunst- und Kulturförderung scheint in Österreich nur eine Angelegenheit der öffentlichen Hand zu sein. Warum dem so ist, darüber sollte einmal eingehend diskutiert werden.
Alois Schöpf: Die Bobos feiern ihre Selbstverblödung. Zum neuen, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück von Peter Handke “Schnee von gestern, Schnee von morgen”. Notizen
Es waren die Erfolgreichen, die es mit dem Lebensrezept “Denke links und handle rechts” zu etwas gebracht haben, um der unendlich langweiligen Uraufführung ihres greisen Dichteridols beizuwohnen.
Literarische Korrespondenz: Hermann Arnold an Reinhard Scheiber, Obmann des Vereins „Unser Wasser“. Betrifft: „In den Stauseen wird zu viel Wasser gehortet“. Zum Gastkommentar vom 11.08.2026 in der Tiroler Tageszeitung.
Wer schweigt, scheint zuzustimmen, ein Grundsatz der schon bei den Römern galt und mich zu einer Äußerung zu deiner „Expertise“ in der Tiroler Tagezeitung veranlasst.
Franz Mathis: Bezahlte und unbezahlte Arbeit. Eine Hilfe aus der Geschichte. Notizen
In der aktuellen Debatte um die mütterliche Kinderbetreuung und andere unbezahlte Arbeit lohnt sich zum besseren Verständnis ein Blick in die Geschichte.
Hannes Hofinger: Zu blöd für Jelinek. Kurzanalyse
Ich sehe im Fernsehen Auszüge aus der Uraufführung Elfriede Jelineks „Unter Tieren“ und wundere mich über die wunderbaren Lobeshymnen.
Helmuth Schönauer: Francesco Gubert. Weiche Butter, raue Hände. Tagebuch einer Almsaison. Besprechung
In den Alpen gibt es ein ständiges Ringen, welches A-Wort die Kinder als erstes aussprechen: Auto oder Alm. Beides sind mythologisch hinterlegte Glücksvorstellungen und vor allem ein Riesengeschäft.
Alois Schöpf: Unbotmäßiges bei Betrachtung der Nordkette. Apropos
Und wieder einmal beeindruckte mich die Verrücktheit, über die all jene verfügt haben müssen, die die Nordkettenbahnen zwischen 1927 und 1928 gebaut haben.
Helmuth Schönauer: Raffiniertes Tirol. Lasst sie bei uns trainieren. Stichpunkt
Indem das Land ständig bemerkenswerte Leistungsträger aus allen Sparten und Genres des Lebens einlädt, erreicht es ein hohes Niveau an Lebensqualität, ohne selbst Leistungsträger sein zu müssen.
Elias Schneitter: Heuschrecken und Vernaderer. Notizen
In Österreich gibt es keine Erbschaftssteuer. Bei uns ist es momentan so, dass nicht der Staat abkassiert, sondern die Unzahl von Rechtsanwälten, weil sich die Erben zumeist bis aufs Blut bekämpfen.
Werner H. Ritter: Sechs Jahre später. Das Urteil des Deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 26.2.2020 zum assistierten Suizid und das Verhalten der Kirchen. Analyse
Sechs Jahre! Für Menschen, die nicht mehr leben können oder wollen, ein unvorstellbar langer und qualvoller Zeitraum.
Janus Zeitstein: Geschmack. Short Story
Maria hielt ein Glas für ihren Vater unter den Hahn. Der Zähler an der Spülenarmatur leuchtete auf.
Entnahme: 0,21 Liter.
Restguthaben: 7,84 Liter
Christoph Themessl: Über den Urknall und die Frage des Nichts. Essay
Die Sehnsucht und Suche nach einem Anfang ist verständlich. Es zeichnet den Menschen aus, versuchsweise kausale Zusammenhänge herzustellen und Ursachen zu ergründen.
Urs Heinz Aerni: Ein Experiment und das Ende einer Kulturdisziplin. Nachruf
Ich gab bei zwei KI-Maschinen den Auftrag, über mich einen kritischen Nachruf zu erstellen. Der eine fiel etwas langweilig aus, der andere war so beeindruckend, dass ich ihn speicherte.
Helmuth Schönauer: Friedrich Hahn. Alles Aus Reden. Gedichte aus dem vorigen Jahrzweit. Besprechung
Die Sonne schränkt die Sicht ein und lässt den Helden nach dem nächstbesten Gegenstand am Tisch greifen. Die Orange wird zum Zentrum eines Stilllebens.
Alois Schöpf: So einfach geht’s nicht, Frau Gewessler! Apropos
Auf die Frage, wie sie die Flüchtlingskrise 2015 und die Reaktion der Grünen darauf sehe, antwortete die Grünen-Chefin Leonore Gewessler: “Wir haben das damals schon etwas zu optimistisch gesehen!”
Helmuth Schönauer: Dixi-Klo im Hotelzimmer. Stichpunkt
„Das verdünnt sich schon, da sieht man nichts“, sagt der Bürgermeister in Tirol-heute und blickt auf eine mit Scheiße prall gefüllte Ache.
Elias Schneitter: Sommerliche Gedanken, aufgeschrieben bei großer Hitze. Das ist bitte zu berücksichtigen. Notizen
Als alter Sozialdemokrat schmerzt es mich, mit ansehen zu müssen, wie die Partei immer mehr ins Abseits rutscht und von Wahlniederlage zu Wahlniederlage taumelt.
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Helmuth Schönauer. Helmuth Schönauer an Christoph Schmarl. Betrifft: Menschlichkeit ist keine Messunschärfe!
Als ehemaliger Lehrer habe ich mein Berufsleben auf dem Grundsatz aufgebaut: Jeder Mensch besitzt denselben Wert und dieselbe Würde – unabhängig von Herkunft, Stand, sozialer Stellung oder Notlage.
Günther Aigner: 10.800 Jahre Klimageschichte am Rotmoosferner. Analyse
Eine Wanderung zum Rotmoosferner in den Ötztaler Alpen bietet nicht nur wunderschöne Ausblicke in ein unberührtes Hochtal. Man kann auch 10.800 Jahre Klimageschichte bestaunen.
Ronald Weinberger: Ob8! Linguistische 3stigkeiten. Rätseltext
Ziffern können m8voll sein und be8enswerte Gedankenakrobatik entfachen. Etwa Ängste, man sei bei einem flotten 3er erwischt worden. Das ent2t Paare nicht selten.
Max Hofer: Der Weltbürger aus dem Grödnertal. Zum Neunzigsten des großen Markus Vallazza. Portrait
Markus Vallazza wäre am 8. August 90 Jahre alt geworden. Der gebürtige Grödener Zeichner und Radierer gestaltete aus Oswald von Wolkenstein, Dante, Poe und Rimbaud eigensinnige Gegenwelten.
Helmut Schiestl: Margit Jordan, eine starke Frau. Würdigung
Kürzlich ist die Tiroler Autorin Margit Jordan, die zusammen mit ihrem 2020 verstorbenen Ehemann Roland Jordan viele Jahre die Geschicke des Innsbrucker Turmbundes geleitet hat, gestorben.
Helmuth Schönauer bespricht: Klaus Ebner. GLUT. Legende vom Woher und Wohin. Roman / Reflexionen. Hintergrundinformationen zu GLUT. Essay
Klaus Ebner lässt sich auf das Abenteuer ein, das aus einem fetten Roman und aus einem hundert-seitigen Begleitessay besteht. Wer es sich zeitlich leisten kann, sollte beides lesen.
Alois Schöpf: Bitte seriöse Notfallpläne statt Marketing! Apropos
Tatsache ist, dass es derzeit zu heiß ist! Dass alte Leute, die diese Hitze nicht vertragen, reihenweise sterben, dass die Flüsse zu wenig Wasser führen und zu wenig Strom produzieren . . .
Helmuth Schönauer: Das Amish-Handy. Oder: Porno im Internet. Stichpunkt
Die radikalen Lösungen sprechen sich für Verbote aus, die aber nicht zu exekutieren sind. So umgehen in Australien, wo Socialmedia für Kids reglementiert sind, 90 Prozent der Jugendlichen die Verbote.
Elias Schneitter: Kaisertreue. Oder: Als der höchste Herrscher nach Zirl kam. Notizen
In aufgeheizten Zeiten, in denen wir gerade leben, lohnt es sich manchmal einen Blick zurück in die gute alte Zeit, in diesem Fall in die Zeit der Monarchie zu werfen.
Alois Schöpf: Vom Umgang mit Kritik. Die Reaktionen auf Albert Schwarzmanns Konzertbesprechung sind unverständlich und unfair! Notizen
Ich empfand den Abend ebenfalls als langweilig, die Originalwerke als epigonal und den Klassiker “Leichte Kavallerie” als uninspiriert und leidenschaftslos heruntergespielt.
Diethard Sanders: „Das Alpine natural hazard challenge, Prize category: heavy rain 2026“. Aus der Reihe: Abgründe alpenländischen Alltags. Satire
In Zeiten, da inzwischen jeder versoffene Hallodri auf dem Mount Everest zu stehen kommen kann, muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um aus der Event-Landschaft noch herauszuragen.
Hannes Hofinger: Da habe ich mich schwer geirrt. Notizen
Sie wurden also freigesprochen. Rechtskräftig. Obwohl doch im viralen Video ganz klar gezeigt wurde, dass die vier Männer die arme Katze mit einer Schneeschaufel zu Tode geprügelt haben.
Walter Plasil: Deutschland wird rechtsextrem. Österreich folgt nach. Eine Umschau im Internet. Notizen
Wehret den Anfängen. Und die Anfänge sieht man. Sie bestehen in Angriffen auf die demokratische Verfassung und in einem geplanten Rückschritt an liberalen Freiheiten der Bürger.
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- Reinhard Walcher zu Alois Schöpf: Die Bobos feiern ihre Selbstverblödung. Zum neuen, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück von Peter Handke “Schnee von gestern, Schnee von morgen”. Notizen
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- Leo Hochner zu Alois Schöpf: Verbesserter Vernunftgebrauch durch Chat-GPT? Apropos
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- Eva Kotzmuth zu Alois Schöpf: Die Bobos feiern ihre Selbstverblödung. Zum neuen, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten Stück von Peter Handke “Schnee von gestern, Schnee von morgen”. Notizen
- schoepfblog zu Alois Schöpf: Wir haben’s ja! Oder: 25.000 Euro für 90 Minuten Geschwätz. Notizen
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